Japan

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Japan

Beitragvon maxikatze » Do 6. Aug 2015, 17:47

Link

Hiroshima am 6. August und Nagasaki am 8. August 1945.

Es bleibt das erklärte Ziel der Bundesregierung, eine Welt ohne Atomwaffen zu schaffen

http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Infos ... asaki.html

... und warum werden die in Deutschland gelagerten A-Waffen dann noch modernisiert?

https://de.wikipedia.org/wiki/Atombombe ... .C3.BCrfen
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Re: Japan

Beitragvon Staber » Do 6. Aug 2015, 17:53

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Re: Japan

Beitragvon Staber » Do 6. Aug 2015, 18:13

maxikatze hat geschrieben: Link

Hiroshima am 6. August und Nagasaki am 8. August 1945.

Es bleibt das erklärte Ziel der Bundesregierung, eine Welt ohne Atomwaffen zu schaffen

http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Infos ... asaki.html

... und warum werden die in Deutschland gelagerten A-Waffen dann noch modernisiert?

https://de.wikipedia.org/wiki/Atombombe ... .C3.BCrfen


Moin Maxi!
Zu deiner Frage!
Im Mai 2014 bestätigte die Bundesregierung, dass die USA mit der Modernisierung ihrer hier gelagerten Atombomben begonnen haben. Ab 2020 sei mit der Stationierung der erneuerten Waffen zu rechnen.Die Sache ist nicht nur eine Frage zwischen Deutschland und den USA, sondern eine Angelegenheit der Nato. Doch nicht alle Mitgliedsstaaten des Verteidigungsbündnisses wollen auf Atomwaffen verzichten. Sie setzen lieber weiter auf nukleare Abschreckung, auch weil Länder wie Nordkorea ihre Atompläne nicht zur Seite legen wollen. Also beschloss die Nato in einem im Mai 2012 verabschiedeten Dokument, an den Atomwaffen in Europa festzuhalten.
http://www.atomwaffena-z.info/heute/die ... zonen.html
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Re: Japan

Beitragvon AlexRE » Do 6. Aug 2015, 21:56

Von unserem thread "Grundsätzliches > Jahrestage" hierher kopiert:

06. August 1945

Die USA werfen die erste Atombombe über der japanischen Stadt Hiroshima ab:

70 Jahre Hiroshima

Gerechtfertigt? Kriegsentscheidend?

(...)

Besonders frisch waren die Erfahrungen aus den Schlachten um Iwo Jima und Okinawa. Daraus schlossen viele Militärs, dass ein Angriff auf die japanischen Hauptinseln ein Vielfaches an Toten fordern würde. Das waren Hochrechnungen, die allerdings für viele überaus plausibel klangen.

Wenn in einer solchen Situation plötzlich eine Waffe zur Verfügung steht, die eine langwierige und überaus blutige Eroberung überflüssig machen kann, ist die Versuchung groß, sie auch einzusetzen. Hinzu kam, wie man heute weiß, auch ein Element wissenschaftlicher Neugier. Nuklearwaffen waren etwas Neues. Die Wirkung der Bombe konnten Wissenschaftler zwar theoretisch berechnen. Aber der Praxistest stand noch aus.

(...)


http://www.faz.net/aktuell/politik/70-j ... 36898.html

Immerhin räumen die Mainstream - Medien heutzutage schon ein, dass da auch ein "Element wissenschaftlicher Neugier hinzukam". Nach allem, was ich über das Thema gelesen und gehört habe, fürchte ich allerdings auch ganz ohne antiamerikanische Anwandlungen, dass die "wissenschaftliche Neugier" das Hauptmotiv für den Atombombeneinsatz war, gefolgt von der Zielsetzung, die Sowjets zu beeindrucken.

Für das vorgegebene Motiv, horrende Verluste bei der Eroberung Japans zu vermeiden, bleibt da nicht mehr sehr viel Raum - zumal es zu dem fraglichen Zeitpunkt klar war, dass die japanische Regierung wahrscheinlich den Kriegseintritt der Sowjetunion zum Anlass nehmen würde, ohne Gesichtsverlust zu kapitulieren.
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Re: Japan

Beitragvon Staber » Fr 7. Aug 2015, 13:05

q Alex
"Element wissenschaftlicher Neugier hinzukam"


