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Auch Russland geht anscheinend "auf dem Zahnfleisch"

Verfasst: 11.07.2016, 16:22
von Excubitor
FOCUS online - "Dem Kreml geht das Geld aus"
http://www.focus.de/finanzen/news/neue- ... 17269.html


Kommentar
Auch Russland droht anscheinend der wirtschaftliche Kollaps. Die Westeuropäer sind nicht allein mit ihren wirtschaftlich ruinösen Verhaltensweisen. Der Bericht liefert auch eine Erklärung dafür, wieso Putin schon seit einiger Zeit militärisch stark provoziert und, wohl mehr nach innen als nach außen, Stärke demonstrieren will. Das ist ein häufig anzutreffendes Verhalten, wenn man innenpolitisch wirtschaftlich nah am Zusammenbruch steht und dient der Stabilisierung einer Unterstützung duch die eigene Bevölkerung, deren Rückhalt ansonsten durch die eigenen sich wirtschaftlich kontinuierlich verschlechternde Situation immer weiter schwindet, bis zum politischen Zerfall.

"Hexenjagd" auf Regierungsgegner an türkischen Unis

Verfasst: 11.07.2016, 16:45
von Excubitor
SPIEGEL ONLINE - " Kritik unerwünscht: Erdogan lässt türkische Unis "säubern"
http://www.spiegel.de/unispiegel/studiu ... 01485.html

Kommentar
Es scheint unausweichlich, dass Erdogan im Rahmen der europäischen Politik seine Grenzen aufgezeigt werden. Dieser Mann ist mittlerweile aufgrund seines Verhalltens in keinster Weise auch nur ein ansatzweise akzeptabler Verhandlungspartner und die Tür nach Europa muss bis zu dessen Abdanken ganz geschlossen werden. Man kann ja offen lassen, mit einem Nachfolger mögliche Verhandlungen wieder aufzunehmen.

Und schon die nächste Katastrophe? - Bankenkrise in Italien

Verfasst: 11.07.2016, 17:19
von Excubitor
Berliner Zeitung - "Kommentar: Europa steuert mit Italiens Bankenkrise auf die nächste Katastrophe zu"
http://www.msn.com/de-de/finanzen/top-s ... li=BBqg6Q9

Kommentar
Man kommt angesichts der sich häufenden Katastrophenmeldungen betreffend die europäische Politik kaum noch nach. Es scheint tatsächlich an der Zeit eine EU-Auflösung zu beratschlagen, um noch gößeren Schaden für uns abzuwenden. Bei nahezu jeder weiteren Krise wird Deutschland immer der Hauptleidtragende sein, und das kann und darf es nicht sein. Wir selbst stehen weit näher am wirtschaftlichen Abgrund als es so mancher in diesem Land wahrhaben möchte.

Re: Und schon die nächste Katastrophe? - Bankenkrise in Italien

Verfasst: 11.07.2016, 17:41
von AlexRE
Excubitor hat geschrieben:Berliner Zeitung - "Kommentar: Europa steuert mit Italiens Bankenkrise auf die nächste Katastrophe zu"
http://www.msn.com/de-de/finanzen/top-s ... li=BBqg6Q9

Kommentar
Man kommt angesichts der sich häufenden Katastrophenmeldungen betreffend die europäische Politik kaum noch nach. Es scheint tatsächlich an der Zeit eine EU-Auflösung zu beratschlagen, um noch gößeren Schaden für uns abzuwenden. Bei nahezu jeder weiteren Krise wird Deutschland immer der Hauptleidtragende sein, und das kann und darf es nicht sein. Wir selbst stehen weit näher am wirtschaftlichen Abgrund als es so mancher in diesem Land wahrhaben möchte.

Die wahre Katastrophe ist, dass trotz freier und geheimer Wahlen überall in Europa niemand dem neuen Feudalismus Einhalt gebieten kann:
150 Milliarden für die Banken ja, 100 Milliarden für sinnvolle Investitionen nein.

(...)

Das ist typisch: für ein 100-Milliarden-Programm zugunsten der Investitionen in öffentlichen und sozialen Einrichtungen und für die Reparatur der teilweise maroden Infrastruktur ist kein Geld vorhanden, weil die Schwarze Null Schäuble ihr Lebensziel retten will. Aber für die Banken soll es Geld geben. Wie 2007 und 2008 und danach. Albrecht Müller.
http://www.nachdenkseiten.de/?p=34155

Wie gehabt - die Gewinne der Zocker sind ihre Privatsache, die Verluste werden vergesellschaftet.

