Die Akte "Social Networks"

Hier wird das Problem des zunehmend mangelhaften Schutzes der Bürger vor Gewalttaten und dessen verfassungsrechtliche Relevanz erörtert. (Artikel 1 Abs. 1 Satz 2 GG)

Re: Die Akte "Social Networks"

Beitragvon Blaufusstoelpel » So 26. Jun 2011, 14:44

02.09.2010
Katja P., eine 19-Jährige aus Aying, so wurde behauptet, sei die Tierquälerin auf dem Video. Ihre Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Anschrift, ihr Alter und die Schule, die sie besucht und sogar ein Porträtfoto wurden im Netz veröffentlicht. Dabei hat Katja P. nichts mit dem dubiosen Video zu tun.

Am Donnerstag rief Katja P. die Polizei um Hilfe. Sie bekam den ganzen Tag über hunderte Anrufe. „Sie wurde beleidigt und man hat ihr mit Mord gedroht!“, sagt Polizeisprecher Peter Reichl und erklärt: „Sie ist hundert Prozent nicht das Mädchen, das auf dem Film zu sehen ist.“ Derzeit hält sich Katja P. an einem geheimen Ort auf und steht unter Polizeischutz. Doch die digitale Hetz-Kampagne kann die Polizei nicht mehr stoppen.

Die Münchner Polizei ermittelt nun wegen Beleidigung und Bedrohung und sucht den Facebook-User, der Katjas Kontaktdaten ins Netz gestellt hat.

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inh ... 13d90.html
_______

30.09.2010
Cyber-Mobber sollen Studenten in den Selbstmord getrieben haben

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0 ... 89,00.html

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26. Februar 2010 - Facebook- Gruppe rief zu Mord an finnischer Ministerin auf
Die finnische Einwanderungsministerin Astrid Thors ist über eine Internet- Gruppe einschlägigen Namens mit dem Tod bedroht worden.
Die Ministerin erstattete am Freitag Anzeige und begründete ihren Schritt damit, dass rassistische motivierte Drohschreiben im Internet nicht toleriert werden dürften. Man müsse diesbezüglich eine klare Botschaft vermitteln, so Thors.

http://www.vol.at/news/welt/artikel/fac ... 6-05194242
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Re: Die Akte "Social Networks"

Beitragvon GasGerd » Di 28. Jun 2011, 11:04

Auf gmx läuft ein thread zum wirtschaftlichen Wert von Facebook. Ich habe gerade dort geschrieben:

70 Mrd. Wert von Facebook und bei einem Börsengang 100 Mrd., weil sie mit mehr Freiheiten für Mobber, Rufmörder und sonstige Persönlichkeitsrechtsverletzer anderen sozialen Netzwerken Marktanteile abgenommen haben und jetzt Marktführer sind. Um heutzutage zu den großen Gewinnern zu gehören, muss man eben kriminell sein.


http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post ... sp=84#jump
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Re: Die Akte "Social Networks"

Beitragvon Blaufusstoelpel » Di 28. Jun 2011, 21:24

10.10.2010 - Frankreich: Jugendlicher muss wegen Polizisten-Beleidigung auf Facebook in Haft

In Frankreich hat ein Gericht jetzt zum ersten Mal eine Haftstrafe gegen einen Facebook-Kommentar ausgesprochen.
Wegen "öffentlicher Verunglimpfung eines Vertreters der Staatsmacht auf Facebook" wurde ein 19-Jähriger zu einer Gefängnisstrafe von drei Monaten verurteilt. Des Weiteren muss er noch 750 Euro Strafe zahlen.
Der junge Mann aus der Bretagne hatte sich wohl etwas zu sehr Luft gemacht, nachdem er mit Alkohol am Steuer gestoppt worden war.


http://www.shortnews.de/id/853783/Frank ... ok-in-Haft
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28. Juni 2011 - Kurioser Fall in Kärnten - Facebook-Kommentar: Vater klagt Tochter
Am Mittwoch verhandelt das Bezirkgericht Wolfsberg einen kuriosen Fall: Ein Vater hat seine Tochter wegen eines Facebook-Kommentars angezeigt.

"I vastehs a net warum unser vota des greste orschloch is wos frei umadum rennt auf dera wöt" ("Ich verstehe nicht, warum unser Vater das größte Arschloch ist, das frei auf dieser Welt herumläuft") postete die 18-Jährige auf ihrem Facebook-Profil. Der Hintergrund: Im Zuge eines langwierigen Unterhaltsverfahrens kam es zu Streitigkeiten zwischen ihr und ihrem Vater.

