Bildungspolitik in höchster Not

Hier werden die mit Artikel 3 und Artikel 6 GG in Widerspruch stehenden Mängel des Bildungswesens erörtert.
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Staber
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Re: Bildungspolitik in höchster Not

Beitrag von Staber »

Moin!
Das ist doch alles riesiger Bullshit! Die beschriebene Schulproblematik wird seit mindestens 30 Jahren - mit leicht veränderter Schwerpunktsetzung - diskutiert! Kaum Erkenntnisgewinn, minimale Veränderungen, keine substanziellen Verbesserungen!!
Und wer einmal hoch motivierte Zugewanderte mit rudimentären Deutschkenntnissen im Rahmen von Lehrer-Fortbildungen erlebt hat, der weiß, dass auch auf dieser Schiene KEINE spürbaren Verbesserungen zu erwarten sind .
Richtig fand ich in all den Jahren nur folgenden Satz:
Schule ist ein Spiegel der Gesellschaft.
Und weil das so ist, nimmt die Zahl sehr komplexer Themenstellungen, denen sich die Schule widmen soll (und wohl auch muss) in immer kürzeren Zeitabständen deutlich zu: von Mobbing und Drogen über 'Digitales Leben' bis hin zu gesunder Ernährung und Orientierung im moralischen und ideologischen Dickicht.
Kann man alles professionell anbieten und institutionell verankern. Es gibt nur 2 Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen: viel mehr Personal und SEHR , SEHR, SEHR viel Geld!
A propos 'Digitales Leben' im Positiven gesehen.......das digitale Klassenzimmer wird kommen, schon mal daran gedacht, dann wird der Bedarf an Lehrern noch mehr sinken. Wenn es gut gemacht wird, kann das sogar sinnvoll sein, wenn sich z.B. auf die besonders förderungsbedürftigen Schüler fokussiert wird und die sehr selbstständig lernenden Schüler mit weitergehenden Aufgaben höher gefordert werden. Nur zur Konzeptionierung eines solchen Unterrichts braucht es vermutlich zumindest initial mehr Lehrer und Experten auf den zu besetzenden Themenfeldern und ggf. mehr psychologisch ausgebildete Sozialarbeiter.
Eine Träne zu trocknen ist ehrenvoller als Ströme von Blut zu vergießen.
Lord George Gordon Noel Byron
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Gruß Staber
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AlexRE
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Re: Bildungspolitik in höchster Not

Beitrag von AlexRE »

Wenn das Hauptproblem außerhalb der Schule liegt, werden noch so schlaue Konzepte innerhalb des Schulbetriebs nicht greifen:

https://www.swr.de/swraktuell/rheinland ... n-100.html
Der Stuttgarter OB Rommel:

Ich trete überall, wo das notwendig ist, der Meinung entgegen, der Umstand, dass die Diktatur zu allem fähig war, berechtige dazu, die Demokratie zu allem unfähig zu machen.
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maxikatze
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Re: Bildungspolitik in höchster Not

Beitrag von maxikatze »

„Besonders komplex und fehleranfällig“ – Schriftliches Dividieren fliegt aus Grundschul-Lehrplan

https://www.welt.de/vermischtes/article ... rplan.html
In Niedersachsen lernen Grundschüler künftig kein schriftliches Dividieren mehr, auch das Rechnen mit Kommazahlen entfällt weitgehend. Geldbeträge bleiben als Ausnahme erhalten. Eltern zeigen sich besorgt.
Nicht einmal daran, dass Schüler gebildet werden, hat die Politik Interesse. Deutschland pfeift wirklich aus dem letzten Loch.
Siehe auch: https://www.youtube.com/watch?v=dR8W6V0ZnTc
"Wenn der letzte Leistungsträger ausgewandert ist und das letzte Unternehmen dicht gemacht hat,
werdet Ihr erkennen, dass man Ideologie nicht essen kann!"
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Staber
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Re: Bildungspolitik in höchster Not