Und morgen nimmt die Katastrophe ihren Lauf

Verfasst: 12.07.2016, 19:42
von Excubitor
SZ.de - "Warum Theresa May keine zweite Margaret Thatcher wird"
http://www.msn.com/de-de/nachrichten/po ... ar-BBucXok

Kommentar
Kaum ist die Gute deignierte Nachfolgerin von Cameron, schon ist sie mir sauer aufgestoßen. Zunächst stellt sich einmal die Frage, wie eine bekennende Brexit-Gegnerin die Aufgaben, die nun vor ihr liegen auch nur annähernd befriedigend lösen soll. In ihren ersten Äußerungen dazu schwingt schon eine gehobene Portion Überbewertung der eigenen Fähigkeiten mit. Es scheint wieder einmal hat die Politik eine Kandidatin gefunden, die exakt die Fehler der Vorgänger nur fortsetzt und komplettiert, da nicht die Sache, um die es gehen sollte, sondern, wie in der Politik üblich, das eigene Ego der Maßstab aller Dinge zu sein scheint. Wie sonst ließe sich erklären, dass die Dame nun die einmalige sich nach britischem Recht bietende Chance auf Korrektur der Fehlentscheidung nicht nur ungenutzt lässt, sondern den Fehler auch noch entgegegn ihrer persönlichen Einstellung gutheißt (wie ein Fähnlein im Wind) und diesen auf Gedeih und Verderb weiter fortführen willl. Was schon neutralen Beobachtern nicht entgangen sein dürfte, muss ihr einfach klar sein, dass sie nun, nachdem das von feigen Opportunisten aufgehetzte britische Volk mittlerweile aufgewacht ist, definitiv gegen die tatsächliche Mehrheit der Bevölkerung handelt... Wer Fehler nicht einsieht und danach handelt passt zwar gut in die Politik als solche, ist aber als Führungspersönlichkeit einer Nation, deren Geschicke sie eigentlich leiten soll, ungeeignet, weil deren mehrheitliche Interessen nicht vertreten werden.

Re: Europa allein am Abgrund, oder globales Desaster in spe?

Verfasst: 12.07.2016, 20:09
von Staber
@ Excubitor
schon ist sie mir sauer aufgestoßen.
Ist es nicht ein bischen früh , schon gleich das " Schlachtbeil" zur Hand zu nehmen? Sie kann nicht die unzähligen Nachteile für GB wettmachen , aber sie wird die jetzige EU zwingen Farbe zu bekennen.Sie sprach über die Wohnungsnot und über den Mangel an sozialer Gerechtigkeit. Sie forderte mehr Rechte für Arbeiter und Angestellte. Multinationale Konzerne sollten dazu gezwungen werden, Steuern zu zahlen; Schlupflöcher für Steuerflüchtlinge geschlossen werden.Die von ihr aufgeführten Probleme betreffen ja nicht nur Großbritannien, sondern gelten für Gesamteuropa.
Das May als Premierministerin den Brexit umsetzten will, zeigt zumindest, dass sie den Wählerwillen respektiert.Da sind unsere Politiker/rinnen noch weit von weg.
Zitat May
"Syrische Flüchtlinge verdienten Unterstützung, sagte May – aber nicht diejenigen, die nach Europa gekommen seien, sondern jene in den Lagern im Nahen Osten. May kritisierte Merkels Entscheidung, Flüchtlinge nach Deutschland einreisen zu lassen und verteidigte die Position Londons, gerade einmal 5.000 von ihnen aufzunehmen. Und sie setzte noch einen drauf: Immigranten drückten Löhne, erklärte May, und Einwanderung führe zu "weniger Zusammenhalt" in der Gesellschaft."
Und das ist Merkels unsäglicher Politik zu verdanken, aus einem demokratisch auszutragendem Disput eine Mein Land/Dein Land-Debatte völlig sinn- und zielbefreit, außer zu spalten vom Zaun gebrochen zu haben. Wollen hoffen, das die Briten etwas mehr Glück mit ihren Konservativen haben.
Schönen AUnd das ist Merkels unsäglicher Politik zu verdanken, aus einem demokratisch auszutragendem Disput eine Mein Land/Dein Land-Debatte völlig sinn- und zielbefreit, ausser zu spalten vom Zaun gebrochen zu haben. Wollen hoffen, das die Briten etwas mehr Glück mit ihren Konservativen haben.
LG

Korruption in Osteuropa

Verfasst: 12.07.2016, 21:29
von Excubitor
SPIEGEL ONLINE - "Korruption in Osteuropa: Das Roma-Volk leidet - der Roma-Funktionär kassiert"
http://www.spiegel.de/politik/ausland/r ... 02365.html

Kommentar
Wirkich anders erwartet hat das wohl keiner mit ein wenig politischem Realismus. Die Frage ist: Hat man in Brüssel enfach nur zu lange weggesehen oder sind da vielleicht einige selbst an den asozialen Korruptionsabläufen beteiligt? Dass erst eine Summe von mehr als 16,5 Mio. Euro auflaufen musste, von der 5 Mio. veruntreut worden sein sollen, bis einer etwas geerkt hat, spricht schon eine einigermaßen derutliche Sprache, da solche Zahlungen gemeinhin nicht auf einmal getätigt werden, sondern schrittweise erfolgen.
Spätestens seit die Korruption bekannt ist, dürfte eine weitere Zahlung ohne Kontrolle, wo das Geld wirklich ankommt, eine Veruntreuung europäischen Volksvermögens sein und müsste hart und unnachgiebig geahndet werden, was dann wiederum daran scheitert, dass ja eine Krähe der anderen kein Auge aushackt, wie der Volksmund so schön treffend formuliert... Immerhin lässt schon die Einleitung des Artikels vermuten, dass nicht nur der Hauptbeschuldigte Florian Farkas allein beteiligt war...