Wegen Beleidigung geklagt
Der Beschriebene fand diese Bemerkung ganz und gar nicht lustig und klagte seine Tochter wegen Beleidigung. Die hatte den Kommentar zwar zuvor entfernt, sich für die Äußerung aber nicht entschuldigt. Die Meldung war nur für einen beschränkten Nutzerkreis einsehbar.

In diesem Präzedenzfall wird das Wolfsberger Gericht nun klären müssen, ob Facebook-Kommentare den Tatbestand der Beleidigung im Sinne des Strafgesetzbuches erfüllen können.

http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/ ... r/32540830
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06. März 2010 12.56 Uhr, dpa/B.Z.
Mord wegen Foto auf Facebook
Ein verschmähter Liebhaber sieht auf Facebook seine Ex mit einem Neuen - und wird zum Mörder.
Mord wegen eines Fotos auf Facebook: Das Bild seines Nebenbuhlers im Internet hat einen verschmähten Liebhaber aus der Karibik so in Rage gebracht, dass er sich in ein Flugzeug nach London setzte und dort seine Ex-Freundin umbrachte.

http://www.bz-berlin.de/aktuell/welt/mo ... 59955.html
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13.05.2011
20 Gymnasiastinnen Opfer von Porno-Mobbing im Internet

Konz (dapd). Rund 20 Schülerinnen des Gymnasiums in Konz (Kreis Trier-Saarburg) sind im Internet mit pornografischen Bildmontagen gemobbt worden.
Ihre beim sozialen Netzwerk Facebook eingestellten Fotos wurden von einem Unbekannten heruntergeladen und durch Nachbearbeitung mit pornografischen Details versehen, wie eine Sprecherin der Polizei am Freitag auf dapd-Anfrage sagte. Anschließend machte der Täter die Bilder auf einer Facebook-Seite öffentlich.

Der Sprecherin zufolge wurden die Internetfirmen, auf deren Rechnern sich die Bilder befinden, von der Polizei kontaktiert. Die Unternehmen befänden sich aber im Ausland, was die Arbeit der Ermittler erschwere.

http://news.de.msn.com/panorama/panoram ... =157479527
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24. Juni 2010
Facebook-Mobbing: 41 Anzeigen
Belästigungen, Drohungen und Nötigungen via Facebook oder Chat-Programme werden im Kanton Zürich immer häufiger registriert.

In 41 Fällen wurde das Mobbing im letzten Jahr so gravierend, dass die Betroffenen bei der Polizei Anzeige erstattet haben.

http://www.20min.ch/news/zuerich/story/12754222
______________

22. Juni 2011
Dass falsche Profile erstellt werden, sei „relativ häufig“ der Fall, sagt Andreas Mayer vom LKA, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Auch die Verbraucherzentrale wird immer mehr von Geschädigten konsultiert. „Uns erreichen regelmäßig Anfragen zu Identitätsdiebstahl“, bestätigt Christian Goller, Jurist der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Zuständig sei man aber nicht: „Das sind in alle Regel Fälle für Polizei und Strafgerichte.“ Auch dort fließen die Anfragen nicht in eine Statistik ein.

Sollte die Kripo feststellen, dass Guido Tills Fälschung, im Fachjargon Fake genannt, strafrechtlich belangt werden muss, können dessen Daten über Facebook festgestellt werden. Er müsse dann vermutlich mit einer Geldstrafe rechnen, sagt Andreas Mayer. Es gibt aber wesentlich dreistere Täter, die ihre Opfer zur Verzweiflung bringen. Cyber-Mobbing heißt das Stichwort. Die Täter verbreiten anonym Unwahrheiten etwa über Mitschüler, die dann auch real gemobbt oder ausgelacht werden. Auch gab es Fotomontagen, bei denen Köpfe auf Porno-Bilder montiert wurden oder Personen zusammengebastelt werden, die nicht zusammen waren.

