Unterschriftenaktionen

Hier werden Meinungen zu erneuerbaren Energien, Fragen des Energiemarktes usw. ausgetauscht.

Unterschriftenaktionen

Beitragvon maxikatze » Do 23. Jul 2009, 10:39

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Newsletter 16/2009
Mittwoch, 22. Juli 2009 - 137.066 Abonnenten
Atomkraft blockiert Erneuerbare!
Kippt der Atomausstieg, gefährdet dies den Ausbau der Erneuerbaren Energien - und damit tausende Arbeitsplätze. Mit einem Appell wollen wir Menschen aus der Branche der Erneuerbaren motivieren, dagegen aktiv zu werden. Kennen Sie Menschen, die in der Branche arbeiten? Informieren Sie diese über den Appell!

Liebe Uta Heymann,

selbst die aktuelle Wirtschaftskrise hat das enorme Wachstum der Erneuerbaren Energien nicht beenden können. Doch jetzt ziehen dunkle Wolken auf: Wenn die neue Regierung nach der Wahl - trotz der Skandale um das AKW Krümmel und das Atommülllager Asse - den Atomausstieg kippt und weitere 20 Kohlekraftwerke bauen lässt, droht ein Stromüberangebot. Deshalb werden die Energiekonzerne alles tun, um den Ausbau der regenerativen Konkurrenz zu blockieren. Zehntausende Arbeitsplätze geraten in Gefahr.

Wir haben gemeinsam mit dem Bundesverband Erneuerbare Energien einen Appell gestartet, mit dem Unternehmer und Beschäftigte im Bereich der Erneuerbaren den Atomausstieg und einen Verzicht auf neue Kohlekraftwerke einfordern. Eine Branche mit 280.000 Beschäftigten kann die Politik kaum ignorieren!

Damit dies gelingt, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen: Kennen Sie Menschen, die in der Branche der Erneuerbaren beschäftigt sind? Oder in Zulieferbetrieben, als Berater, Installateure, Fachhandwerker, Planer und Ingenieure eng mit Unternehmen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien zusammenarbeiten?

Informieren Sie diese über die Aktion!

Sie arbeiten selbst im Bereich der Erneuerbaren Energien?

Unterzeichnen Sie den Appell!

Atom- und Kohlekraftwerke gehören nicht in einen zukunftsfähigen Energiemix. Sie können ihre Leistung nicht flexibel an die schwankende Stromerzeugung aus Sonne und Wind anpassen und verhindern, dass die Erneuerbaren einen immer größeren Anteil des Grundbedarfs an Strom erzeugen. Hierfür braucht es intelligente Technologien: Kraftwerke, die ihre Leistung flexibel an Stromerzeugung und -bedarf anpassen, verbesserte Speicherkapazitäten und dezentrale Stromnetze.

Kippt die Politik den Atomausstieg und setzt weiter auf neue Kohlekraftwerke, werden die Konzerne gegen die Erneuerbaren Front machen. Schließlich bleiben sie auf ihrem Atom- und Kohlestrom sitzen, sobald der Wind weht oder die Sonne scheint. Zielscheibe werden die gesetzlichen Regelungen sein, die den dynamischen Ausbau der Erneuerbaren ermöglichen: der Vorrang von regenerativem Strom im Netz und der garantierte Einspeisepreis. Zudem werden die Konzerne die Erneuerbaren noch stärker Schikanen beim Anschluss von Neuanlagen aussetzen - schließlich besitzen sie das Stromnetz.

Vor drei Wochen, anlässlich des 50. Geburtstags des Deutschen Atomforums, brachten wir bereits mit einer Aktion die fatalen Folgen einer Aufkündigung des Atomausstiegs auf den Punkt: Zwei Atomlobbyisten ließen die Funken fliegen und demontierten mit Flex und Vorschlaghammer eine Solaranlage. Viele Medien berichteten über die Aktion. Die Solarpanels waren übrigens als defekt ausgemustert.

Lesen Sie mehr im Blog...

Was sonst bei Campact passiert, lesen Sie wie immer im Nachrichtenteil.