Eigentlich ging doch schon ein Test in Nevada/USA voraus.https://de.wikipedia.org/wiki/Nevada_Test_Site. Also sollte diese Neugierde doch dadurch befriedigt worden sein.
Operation Buster-Jangle war eine Serie von amerikanischen Kernwaffentests.Wir sollten uns erinnern, die Japaner haben den Krieg im Pazifik angefangen und mit brutaler Härte geführt, und hätten sie die „Bombe” zuerst gehabt, sie hätten sie genauso skrupellos eingesetzt. Über das Bombardement von Dresden, zweifellos ein Kriegsverbrechen ohnegleichen, wird nicht so ein Aufhebens gemacht; aber die Opfer dort waren ja N*zis, allesamt.Es gab im 21. Jh. eine ganze Reihe von Inferni. Sie begann in Verdun und an der Somme.Es hat kaum noch ein lebender Deutscher einen Begriff vom Krieg. Aufgewachsen in einer situierten Wohlstandsgesellschaft haben wir nur unsere Moral und Besserwisserei, schon mit den 68ern fing das an. Krieg bedeutet Aggression, Gewalt, Sterben, Siegen, Kameradschaft, Angst, alles von allem. Wer jemand kennt, frage Veteranen von Afghanistan, die wissen das.Ich kenne zwei! Alle anderen: Krieg ist hässlich, aber er ist wie er ist. Seien wir froh, dass die Atombomben der Amerikaner uns vor einem weiteren bisher bewahrt haben, so können wir von der Sonnenhöhe unserer pazifistischen Moral der Welt Kopfnoten geben. Angebracht wäre, einfach zu schweigen und in Demut dem Leid deren zu gedenken, die in den Kriegen fallen und sterben. Mehr steht uns nicht zu. Wir sind nicht besser als sie. Wir hatten ein lange Weile bloß Glück. Der zweite Weltkrieg ist seit 70 Jahren vorbei; er ist Geschichte, belassen wir ihn dort - zur Mahnung.
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Re: Japan

Beitragvon AlexRE » Fr 7. Aug 2015, 15:36

Wie soll denn Geschichte als Mahnung dienen, wenn man Geschichtslügen einfach so im Raum stehen lässt, während sich die Lügner als ständiges Weltgericht aufspielen und sich dem echten Gericht in Den Haag nicht stellen? :roll:
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Re: Japan

Beitragvon Staber » Fr 7. Aug 2015, 18:09

@Alex
Wie soll denn Geschichte als Mahnung dienen,


Dann sollten wenigstes die Opfer als Mahnung gelten! :roll:
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Re: Japan

Beitragvon maxikatze » So 9. Aug 2015, 17:22

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Re: Japan

Beitragvon Uel » Mo 10. Aug 2015, 00:12

Der zweite Weltkrieg ist seit 70 Jahren vorbei; er ist Geschichte, belassen wir ihn dort - zur Mahnung.

Lieber Staber,

es scheint ein frommer Wunsch zu sein, - die Mahnung. Sie kommt anscheinend bei der heutigen Mehrheit nicht mehr voll an, zu groß ist der Abstand zum Grauen im eigenen Land geworden. Auch fürchte ich, wenn einige seit frühester Kindheit täglich ihre Ballerspiele am Computer abarbeiten, dass sie sich Kompetenz in diesem Bereich für die Realität einbilden.

Dabei sollte jedem Nachdenklichen klar sein, dass in unserer hochtechnisierten und extrem arbeitsteiligen entwickelten Staaten Kriege überhaupt nicht mehr führbar sind. Selbst wenn man militärisch überlegen wäre, wären die Schäden an den Funktionsstrukturen so groß, dass man auch zum Zusammenbruch jeglicher Organisation und Versorgung verdammt wäre.

___________________________________
Interessant an den jetzigen Gedenkfeiern in Japan war die Behauptung, Japan sei damals schon in einer derart miserablen militären Situation gewesen, dass es spätestens beim Abwurf der Atombombe auf Hiroschima erledigt gewesen sei. Die Bombe auf Nagasaki absolut überflüssig gewesen sei und damit das eigentliche Kriegsverbrechen der Amerikamer war. Sie sei nur deswegen auch abgeworfen worden, weil man es als letzte Möglichkeit ansah, nach der Uran-Bombe "Little-Boy" auf Hiroschima auch die Plutonium-Bombe "Fat-Man" im realen Einsatz testen zu können. Die Einschätzung war richtig, denn sie war Gott sei Dank die letzte bisher gezündete Atombombe über bewohntem Gebiet.

PS.: General Eisenhauer, der spätere Präsident und Warner vor dem militärisch-industiellen Komplex soll gegen den Einsatz gewesen sein.
Liebe Grüße
von Uel

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Re: Japan

Beitragvon AlexRE » Mo 10. Aug 2015, 02:44

Uel hat geschrieben:PS.: General Eisenhauer, der spätere Präsident und Warner vor dem militärisch-industiellen Komplex soll gegen den Einsatz gewesen sein.


Nicht nur der. Edward Teller, die spätere Nr. 1 bei der Entwicklung der Wasserstoffbombe und 1945 noch Untergebener von Oppenheimer, hat zur Zeit der Atombombenabwürfe seinem Chef und seinen Kollegen die entscheidende Frage gestellt (das hat er jedenfalls später in einem Fernsehinterview so dargestellt): "Wenn Ihr der japanischen Führung die militärische Aussichtslosigkeit ihrer Situation demonstrieren wollt, warum schmeißt Ihr das Ding nicht in die Bucht von Tokio?"

Er hat keine Antwort bekommen, die Frage beantwortet sich aber von selbst. Eine Explosion im Wasser bietet keine wissenschaftlich brauchbaren Testergebnisse für Erkenntnisse über das damals in vielfacher Hinsicht noch unbekannte Wesen der neuen Waffentechnik.
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