Einige Opfer sollen so beschämt gewesen sein, dass sie sich zum Suizid entschlossen. Doch auch wesentlich harmlosere Einträge können bei der Karriere schaden. Antje Spoddig-de Boer sagt, sie sei vor allem deshalb bei Facebook, um zu sehen, mit wem ihre Tochter dort zu tun hat. „Die ist jetzt in der achten Klasse und denkt bestimmt nicht daran, dass manches ihr später bei Bewerbungen schaden kann.“ Seit Montag ist der OB in Göppingen aber nicht mehr allein mit seinem Problem: Auch Helge Thiele, Redakteur der Neuen Württembergischen Zeitung/Göppinger Kreisnachrichten, taucht jetzt ungewollt in Facebook auf. Er will das keinesfalls hinnehmen und sich auch nicht bei Facebook anmelden. Sein Arbeitgeber prüft jetzt rechtliche Schritte. Thiele: „Das Internet ist zweifellos eine große Errungenschaft, aber leider auch eine Plattform für feige Menschen.“


http://www.stuttgarter-nachrichten.de/i ... d5886.html
________________
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Re: Die Akte "Social Networks"

Beitragvon Blaufusstoelpel » Di 28. Jun 2011, 21:52

Für üble, wiederholte Beschimpfungen sieht das Gesetz bis zu 90 Tagessätze vor – egal, ob auf der Strasse oder im Netz. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum.

Was kann passieren, wenn man unter einem Fantasienamen beleidigt?
Das ändert nichts an der Tat. Die Behörden haben die Möglichkeit, die Person via IP-Adresse ausfindig zu machen.
Noch schlimmer sind so genannte Fake-IDs, wo man eine andere Person spielt und noch herabsetzende Bilder hochlädt:
Wegen Verleumdung kann dies mit bis zu drei Jahren geahndet werden.

http://www.schmid-federer.ch/pdf/20cy.pdf
_________

Tatort: Soziale Netzwerke
Die häufigsten Arten von Cyber-Mobbing

Netzwerk-Mobbing

Das Opfer erhält beleidigende Einträge („Postings“) auf seiner Profilseite. Häufig werden sogar Gruppen oder Clans gegründet, nur um das jeweilige Opfer zu diffamieren.

Foto- und Video-Mobbing

Die übelste Mobbing-Methode mit weltweiter Verbreitung: peinliche Fotos und Videos bei Youtube & Co. hochladen. Häufig wird das Opfer während der Aufnahme beleidigt oder sogar verprügelt.

Verstecktes Mobbing

Mit wenigen Mausklicks erstellen Mobber ein Online-Tagebuch („Blog“) oder eine normale Internetseite, auf der sie ihr Opfer beleidigen, bedrohen und demütigen. Den Link zur Internetseite verbreiten sie dann auf den Pinnwänden sozialer Netzwerke wie Facebook.

http://www.computerbild.de/fotos/Die-ha ... 30790.html
Blaufusstoelpel
 

Die Akte "Social Networks": Aktuelle Gefahren

Beitragvon Excubitor » Sa 2. Jul 2011, 15:27

Hier eine aktuelle, nicht zu unterschätzende Gefahr, die von sozialen Netzwerken ausgeht:

Auch seitens Scientology hat man anscheinend dort schon seine Netze ausgeworfen...

AlexRE hat geschrieben:Von einem Teilnehmer des privaten Forums gestern veröffentlicht:

bayanon hat geschrieben:Der Verfassungsschutz warnt:

Gefahr für User der sozialen Netzwerke wie Facebook und Co.!

Tarnvereine der gefährlichen Psychosekte sind dort aktiv.
Scientologen melden sich mit harmlos klingenden Nicks an,
um User, besonders junge Leute in ihre Fänge zu locken.

Aus dem
Verfassungsschutzbericht des Landes Nordrhein-Westfalen über das Jahr 2010:
"Dass ‘Scientology’ nicht nur unter offizieller Bezeichnung auftritt,
sondern auch über Tarnorganisationen
Mitglieder wirbt, haben viele Bürgerinnen und Bürger
unseres Landes schon einmal gehört.
Wenige haben sich allerdings die Namen
dieser Tarnorganisationen gemerkt.
Und nur die Wenigsten wissen etwas über das neueste
Werbungs- und Ansprachemedium der Organisation, das Internet,
und darüber, wie ‘Scientology’ dieses für seine Manipulationen ständig nutzt.