Mit herzlichen Grüßen
Kerstin Schnatz

---------


1. Milch-Exportsubventionen: EU-Agrarkommissarin und Landwirtschaftsministerium antworten auf unsere Kampagne
EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer-Boell und der Parlamentarische Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium Gerd Müller haben in Briefen auf unsere Forderungen nach einem Stopp der Milchexportsubventionen reagiert. Müller hatten wir vor kurzem bei einer Aktion am Rande des "Agrar-Außenwirtschaftstages" mehr als 35.000 Unterschriften von Campact-Aktiven überreicht. Unser Kampagnenpartner Oxfam hat die Schreiben einer kritischen Prüfung unterzogen.

Lesen Sie mehr im Blog...


2. Atom: Schon 30.000 Menschen unterstützen unseren Appell
Die Debatte um die Pannenserie im Atomreaktor Krümmel bei Hamburg reist nicht ab und hat CDU/CSU und FDP völlig auf dem falschen Fuß erwischt. Auch Kanzlerin Merkel ist mittlerweile "sehr,sehr unzufrieden" mit dem Betreiber Vattenfall. Doch noch hält sie an den Plänen der Union fest, nach der Wahl den Atomausstieg zu kippen.
Fast 30.000 Menschen haben bereits mit unserem Appell von Merkel, CSU-Chef Seehofer und FDP-Chef Westerwelle verlangt, die Forderung nach einer Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke aufzugeben.

Haben Sie den Appell schon unterzeichnet?


3. Atom: Stromwechselfieber in Deutschland
Selbst Umweltminister Gabriel ruft mittlerweile die Bürger/innen dazu auf, zu Ökostrom zu wechseln. Haben Sie den Atomkonzernen schon den Rücken gezeigt? Sonst holen Sie dies gleich nach! Steigen Sie um zum Ökostrom der Elektrizitätswerke Schönau (EWS) - der bundesweit bekannten "Stromrebellen" aus dem Schwarzwald.
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Re: Unterschriftenaktionen

Beitragvon DJ_rainbow » Fr 24. Jul 2009, 08:13

Wohin soll eine Pannenserie auch abreisen? In ein anderes AKW? In eins vom Tschernobyl-Typ außerhalb der Grenzen, wo unsere lieben Anti-AKW-Fundis keine Hetzmöglichkeiten haben? *grml*

Wer mit seiner Muttersprache derartig sinnentstellenden Schindluder treibt, sollte eigenhändig den Reaktorkern abreißen müssen.

Wer nicht mal in der Lage ist, ein Propagandapamphlet orthographisch einwandfrei zu verfassen, ist für mich nicht glaubwürdig. Punkt. Aus. Ende.
In der Demokratie mästen sich Sozialisten in Parlamenten. Im Sozialismus hungern Demokraten in Zuchthäusern und Arbeitslagern.

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Re: Unterschriftenaktionen

Beitragvon AlexRE » Fr 24. Jul 2009, 12:19

DJ_rainbow hat geschrieben:Wohin soll eine Pannenserie auch abreisen? In ein anderes AKW? In eins vom Tschernobyl-Typ außerhalb der Grenzen, wo unsere lieben Anti-AKW-Fundis keine Hetzmöglichkeiten haben? *grml*

Wer mit seiner Muttersprache derartig sinnentstellenden Schindluder treibt, sollte eigenhändig den Reaktorkern abreißen müssen.

Wer nicht mal in der Lage ist, ein Propagandapamphlet orthographisch einwandfrei zu verfassen, ist für mich nicht glaubwürdig. Punkt. Aus. Ende.



