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Re: Griechenland
Verfasst: 09.06.2015, 18:33
von AlexRE
Das ist wohl wahr ...
WIRTSCHAFT GRIECHENLAND-KRISE 17:50
Varoufakis – "Das Geld der Deutschen ist verloren
(...)
"Die Deutschen haben bereits zu viel Geld gegeben", sagte Varoufakis dem "Tagesspiegel". "Aber es ist verloren. Es ist in einem schwarzen Loch verschwunden."
Das deutsche Geld sei nämlich niemals nach Griechenland geflossen, sondern "direkt an die Banken gegangen", sagte Varoufakis. Die Bankenrettung sei als Griechenlandrettung verkauft worden.
(...)
Varoufakis wählte einen deutlichen Vergleich für die Forderungen der Gläubiger: "Das ist, als ob man eine kranke Kuh schlägt, damit sie mehr Milch gibt." Das helfe nicht, sondern bringe die Kuh um.
http://www.welt.de/wirtschaft/article14 ... loren.html
Allerdings wird die deutsche Regierung das in dieser Legislaturperiode nicht mehr zugeben und sich mindestens bis zu den Wahlen 2017 Zeit lassen, Erklärmodelle zu erdichten.
Re: Griechenland
Verfasst: 09.06.2015, 21:19
von Uel
Allerdings wird die deutsche Regierung das in dieser Legislaturperiode nicht mehr zugeben und sich mindestens bis zu den Wahlen 2017 Zeit lassen, Erklärmodelle zu erdichten.
Sie hat doch weder heute noch wird sie nach 2017 Not haben, irgend etwas zuzugeben. In Gelddingen ist die relevante Mehrheit der Wähler einfach zu blöde. Die haben geschluckt, dass die Bankenkrise in eine Staatsschuldenkrise umgetauft/umgebucht wurde, die sind so blöde, dass sie gemeinsam mit Prof. (Un)Sinn glauben, dass alle Schulden schlecht sein müssen. Die wissen nicht, dass die Schulden der Einen die Reichtümer der Andern sind. Die glaubten sogar an einen Weihnachtsmann namens Riester, obwohl der nur Wohlhabenderen sowie Banken/Versicherungen Gewinne zuschob. Die wissen wahrscheinlich noch nicht einmal, dass Banken Geld aus dem Nichts schöpfen können/dürfen ect.. Bei solch einem Bildungszustand, wieso soll man da je was zugeben müssen?
Re: Griechenland
Verfasst: 09.06.2015, 22:14
von Livia
Tsipras want vor Euro-Kollaps und legt neue Vorschläge vor
Vor einem möglicherweise entscheidenden Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel und dem französischen Staatschef François Hollande hat der griechische Regierungschef Alexis Tsipras ein Horrorszenario über den Zusammenbruch der Währungsunion gemalt.
Sollte Griechenland die Eurozone verlassen müssen, könnten Spanien oder Italien dieses Schicksal teilen. In der Folge könnte dies zum Zusammenbruch der Währungsunion führen, sagte Tsipras in einem Interview der italienischen Zeitung «Corriere della Sera». «Es wäre der Anfang vom Ende der Eurozone.» Tsipras warnte, dass die Kosten für die europäischen Steuerzahler enorm seien.
weiter lesen:
http://www.bluewin.ch/de/news/ausland/2 ... orsch.html
Re: Griechenland
Verfasst: 11.06.2015, 15:28
von Livia
Finanzministerium in Athen besetzt
Aus Protest gegen weitere Sparpläne der griechischen Regierung haben rund 200 Mitglieder der kommunistischen Gewerkschaft PAME am Donnerstagmorgen das Finanzministerium in Athen besetzt. Die Besetzer brachten ein Transparent an die Fassade des Gebäudes an.
"Wir haben genug geblutet! Wir haben genug gezahlt!", hiess es auf dem Riesentransparent, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Die Polizei griff zunächst nicht ein.
Am Nachmittag wollten die Staatsbediensteten gegen weitere Sparpläne der Links-Rechts-Regierung unter Ministerpräsident Alexis Tsipras demonstrieren.
http://www.bluewin.ch/de/news/wirtschaf ... ntens.html
Re: Griechenland
Verfasst: 15.06.2015, 10:56
von Staber
Jetzt fordert Varoufakis von Geldgebern Schuldenerlass .