Re: Und morgen nimmt die Katastrophe ihren Lauf

Verfasst: 14.07.2016, 22:21
von Excubitor
Excubitor hat geschrieben:SZ.de - "Warum Theresa May keine zweite Margaret Thatcher wird"
http://www.msn.com/de-de/nachrichten/po ... ar-BBucXok

Kommentar
Kaum ist die Gute deignierte Nachfolgerin von Cameron, schon ist sie mir sauer aufgestoßen. Zunächst stellt sich einmal die Frage, wie eine bekennende Brexit-Gegnerin die Aufgaben, die nun vor ihr liegen auch nur annähernd befriedigend lösen soll. In ihren ersten Äußerungen dazu schwingt schon eine gehobene Portion Überbewertung der eigenen Fähigkeiten mit. Es scheint wieder einmal hat die Politik eine Kandidatin gefunden, die exakt die Fehler der Vorgänger nur fortsetzt und komplettiert, da nicht die Sache, um die es gehen sollte, sondern, wie in der Politik üblich, das eigene Ego der Maßstab aller Dinge zu sein scheint. Wie sonst ließe sich erklären, dass die Dame nun die einmalige sich nach britischem Recht bietende Chance auf Korrektur der Fehlentscheidung nicht nur ungenutzt lässt, sondern den Fehler auch noch entgegegn ihrer persönlichen Einstellung gutheißt (wie ein Fähnlein im Wind) und diesen auf Gedeih und Verderb weiter fortführen willl. Was schon neutralen Beobachtern nicht entgangen sein dürfte, muss ihr einfach klar sein, dass sie nun, nachdem das von feigen Opportunisten aufgehetzte britische Volk mittlerweile aufgewacht ist, definitiv gegen die tatsächliche Mehrheit der Bevölkerung handelt... Wer Fehler nicht einsieht und danach handelt passt zwar gut in die Politik als solche, ist aber als Führungspersönlichkeit einer Nation, deren Geschicke sie eigentlich leiten soll, ungeeignet, weil deren mehrheitliche Interessen nicht vertreten werden.
Und Frau Theresa Mary May hat nach ihrer Ernennung zur britischen Ministerpräsidentin noch einmal kräftig nachgelegt, meinte sie doch behaupten zu müssen, ihre und die Arbeit ihrer Regierung würden nicht an den Interessen der Minderheit der Privilegierten in ihrem Land, sondern an den Interessen der Menschen des mehrheitlich "normalen" Volkes ausgerichtet... Soweit so gut. Doch sollte man niemals Versprechen geben, die man nicht zu halten in der Lage ist...
Vielleicht sollte sie sich mehr um ihre Gesundheitsprobleme kümmen, denn der Rücken wird ihr, wenn er es nicht schon tut, in Kürze oder zumindest mittelfristig, mächtige Probleme bereiten, wie ihre Körperhaltung mehrfach vermuten ließ...

Re: Und schon die nächste Katastrophe? - Bankenkrise in Italien

Verfasst: 14.07.2016, 23:22
von Excubitor
Excubitor hat geschrieben:Berliner Zeitung - "Kommentar: Europa steuert mit Italiens Bankenkrise auf die nächste Katastrophe zu"
http://www.msn.com/de-de/finanzen/top-s ... li=BBqg6Q9

Kommentar
Man kommt angesichts der sich häufenden Katastrophenmeldungen betreffend die europäische Politik kaum noch nach. Es scheint tatsächlich an der Zeit eine EU-Auflösung zu beratschlagen, um noch gößeren Schaden für uns abzuwenden. Bei nahezu jeder weiteren Krise wird Deutschland immer der Hauptleidtragende sein, und das kann und darf es nicht sein. Wir selbst stehen weit näher am wirtschaftlichen Abgrund als es so mancher in diesem Land wahrhaben möchte.
Tages-Anzeiger/ Süddeutsche Zeitung - "«Im Finanzsektor könnte es zu einer Katastrophe kommen»"
http://www.msn.com/de-de/finanzen/top-s ... lsignoutmd

Kommentar
Das muss man gut im Auge behalten, wenn man sein eigenes Erpartes, oder was davon noch übrig ist, schützen möchte.

Re: Europa allein am Abgrund, oder globales Desaster in spe?

Verfasst: 15.07.2016, 02:45
von Uel
Frau Theresa Mary May jetzt schon zu beurteilen hat für mich etwas sehr , sehr voreiliges. Des weiteren denke ich, dass die Folgen eines Brexit übermäßig von beiden Seiten (Vor- und Nachteile) überbewertet werden.

Natürlich muss die EU die Nachteile dramatisieren um anderen EU-Staaten, denen die momentane Brüssler Politik verdächtig ist, daran zu hindern, auch nur über die eigene Austrittsmöglichkeit nachzudenken.