Vereinzelte Rechtschreibfehler unterlaufen sogar Berufsjournalisten ab und zu, Du selbst bist auch nicht dagegen gefeit. Einen Zusammenhang mit der Glaubwürdigkeit des Autors sehe ich da wirklich nicht. Wenn der ganze Text total verhunzt und eine einzige Dokumentation von Inkompetenz des Autors wäre, würde ich das vielleicht auch so sehen, aber nicht in diesem Fall.
Der Stuttgarter OB Rommel:

Ich trete überall, wo das notwendig ist, der Meinung entgegen, der Umstand, dass die Diktatur zu allem fähig war, berechtige dazu, die Demokratie zu allem unfähig zu machen.
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Re: Unterschriftenaktionen

Beitragvon DJ_rainbow » Fr 24. Jul 2009, 12:39

AlexRE hat geschrieben:
DJ_rainbow hat geschrieben:Wohin soll eine Pannenserie auch abreisen? In ein anderes AKW? In eins vom Tschernobyl-Typ außerhalb der Grenzen, wo unsere lieben Anti-AKW-Fundis keine Hetzmöglichkeiten haben? *grml*

Wer mit seiner Muttersprache derartig sinnentstellenden Schindluder treibt, sollte eigenhändig den Reaktorkern abreißen müssen.

Wer nicht mal in der Lage ist, ein Propagandapamphlet orthographisch einwandfrei zu verfassen, ist für mich nicht glaubwürdig. Punkt. Aus. Ende.



Vereinzelte Rechtschreibfehler unterlaufen sogar Berufsjournalisten ab und zu, Du selbst bist auch nicht dagegen gefeit. Einen Zusammenhang mit der Glaubwürdigkeit des Autors sehe ich da wirklich nicht. Wenn der ganze Text total verhunzt und eine einzige Dokumentation von Inkompetenz des Autors wäre, würde ich das vielleicht auch so sehen, aber nicht in diesem Fall.


Das mag ein vereinzelter Rechtschreibfehler sein - aber einer mit Wirkung. Vergleichbar wäre, ob in "schweißen" das "w" drin ist oder nicht.

Zumal ich mich über den von der Wind-und-Sonne-Lobby diktierten Inhalt (aber ja keine Landschaftsverschandelung im eigenen Gesichtskreis!) noch gar nicht ausgelassen habe. Unabhängige, objektive Berichterstattung sähe anders aus - ich sage nur: Brent-Spar-Lüge.
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Re: Unterschriftenaktionen

Beitragvon AlexRE » Fr 24. Jul 2009, 13:05

maxikatze hat geschrieben:Unterzeichnen Sie den Appell!

Atom- und Kohlekraftwerke gehören nicht in einen zukunftsfähigen Energiemix. Sie können ihre Leistung nicht flexibel an die schwankende Stromerzeugung aus Sonne und Wind anpassen und verhindern, dass die Erneuerbaren einen immer größeren Anteil des Grundbedarfs an Strom erzeugen. Hierfür braucht es intelligente Technologien: Kraftwerke, die ihre Leistung flexibel an Stromerzeugung und -bedarf anpassen, verbesserte Speicherkapazitäten und dezentrale Stromnetze.


Ich habe schon gelesen, dass bei Kohlekraftwerken die CO 2 - Werte schlechter werden, wenn man Leistungsreserven wegen der erneuerbaren Energien vorhalten muss. Im Zusammenhang mit Atomkraftwerken war mir das bis jetzt unbekannt. Die Behauptung bedürfte zumindest einer näheren Erläuterung.
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Re: Unterschriftenaktionen

Beitragvon DJ_rainbow » So 26. Jul 2009, 11:19

Dann wollen wir mal.

maxikatze hat geschrieben:Kippt der Atomausstieg, gefährdet dies den Ausbau der Erneuerbaren Energien - und damit tausende Arbeitsplätze. Mit einem Appell wollen wir Menschen aus der Branche der Erneuerbaren motivieren, dagegen aktiv zu werden. Kennen Sie Menschen, die in der Branche arbeiten? Informieren Sie diese über den Appell!


Erneuerbare Energien (allein schon der Terminus ist eine physikalische Unmöglichkeit, vgl. den Satz von der Erhaltung der Energie) sind kein 100-%-iges Substitutionsgut zu Kohle- und Atomstrom.