Videoplattformen als Werbemedium für „Jugend für Menschenrechte“
sowie „Sag nein zu Drogen – sag ja zum Leben“

(...)
Treffen Kinder und Jugendliche, z.B. auf der Suche nach Materialien
für ein Referat, auf den Kanal
„Deine Menschenrechte“, finden sie folgende Erläuterung:

„In dem Menschenrechte Video Kanal „Deine Menschenrechte“ möchte
Jugend für Menschenrechte die wichtige Botschaft der Menschenrechte
in einer jugendgerechten Form präsentieren und so auch besonders
jüngeres Publikum für diese Thematik
interessieren – so dass diese sich in ihrem täglichen Leben
(hier in Deutschland) für ihre Rechte
und die Rechte anderer einsetzen und ihnen dadurch helfen
wertvolle Verfechter bei der Förderung
von Toleranz und Frieden zu werden.“
Die Passage endet mit dem Aufruf: „Hilf mit!“ – ein Aufruf, der
inhaltlich nicht zu beanstanden ist,
der vielmehr dem Grundgedanken unserer Verfassung entspricht.

Zur Verstärkung dieses Appells gibt es abrufbare Videos,
die die 30 Menschenrechte der UN Menschenrechtscharta verdeutlichen.

Jedem Menschenrecht ist dabei ein Video zugeordnet. Die professionell
produzierten Kurzclips richten sich schwerpunktmäßig an Jugendliche.
Diese werden vor allem dadurch angesprochen,
dass junge Menschen die Hauptrollen darin spielen. Es sind Szenen
aus dem alltäglichen Leben, in denen Menschen
Ungerechtigkeit widerfährt. Szenen, in denen aber
dann letztlich durch beharrlichen Einsatz jugendlicher Protagonisten
die Gerechtigkeit siegt und anschließend
wiederum Jugendliche – mit großem Sendungsbewusstsein – erstaunte
Erwachsene über ihre Menschenrechte aufklären.

Dazu hat die Betreiberin „Youth for human rights“
(„Jugend für Menschenrechte“) zeit- und zielgruppengerecht
ein eigenes Musikvideo namens „United“ auf Youtube eingestellt.
Auch hier kämpfen Jugendliche,
denen Unrecht widerfährt, gewaltfrei für mehr Gerechtigkeit.
Das Video unterscheidet sich
in seiner professionellen Machart nicht von anderen täglich
auf Musiksendern wie MTV oder VIVA
laufenden Produktionen.

Auf diese Videos trifft man nicht nur, wenn man gezielt
„Jugend für Menschenrechte“ eingibt, man wird
vielmehr auch dorthin geführt, wenn man bedeutende
internationale Organisationen anklickt.
(...)

Eine ähnlich gestaltete Kampagne der ‘Scientology Organisation’
trägt den Namen „Sag nein zu Drogen
– sag ja zum Leben“. Auch hier unterhält ‘Scientology’ auf
Youtube den Kanal „Keine Drogen“.
Wiederum sind professionell gestaltete Clips eingefügt,
die sich gezielt an Jugendliche richten und vor
der Einnahme von Drogen warnen.
Auch wird auf die Homepage der Bewegung „Sag nein zu Drogen
– sag ja zum Leben“ verwiesen, wo man sich Material – auch für
den Schulunterricht – bestellen kann.
Ein sinnvolles Anliegen, diente es nicht lediglich als Vorwand,
um jugendliche Kunden für das System
‘Scientology’ zu werben.

Social Networks als Medium direkter Kontaktanbahnung

Aber ‘Scientology’ betätigt sich nicht nur auf Videoplattformen wie Youtube
oder der ähnlich gestalteten
Plattform MyVideo, sondern nutzt darüber hinaus alle
Möglichkeiten, im Internet zu manipulieren
und Kontakte anzubahnen.

In den Medien wird in jüngster Zeit regelmäßig der
blauäugige Umgang von Nutzern mit den eigenen
persönlichen Daten im Internet problematisiert.
In sogenannten Sozialen Netzwerken (Social Networks)
geben sie häufig nicht nur Name und E-Mail-Adresse,
sondern auch Hobbys, Vorlieben,
Freundeskreis und vieles mehr preis.
Das größte und bekannteste dieser Sozialen Netzwerke ist das
Internetportal Facebook.
In Facebook tummeln sich weltweit ca. 500 Millionen Benutzer.
In Deutschland sind es alleine über 12 Millionen, die dort mehr
oder weniger viel von ihrer Person offen legen.

Diesen Datenfundus weiß auch die ‘Scientology Organisation’ für
sich zu nutzen.
Sowohl mit offenen als auch verdeckten Nutzerprofilen
geht ‘Scientology’ in Sozialen Netzwerken auf Kundenfang.