Was GR braucht ist eine neue Perspektive und keine neuen Schulden.Varoufakis hat richtig erkannt, dass GR schon lange überschuldet und pleite ist. Das ist die Schuld derer , die das geraubte Geld im Ausland geparkt haben und nicht seine.Der Verkauf von Staatseigentum zu Schleuderpreisen ändert auch nichts daran. Die EU muss in GR verhindern, was in D in den 1930ern geschah: es wurde nach den letzten Strohalm gegriffen. Trotz Dawes / Young-Plan * ( viele wissen das nicht mehr ) hatte das Deutsche Reich keine Chance mehr die Versailles - Schulden loszuwerden.
*http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/oekonomie/nachrichten/dawes-und-young-plan-reparationszahlungen-auf-pump/7625204.html
Re: Griechenland
Verfasst: 15.06.2015, 13:02
von maxikatze
Staber hat geschrieben:Jetzt fordert Varoufakis von Geldgebern Schuldenerlass .
Was GR braucht ist eine neue Perspektive und keine neuen Schulden.Varoufakis hat richtig erkannt, dass GR schon lange überschuldet und pleite ist. Das ist die Schuld derer , die das geraubte Geld im Ausland geparkt haben und nicht seine.Der Verkauf von Staatseigentum zu Schleuderpreisen ändert auch nichts daran. Die EU muss in GR verhindern, was in D in den 1930ern geschah: es wurde nach den letzten Strohalm gegriffen. Trotz Dawes / Young-Plan * ( viele wissen das nicht mehr ) hatte das Deutsche Reich keine Chance mehr die Versailles - Schulden loszuwerden.
*
http://www.handelsblatt.com/politik/kon ... 25204.html
Schuldenerlasse sind keine Erfindung der Neuzeit. Sie ziehen sich durch die Menschheitsgeschichte seit der Zeit des alten Ägyptens bis in die heutige Zeit.
Der Schuldenschnitt für Griechenland ist m.M.n. längst überfällig.
Auch die Bundesrepublik wurde 1953 entschuldet.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/a ... 60131.html
Re: Griechenland
Verfasst: 18.06.2015, 12:00
von maxikatze
Re: Griechenland
Verfasst: 18.06.2015, 13:29
von Uel
Schuldenerlasse sind keine Erfindung der Neuzeit. Sie ziehen sich durch die Menschheitsgeschichte seit der Zeit des alten Ägyptens bis in die heutige Zeit.
Der Schuldenschnitt für Griechenland ist m.M.n. längst überfällig.
Auch die Bundesrepublik wurde 1953 entschuldet.
... wohl nur teilweise (Weltkrieg II ?) ... denn die Schulden wurden auch extrem gestreckt: Mein Opa musste als Bauer noch in den 70er Jahren in der BRD noch regelmäßig geringe Gebühren für die Weltkrieg I Schulden von 1918 bezahlen.
Es soll sogar Epochen gegeben haben, in denen Geld gezielt entwertet wurde, indem Münzen für ungültig erklärt wurden und die alten Münzen neu geprägt werden mussten mit einem gehörigen Wertabschlag zugunsten der jeweiligen Autorität.
Re: Griechenland
Verfasst: 18.06.2015, 17:07
von AlexRE
Historische Vergleiche hinken hier. In allen bisherigen Fällen gezielter Geldentwertung oder sonstiger Schuldenstreichung wurden Altlasten abgeschlossener Zeitabschnitte beseitigt (Kriege und ökonomische Irrwege), um den Neuanfang nicht zu belasten. Im Falle Griechenlands war die Fremdfinanzierung des Gemeinwesens aber die Ursache des wirtschaftlichen Niedergangs. Mit einem einfachen Schuldenschnitt ohne jede Bedingung läuft man also Gefahr, die Ursache fortzuschreiben und einen Neuanfang zumindest vorläufig unmöglich zu machen.
Re: Griechenland
Verfasst: 19.06.2015, 12:21
von maxikatze