Wind weht, wenn er will, nicht wenn er gebraucht wird. Bei Sonne ist es ebenso. Die einzige alternative Energieart, die aufgrund ihrer Grundlasttauglichkeit als Substitutionsgut zur Verfügung stehen könnte, ist die potentielle Energie von fließendem Wasser, als Variante davon die Nutzung der Gezeitenströmungen. Diese steht aber nicht flächendeckend zur Verfügung, sondern ist an das Vorhandensein von fließendem Wasser bzw. Gezeiten gekoppelt - und hätte dann aber auch andere negative Folgen (für Tiere oder auch die Schiffahrt).

Ansonsten ist dies ein Aufruf zu ungebremstem Egoismus, der dem Verhalten der Konkurrenz ähnlicher ist, als man kraft seiner Scheuklappen wahrhaben will. Zukunftsfähigkeit sieht zumindest für mich anders aus.

maxikatze hat geschrieben:selbst die aktuelle Wirtschaftskrise hat das enorme Wachstum der Erneuerbaren Energien nicht beenden können. Doch jetzt ziehen dunkle Wolken auf: Wenn die neue Regierung nach der Wahl - trotz der Skandale um das AKW Krümmel und das Atommülllager Asse - den Atomausstieg kippt und weitere 20 Kohlekraftwerke bauen lässt, droht ein Stromüberangebot. Deshalb werden die Energiekonzerne alles tun, um den Ausbau der regenerativen Konkurrenz zu blockieren. Zehntausende Arbeitsplätze geraten in Gefahr.


Stromüberangebot, soso. Seriöse Quelle dafür? Was wäre falsch daran - gesetzt den Fall es käme so - Stromüberschuss zu exportieren? Quelle für die zehntausende Arbeitsplätze? Platitüden, Aussagewert zero. Jedenfalls, solange keine seriösen Quellen vorliegen.

maxikatze hat geschrieben:Wir haben gemeinsam mit dem Bundesverband Erneuerbare Energien einen Appell gestartet, mit dem Unternehmer und Beschäftigte im Bereich der Erneuerbaren den Atomausstieg und einen Verzicht auf neue Kohlekraftwerke einfordern. Eine Branche mit 280.000 Beschäftigten kann die Politik kaum ignorieren!


Seriöse Quelle für die 280.000 Beschäftigten? Dem stehen im Bereich der konventionellen Energie wieviele Arbeitsplätze gegenüber? Ansonsten: Branchenspezifischer Egoismus pur, die Verbraucher kommen nicht vor.

maxikatze hat geschrieben:Damit dies gelingt, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen: Kennen Sie Menschen, die in der Branche der Erneuerbaren beschäftigt sind? Oder in Zulieferbetrieben, als Berater, Installateure, Fachhandwerker, Planer und Ingenieure eng mit Unternehmen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien zusammenarbeiten?


Ich wüsste nicht, dass ideologisch bedingte Scheuklappen und ungehemmt ausgelebter Egoismus jemals den Nutzen der Menschen gemehrt hätten.

maxikatze hat geschrieben:Atom- und Kohlekraftwerke gehören nicht in einen zukunftsfähigen Energiemix. Sie können ihre Leistung nicht flexibel an die schwankende Stromerzeugung aus Sonne und Wind anpassen und verhindern, dass die Erneuerbaren einen immer größeren Anteil des Grundbedarfs an Strom erzeugen. Hierfür braucht es intelligente Technologien: Kraftwerke, die ihre Leistung flexibel an Stromerzeugung und -bedarf anpassen, verbesserte Speicherkapazitäten und dezentrale Stromnetze.