Beitrag von Staber »

maxikatze hat geschrieben: 02.01.2026, 00:10 „Besonders komplex und fehleranfällig“ – Schriftliches Dividieren fliegt aus Grundschul-Lehrplan

https://www.welt.de/vermischtes/article ... rplan.html
In Niedersachsen lernen Grundschüler künftig kein schriftliches Dividieren mehr, auch das Rechnen mit Kommazahlen entfällt weitgehend. Geldbeträge bleiben als Ausnahme erhalten. Eltern zeigen sich besorgt.
Nicht einmal daran, dass Schüler gebildet werden, hat die Politik Interesse. Deutschland pfeift wirklich aus dem letzten Loch.
Siehe auch: https://www.youtube.com/watch?v=dR8W6V0ZnTc
Moin Maxi!
Wie haben das die Kinder nur früher hinbekommen? Das Niveau immer mehr abzusenken ist keine Lösung, im Gegenteil! Die Verblödung schreitet hurtig voran!
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Re: Bildungspolitik in höchster Not

Beitrag von maxikatze »

Staber hat geschrieben: 03.01.2026, 15:55
maxikatze hat geschrieben: 02.01.2026, 00:10 „Besonders komplex und fehleranfällig“ – Schriftliches Dividieren fliegt aus Grundschul-Lehrplan

https://www.welt.de/vermischtes/article ... rplan.html
In Niedersachsen lernen Grundschüler künftig kein schriftliches Dividieren mehr, auch das Rechnen mit Kommazahlen entfällt weitgehend. Geldbeträge bleiben als Ausnahme erhalten. Eltern zeigen sich besorgt.
Nicht einmal daran, dass Schüler gebildet werden, hat die Politik Interesse. Deutschland pfeift wirklich aus dem letzten Loch.
Siehe auch: https://www.youtube.com/watch?v=dR8W6V0ZnTc
Moin Maxi!
Wie haben das die Kinder nur früher hinbekommen? Das Niveau immer mehr abzusenken ist keine Lösung, im Gegenteil! Die Verblödung schreitet hurtig voran!
Moin Staber,
schön, dich wieder zu lesen. :)

Ja, Deutschland schmiert immer weiter ab. Wir werden oder sind schon zu unbedeutend.
Das Bildungssystem war in der DDR das weitaus bessere und das Einzige, was positiv über die DDR erwähnt werden kann. Es war damals nach der Wende 1990 versäumt worden, das nicht zu übernehmen. Dazu fehlte in der alten Bundesrepublik der politische Wille, weil zu viele Pöstchen daran hängen. Wenn Fehler, wo auch immer sie passieren, nicht abgestellt werden, führt das unweigerlich früher oder später in eine Katastrophe. Wer Fehler macht und sie nicht korrigiert, sondern wiederholt, handelt dumm.
Bei einem AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt will Ulrich Siegmund auch an diesem Projekt einiges anders machen, was sich in anderen Ländern bereits als erfolgreich erwiesen hat. Ich stehe dem offen gegenüber.
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Re: Bildungspolitik in höchster Not

Beitrag von AlexRE »

maxikatze hat geschrieben: 03.01.2026, 16:15 Das Bildungssystem war in der DDR das weitaus bessere und das Einzige, was positiv über die DDR erwähnt werden kann.
Das sehe ich nicht so. Noch wichtiger war in der DDR, dass die staatliche Kinderbetreuung Frauen die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie ermöglicht hat, während in der Bundesrepublik Kinder das größte Armutsrisiko sind.

Die verfehlte Bildungspolitik wird einer Generation Schaden zufügen, kann aber für die Zukunft immer noch repariert werden. Die Folgen der Überalterung der Gesellschaft repariert niemand mehr.
Der Stuttgarter OB Rommel:

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Re: Bildungspolitik in höchster Not

Beitrag von maxikatze »

AlexRE hat geschrieben: 03.01.2026, 16:53
maxikatze hat geschrieben: 03.01.2026, 16:15 Das Bildungssystem war in der DDR das weitaus bessere und das Einzige, was positiv über die DDR erwähnt werden kann.
Das sehe ich nicht so. Noch wichtiger war in der DDR, dass die staatliche Kinderbetreuung Frauen die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie ermöglicht hat, während in der Bundesrepublik Kinder das größte Armutsrisiko sind.

Die verfehlte Bildungspolitik wird einer Generation Schaden zufügen, kann aber für die Zukunft immer noch repariert werden. Die Folgen der Überalterung der Gesellschaft repariert niemand mehr.
Ja, hast recht. An die Familienpolitik in der DDR habe ich nicht gedacht. https://de.wikipedia.org/wiki/Frauen-_u ... ik_der_DDR
Emanzipierter waren die Frauen, wenn auch in der Politik sehr wenig Frauen vertreten waren - wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe.
Hilde Benjamin und Margot Honecker waren wohl die einzigen Ministerinnen, die es zwischen 1953 und 1989 gab.
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