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„Erdogan trägt türkische Konflikte nach Deutschland“
Verfasst: 20.05.2014, 13:39
von Staber
Vor dem Auftritt des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan am Donnerstag in Köln wird die Kritik immer lauter. CDU-Innenpolitiker Bosbach wirft Erdogan Wahlkampf in eigener Sache vor. Unter ihm entferne sich die Türkei „mit Riesenschritten von europäischen Werten“.
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 48193.html
In einer globalisierten Welt findet Wahlkampf nicht nur in der heimischen Fußgängerzone statt.

Klar!Das wusste schon Jürgen W. Möllemann , der an spanischen Stränden unter arglosen deutschen Urlaubern luftlandete, um für die FDP zu werben.Erinnert ihr euch? Präsident, das will im August auch Erdogan werden. Und das ist schon der entscheidende Unterschied: Der Wahlkämpfer Möllemann und von mir aus auch Obama( Siegessäule Berlin) besaßen fast keine Macht, konnten sie folglich auch nicht missbrauchen. Im Gegensatz zu Erdogan, der Skandale vertuscht und Proteste dagegen niederknüppeln lässt. Das empfindet auch eine wachsende Zahl seiner Landsleute so – und das nimmt dem Hinweis, Erdogan sei doch von einer großen Mehrheit demokratisch gewählt worden, viel von seinem Gewicht.Natürlich sollte der Regierungschef eines verbündeten Landes, grundsätzlich willkommen sein. Und wenn Krawall droht? Nun, den hat man auch bei den Staatsbesuchen von Ronald Reagan oder George W. Bush in Kauf genommen. Nur: Erdogan kommt nicht, um Angela Merkel seine Aufwartung zu machen, nein – er kommt als Wahlkämpfer und Einpeitscher in eigener Sache. Und weil er zu Hause keinen einzigen Konflikt friedlich löst, wird das auch in Köln zu Krawall und Randale führen. Das ist meine feste Überzeugung!
Wie aber kommt Deutschland dazu, sich abermals einen türkischen Konflikt zu importieren? Zu gut ist noch in Erinnerung, als Ende der 90er-Jahre der Kurdenkrieg plötzlich auf deutschen Plätzen und Autobahnen stattfand, inklusive Verletzter und Toter. Nein, das brauchen wir nicht noch einmal. Erdogan hat in Köln ja schon früher heftig gegen die vermeintliche Zwangsanpassung seiner Landsleute polemisiert. Wenn er ihnen und dem deutsch-türkischen Verhältnis einen echten Gefallen tun möchte, bleibt er am Samstag am Bosporus und meidet Köln.
Re: „Erdogan trägt türkische Konflikte nach Deutschland“
Verfasst: 20.05.2014, 14:33
von AlexRE
Wie aber kommt Deutschland dazu, sich abermals einen türkischen Konflikt zu importieren?
Wieso "importieren"? Meines Wissens hat Erdogan sich selbst eingeladen und niemanden gefragt, ob seine Wahlkampfauftritte hier erwünscht sind.
Re: „Erdogan trägt türkische Konflikte nach Deutschland“
Verfasst: 20.05.2014, 16:11
von AlexRE
Na sowas, Drohnen sind in Deutschland doch gar nicht für den Flugverkehr zugelassen ...

Re: „Erdogan trägt türkische Konflikte nach Deutschland“
Verfasst: 20.05.2014, 16:26
von AlexRE
Auf Facebook gesehen:
Erdogani protesto ederken bunu unutmayin!
(Vergesst das nicht während der Proteste gegen Erdogan)

Re: „Erdogan trägt türkische Konflikte nach Deutschland“
Verfasst: 20.05.2014, 19:55
von Staber
AlexRE hat geschrieben:Wie aber kommt Deutschland dazu, sich abermals einen türkischen Konflikt zu importieren?
Wieso "importieren"? Meines Wissens hat Erdogan sich selbst eingeladen und niemanden gefragt, ob seine Wahlkampfauftritte hier erwünscht sind.
Davon war mir nichts bekannt!
Re: „Erdogan trägt türkische Konflikte nach Deutschland“
Verfasst: 20.05.2014, 20:08
von AlexRE
Staber hat geschrieben:AlexRE hat geschrieben:Wie aber kommt Deutschland dazu, sich abermals einen türkischen Konflikt zu importieren?
Wieso "importieren"? Meines Wissens hat Erdogan sich selbst eingeladen und niemanden gefragt, ob seine Wahlkampfauftritte hier erwünscht sind.
Davon war mir nichts bekannt!
Jedenfalls wurde er von keiner offiziellen deutschen Stelle eingeladen, das hier dürfte einer Selbsteinladung* sehr nahe kommen:
(...)
Eingeladen wurde er von der Union Europäisch-Türkischer Demokraten anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens, also nicht ausdrücklich zu einer Wahlkampfveranstaltung.
(...)
http://www.welt.de/regionales/koeln/art ... -fest.html
*
(...)
Die UETD gilt als Lobby-Organisation der türkischen Regierungspartei AKP.[1]
(...)
http://de.wikipedia.org/wiki/Union_Euro ... Demokraten
Re: „Erdogan trägt türkische Konflikte nach Deutschland“
Verfasst: 21.05.2014, 09:25
von Livia
AlexRE hat geschrieben:Auf Facebook gesehen:
Erdogani protesto ederken bunu unutmayin!
(Vergesst das nicht während der Proteste gegen Erdogan)


Entsetzlich was da ab geht.
Aber mal ne Frage, die Männer tragen Flip-Flops, das sind zivile Killer und keine Militärs.

Eine gestellte Position ?
Re: „Erdogan trägt türkische Konflikte nach Deutschland“
Verfasst: 21.05.2014, 10:31
von Sonnenschein+8+
Livia hat geschrieben:
Aber mal ne Frage, die Männer tragen Flip-Flops, das sind zivile Killer und keine Militärs.

Eine gestellte Position ?
gut erkannt Livia aber auch wenn die gestellt ist finde ich es schrecklich. Wenn ich die Mutter wäre von dem Kind und ich das sehen würde aber dann...
Re: „Erdogan trägt türkische Konflikte nach Deutschland“
Verfasst: 21.05.2014, 15:53
von AlexRE
Livia hat geschrieben:Aber mal ne Frage, die Männer tragen Flip-Flops, das sind zivile Killer und keine Militärs.

Eine gestellte Position ?
Ich habe das Bild aus einer deutsch-türkischen Anti-Erdogan - Gruppe auf Facebook. Ursprünglich stammt es wahrscheinlich gar nicht aus der Türkei, sondern aus dem syrischen Bürgerkrieg. Wenn man auf ein Bild mit der Maus rechts klickt, kommt weit unten die Schaltfläche "In google nach diesem Bild suchen". So habe ich die ursprüngliche Quelle gefunden:
http://www.thegatewaypundit.com/2014/04 ... -in-syria/
Re: „Erdogan trägt türkische Konflikte nach Deutschland“
Verfasst: 24.05.2014, 19:07
von maxikatze
http://web.de/magazine/nachrichten/ausl ... koeln.html
Die Polizei war mit Hundertschaften vertreten, um Zusammenstöße zwischen beiden Gruppen zu verhindern. "Aber es wird nicht einfach sein", sagte Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD) im Südwestrundfunk.
Für die Rechnung des polizeilichen Einsatzes sollten er oder diejenigen aufkommen, die ihn eingeladen haben.