Wer definiert einen "zukunftsfähigen Energiemix"? Die Konkurrenz der derzeitigen Anbieter, die auch nur an den Trog und an das Geld der Verbraucher wollen? Aus Altruismus und Menschenfreundlichkeit machen die das genausowenig wie die Konkurrenz.
Wer hat diesen ideologisch verblendeten Fanatikern denn den Floh ins Ohr gesetzt, dass Kohle- und Atom-KW flexibel zu sein hätten? Diese Kraftwerke liefern die Grundlast, die ein Industrieland zwingend benötigt, wenn es ein Industrieland und Exportweltmeister bleiben will! Sonne und Wind können technologisch bedingt (weil es diese Speicherkapazitäten derzeit nicht gibt!) die Grundlast nicht liefern, das können nur Kraftwerke, die unabhängig sind von den Launen der Natur! Oder ist vielleicht - ganz im Sinne des grünstalinistischen Ökodirigismus - geplant, dass gefälligst die Verbraucher ihren Strombedarf daran auszurichten haben, wann Wind weht und Sonne scheint? Oder ist gar geplant, mit 65 Jahren Verspätung den Morgenthau-Plan umzusetzen? Dann bräuchte man in Deutschland freilich keine Grundlast mehr (ausgenommen selbstverständlich für das diesmal grüne Wandlitz II, dass die großkopferten Realitätsverweigerer den Weg "Back to the Flintstones" für sich selbst mitgehen würden, erwartet wohl niemand ernsthaft).

maxikatze hat geschrieben:Kippt die Politik den Atomausstieg und setzt weiter auf neue Kohlekraftwerke, werden die Konzerne gegen die Erneuerbaren Front machen. Schließlich bleiben sie auf ihrem Atom- und Kohlestrom sitzen, sobald der Wind weht oder die Sonne scheint. Zielscheibe werden die gesetzlichen Regelungen sein, die den dynamischen Ausbau der Erneuerbaren ermöglichen: der Vorrang von regenerativem Strom im Netz und der garantierte Einspeisepreis. Zudem werden die Konzerne die Erneuerbaren noch stärker Schikanen beim Anschluss von Neuanlagen aussetzen - schließlich besitzen sie das Stromnetz.


Der garantierte Einspeisepreis ist doch Planwirtschaft pur, die zu Lasten der Verbraucher geht (zu wessen Lasten auch sonst, alles wie gehabt). Was hat sowas in einer Marktwirtschaft zu suchen?

Vorrang von regenerativem Strom hieße Bevormundung der Menschen und Ausplünderung der Verbraucher - eben Planwirtschaft. Konkurrenz belebt das Geschäft. Die grünstalinistischen Fanatiker haben insofern Recht, dass man die großen Stromkonzerne zum Wettbewerb zwingen muss - ignorieren aber, dass verbraucherfreundliche Preise nur dann entstehen können, wenn sich der Strompreis im Wettbewerb und ohne politisch-planwirtschaftliche Festlegung von Zwangspreisen (sagt da grad jemand Sprit-Preis?) bilden kann.

Himmelkruzitürken noch mal - ja, wir haben ein Endlagerproblem. Ja, wir bekommen ggf. ein Sicherheitsproblem. Diese werden aber nicht gelöst, wenn man ausschließlich dogmatisch und ideologisch agiert. Sondern nur dann, wenn man die Realität in ihrer ganzen Komplexität zur Kenntnis nimmt und als Entscheidungsgrundlage heranzieht. Schwarz-weiß-Zerrbilder taugen nicht viel. Auf allen Seiten übrigens.

Und da tun sich - zu dem bereits angesprochenen Grundlastproblem - weitere Fragen auf:
1. Selbst wenn morgen alle AKW abgeschaltet würden, löst das nicht das Endlagerproblem für den derzeit vorhandenen Atommüll. Vorschläge?
2. Ganzheitlich betrachtet, ist Deutschland ein Fliegenschiss für die Erde. Würde es also global nützen, wenn die deutschen AKW abgeschaltet werden, weltweit aber ca. 40 neu gebaut werden sollen und weitere ca. 40 in Planung sind?
3. Würde es Deutschland nützen und vor radioaktivem Fallout schützen, wenn ein GAU nicht in Deutschland passiert, sondern bspw. in Temelin oder in einem grenznahen französischen AKW?
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Re: Unterschriftenaktionen

Beitragvon maxikatze » So 26. Jul 2009, 13:45

DJ schrieb u.a. :.........
..........Und da tun sich - zu dem bereits angesprochenen Grundlastproblem - weitere Fragen auf:
1. Selbst wenn morgen alle AKW abgeschaltet würden, löst das nicht das Endlagerproblem für den derzeit vorhandenen Atommüll. Vorschläge?
2. Ganzheitlich betrachtet, ist Deutschland ein Fliegenschiss für die Erde. Würde es also global nützen, wenn die deutschen AKW abgeschaltet werden, weltweit aber ca. 40 neu gebaut werden sollen und weitere ca. 40 in Planung sind?
3. Würde es Deutschland nützen und vor radioaktivem Fallout schützen, wenn ein GAU nicht in Deutschland passiert, sondern bspw. in Temelin oder in einem grenznahen französischen AKW?

* * * *
Wenn morgen abgeschaltet werden würde, könnte man leider erst in ca 60 Jahren damit anfangen den vollständigen Rückbau der AKW in Angriff zu nehmen. Die Vorschläge , was die Entsorgung oder Endlagerung betrifft, hätten von Anfang an von den Betreibern kommen müssen. Reaktoren, die im Inneren hoch radioaktiv kontaminiert sind, können erst nach Jahrzehnten , wenn die Strahlung abgeklungen ist, zerlegt werden. Ein Grund mehr, recht bald mit den Abschaltungen anzufangen.
Würde Deutschland nicht unbedingt als einen Fliegenschiss bezeichnen. Es wird sich auch woanders durchsetzen, dass es andere Möglichkeiten der Energiegewinnung gibt. Atomstrom ist Technik von gestern , davon bin ich überzeugt, auch wenn ich mich dem Vorwurf aussetze, ich sei ein grüner Ökostalinist. Damit kann ich jedenfalls besser leben, als mit einem unsicheren Atomendlager vor der Haustür und den Wirtschaftslobbyisten, die mir glaubhaft machen wollen, wir hätten keine andere Alternative. Dass es auch profitablen Gründe sind, dass am Atomstrom festgehalten wird, bis zum geht nicht mehr, kommt dir dabei nicht in den Sinn. Ich will hier auch mal festhalten, dass die Konzerne sich salopp gesagt , bis jetzt dumm und dämlich verdienen, ohne auch nur einen nennenswerten finanziellen Beitrag zur Entsorgung geleistet zu haben.
Es wird endlich Zeit, dass abgeschaltet wird. Hier stelle ich mal einige Beispiele rein, welche Kosten auf den Steuerzahler zukommen, wenn die Betreiber weiterhin mauern :

Kernkraftwerk Stade 500.000.000 €
" Hamm-Uetrop 350.000.000 €
" Jülich 500.000.000 €
" Mühlheim Kärlich 725.000.000 €
" Obrigheim 500.000.000 €
" Greifswald u. Rheinsberg 3.000.000.000 €
Versuchsbrutreaktor Karlsruhe 309.000.000 €
Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe 2.600.000.000 €
Versuchsendlager Asse 4.000.000.000 €
Endlager Morsleben 2.200.000.000 €
Uranbergbau Wismut 6.400.000.000 €

Die Sonne wäre der grösste Energielieferant. Gemessen am Verbrauch der Erdbevölkerung, übersteigt die Leistung um das 10.000-fache. Es gibt bereits Überlegungen, wie eine regenerative Energieversorgung in der Sahara realisiert werden kann. Atomenergie war gestern, Solarenergie aus der Sahara ist Technik von morgen und keinesfalls Utopie. Es muss jetzt einfach mal Schluss sein, mit der risikoreichen Erblast Atomenergie !
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Re: Unterschriftenaktionen

Beitragvon DJ_rainbow » So 26. Jul 2009, 14:04

maxikatze hat geschrieben:DJ schrieb u.a. :.........
..........Und da tun sich - zu dem bereits angesprochenen Grundlastproblem - weitere Fragen auf:
1. Selbst wenn morgen alle AKW abgeschaltet würden, löst das nicht das Endlagerproblem für den derzeit vorhandenen Atommüll. Vorschläge?
2. Ganzheitlich betrachtet, ist Deutschland ein Fliegenschiss für die Erde. Würde es also global nützen, wenn die deutschen AKW abgeschaltet werden, weltweit aber ca. 40 neu gebaut werden sollen und weitere ca. 40 in Planung sind?
3. Würde es Deutschland nützen und vor radioaktivem Fallout schützen, wenn ein GAU nicht in Deutschland passiert, sondern bspw. in Temelin oder in einem grenznahen französischen AKW?
***
[color=#000080] Wenn morgen abgeschaltet werden würde, könnte man leider erst in ca 60 Jahren damit anfangen den vollständigen Rückbau der AKW in Angriff zu nehmen. Die Vorschläge , was die Entsorgung oder Endlagerung betrifft, hätten von Anfang an von den Betreibern kommen müssen. Reaktoren, die im Inneren hoch radioaktiv kontaminiert sind, können erst nach Jahrzehnten , wenn die Strahlung abgeklungen ist, zerlegt werden. Ein Grund mehr, recht bald mit den Abschaltungen anzufangen.


Einverstanden. Hätte, könnte, müsste ändert aber nichts daran, dass es nicht passiert ist.

Recht bald mit dem Abschalten anfangen? Wenn die Grundlast gesichert ist, gerne. Hieße beim derzeitigen Stand der Technik aber, dass mehr fossile Energieträger eingesetzt werden müssen. Sonne und Wind bringen das noch nicht - für Grünfundamentalisten, denen trotz allem die Menschen noch etwas bedeuten (die meisten davon halten ja den Homo Sapiens für einen parasitären Krankheitserreger, sich selbst natürlich nicht, Gutmenschen eben) ein klassischer Zielkonflikt.

maxikatze hat geschrieben: Würde Deutschland nicht unbedingt als einen Fliegenschiss bezeichnen. Es wird sich auch woanders durchsetzen, dass es andere Möglichkeiten der Energiegewinnung gibt. Atomstrom ist Technik von gestern , davon bin ich überzeugt, auch wenn ich mich dem Vorwurf aussetze, ich sei ein grüner Ökostalinist. Damit kann ich jedenfalls besser leben, als mit einem unsicheren Atomendlager vor der Haustür und den Wirtschaftslobbyisten, die mir glaubhaft machen wollen, wir hätten keine andere Alternative. Dass es auch profitablen Gründe sind, dass am Atomstrom festgehalten wird, bis zum geht nicht mehr, kommt dir dabei nicht in den Sinn. Ich will hier auch mal festhalten, dass die Konzerne sich salopp gesagt , bis jetzt dumm und dämlich verdienen, ohne auch nur einen nennenswerten finanziellen Beitrag zur Entsorgung geleistet zu haben.


Die Frage ist, wann es sich durchsetzen wird. Und was die deutsche Volkswirtschaft bis dahin verlieren wird, wenn wir wegen ideologisch herbeigeführter Abhängigkeit von Wind und Wetter kein Industrieland mehr sein können.

Hmm, den Wirtschaftslobbyisten traust du also nicht. Ich übrigens auch nicht - große Enttäuschung jetzt, weil ich nicht in deine Feindschublade passe? :mrgreen: Ich traue halt nur den Grünfundamentalisten ebensowenig, nämlich nicht mal soweit wie ich sie werfen kann.

Zumal man den Konzernen kaum einen Vorwurf machen kann - die nehmen das, was die Politik ihnen geboten hat und bietet. Tut die regenerative Konkurrenz ja auch - von denen hat noch keiner die wucherhaft anmutenden EEG-Vergütungen wegen Ausplünderung der Verbraucher abgelehnt. Ganz im Gegenteil - das Schreien nach noch mehr planwirtschaftlicher Kohle (direkt oder indirekt) aus den Verbrauchertaschen beherrschen die auch sehr gut.

maxikatze hat geschrieben:Es wird endlich Zeit, dass abgeschaltet wird. Hier stelle ich mal einige Beispiele rein, welche Kosten auf den Steuerzahler zukommen, wenn die Betreiber weiterhin mauern :

Kernkraftwerk Stade 500.000 €
" Hamm-Uetrop 350.000 €
" Jülich 500.000 €
" Mühlheim Kärlich 725.000 €
" Obrigheim 500.000€
" Greifswald u. Rheinsberg 3.000.000.000 €
Versuchsbrutreaktor Karlsruhe 309.000.000 €
Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe 2.600.000.000 €
Versuchsendlager Asse 4.000.000.000 €
Endlager Morsleben 2.200.000.000 €
Uranbergbau Wismut 6.400.000.000 €


Gibts dafür eine unabhängige und seriöse Quelle?

Wie gesagt - abschalten ja gerne, aber erst dann, wenn wir sie nicht mehr brauchen. Das ist derzeit nicht der Fall - es sei denn, man will Atomstrom importieren und andere das angeblich schmutzige Geschäft damit machen lassen. Oder man setzt massiv auf Kohle, aber das darf man - der Klimalüge sei Dank - auch nicht fordern.

maxikatze hat geschrieben:Die Sonne wäre der grösste Energielieferant. Gemessen am Verbrauch der Erdbevölkerung, übersteigt die Leistung um das 10.000-fache. Es gibt bereits Überlegungen, wie eine regenerative Energieversorgung in der Sahara realisiert werden kann. Atomenergie war gestern, Solarenergie aus der Sahara ist Technik von morgen und keinesfalls Utopie. Es muss jetzt einfach mal Schluss sein, mit der risikoreichen Erblast Atomenergie ! [/color]


Soweit ok. Wie weit sind gleich noch die Versuche damit? Und.... das hieße letztendlich auch, dass man sich von politischen Systemen, die noch instabiler sind als das plutokratische Russland, abhängig macht. Und es mutet auch immer etwas rassistisch und kolonialistisch an, wenn westeuropäische Gutmenschen einfach mal entscheiden, die Sahara zu nutzen, aber meinen, die dortigen Einwohner / Regierungen nicht fragen zu müssen. Aber sowas ficht ja - Ideologie derjenigen, die sich immer auf der richtigen Seite wähnen - keinen an.

Zumal das Transportproblem und der Energieverlust bei Transportwegen von etlichen tausend km ja keine Rolle spielen.....
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Re: Unterschriftenaktionen

Beitragvon maxikatze » So 26. Jul 2009, 14:37

Ich habe meine Zahlen revidiert. Sie waren z.T. zu niedrig angesetzt. Wenn ich meine Quelle angebe, wird sie , so gut kenne ich dich mittlerweile, angezweifelt. Also lasse ich das. -
- Und ja, jemand der den Fortschritt nicht erkennt und alte Technologie lobpreist, die langfristig zum Scheitern verurteilt ist, steckt in meiner Feindschublade, logisch.
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Re: Unterschriftenaktionen

Beitragvon DJ_rainbow » So 26. Jul 2009, 14:53

maxikatze hat geschrieben:Ich habe meine Zahlen revidiert. Sie waren z.T. zu niedrig angesetzt. Wenn ich meine Quelle angebe, wird sie , so gut kenne ich dich mittlerweile, angezweifelt. Also lasse ich das. -
- Und ja, jemand der den Fortschritt nicht erkennt und alte Technologie lobpreist, die langfristig zum Scheitern verurteilt ist, steckt in meiner Feindschublade, logisch.


Ich lobpreise nicht die alte überholte Atom-Technologie. Wo willst du das denn gelesen haben?

Ich habe nur etwas dagegen, dass man Hals über Kopf, ohne Rücksicht auf Verluste, ohne Sinn und Verstand - dafür einfach nur im ideologischen Gutmenschen-Wahn - mutwillig und voreilig etwas zerstört, was man hinterher evtl. bedauern würde. Weil bspw. - anders als die grüne Dogmatik es behauptet - der Strom nicht einfach so aus der Steckdose kommt, nur weil man das gerne so hätte.

Ich wehre mich letztendlich dagegen, von fundamentalistischen Gutmenschen zum ungefragt gebliebenen Versuchskaninchen gemacht zu werden. Nicht mit mir, das ist nicht mein Freiheits-Verständnis.

Bei diesem Thema wird letztendlich - wie sonst auch - der Gutmenschen-Fluch wieder zuschlagen: Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht.

Und ja, lobbyistische Quellen zweifle ich an. Immer schön - auch und gerade bei den Gutmenschen - die Frage stellen: Cui bono?
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