Wie Gespräche mit zahlreichen Nutzern zeigten, wissen diese oftmals nicht,
dass hinter dem neuen Freund oder der gut klingenden
Tarnorganisation ‘Scientology’ steckt. Ist der vertrauensvolle Kontakt
erst einmal hergestellt, ist es für ‘Scientology’ ein leichtes,
den neuen Kunden immer weiter in die auf
Abhängigkeit ausgerichteten Angebote der Organisation hineinzuziehen.
(...)

Die intensive Beobachtung Sozialer Netzwerke durch ‘Scientology’
zeigt sich auch darin, dass die
Organisation technische Schwachstellen eines Portals sofort ausnutzt.
Als im Februar 2010 durch einen technischen Defekt kurzfristig
über 100 Millionen Datensätze von Benutzern bei Facebook frei
verfügbar waren, gehörte die ‘Scientology Organisation’ zu den ersten Usern,
die sich diese herunter geladen hatten.
(...)

Homepages, Blogs, Foren und Wissensdatenbanken als Medium für Werbung
und Manipulation

(...)
Auch Blogs und Foren sind mittlerweile für viele eine willkommene
Möglichkeit, Meinungsmache zu
betreiben. So erstaunt es nicht, dass auch ‘Scientology’ dieses Medium nutzt.
Sobald ein scientologykritischer Artikel in der
Internetausgabe einer Zeitung erscheint,
wird dieser in kürzester Zeit durch viele
augenscheinlich neutrale User
mit eigenen Beiträgen diskreditiert.

In Wirklichkeit handelt es sich
aber nicht etwa um neutrale Personen,
die einfach ihre Meinung zu diesem Artikel kundtun.
Hinter einer solchen Aktion verbergen sich Scientologen,
die sich gezielt und ohne ihre Mitgliedschaft offenzulegen,
negativ äußern.

Damit soll beim Leser der Eindruck erzeugt werden, der größte
Teil der Gesellschaft
stünde ‘Scientology’ nicht kritisch gegenüber und würde sich ganz
im Gegenteil über einen
scientologykritischen Artikel empören."

http://www.im.nrw.de/sch/doks/vs/Verfassungsschutzbericht_2010_presse.pdf

"Scientology-Gefahr für jeden"-Allgemeine Infos und Links:
http://anon123.blog.de/


Quelle:
http://84967.webhosting23.1blu.de/ggakt ... f=66&t=490
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Krisen-Treffen in Düsseldorf

Beitragvon Excubitor » Mo 4. Jul 2011, 17:11

Man scheint dabei zu sein, sich auf politischer Ebene wieder einmal bestens in eine Lage zu bringen, in welcher man sie als Bürger nicht mehr wirklich ernst nehmen kann. Wie aus RTL II-Nachrichten zu erfahren war soll am Dienstag in Düsseldorf ein Treffen hochrangiger Politiker, beispielsweise der Landesregierung NRW, mit Vertretern der Ordnungs- und Sicherheitsbehörden und Vertretern des Facebook-Netztwerks in Sachen der "Facebook-Party-Seuche" stattfinden.
Dabei soll man den Facebook-Verantwortlichen angeblich den Vorschlag machen wollen, einen "Party-Alarm" auf dem Netztwerk zu installieren, bei dem bei einem solchen Vorhaben die Polizei am jeweiligen "Veranstaltungsort" informiert wird.
Bei allem möglichen Nutzen, den so etwas eventuell haben könnte, geht die ganze Aktion damit doch erheblich in Richtung nicht wirklich ernst genommen werden zu können. Anstatt die Verantwortlichen von facebook, die ihre Plattform anscheinend zur Verfügung stellen, ohne nennenswert gegen dort stattfindende mutmaßlich kriminelle Handlungen vorzugehen (s.o. andere Beiträge), in die Pflicht zu nehmen und bei Zuwiderhandlung auch denen empfindliche Konsequenzen angedeihen zu lassen, beschränkt man sich anscheinend darauf den zumindest Mitverantwortlichen gegenüber eine Bittstellerhaltung einzunehmen. Wer soll solche politisch Verantwortlichen, sollte das tatsächlich so eintreffen, noch ernst nehmen?
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Re: Die Akte "Social Networks"

Beitragvon Blaufusstoelpel » Fr 8. Jul 2011, 08:06

Video: "Erschreckend: Immer mehr Pädophile bei Facebook"
http://www.rtl.de/cms/information/punkt ... orter.html
:evil:
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Re: Krisen-Treffen in Düsseldorf

Beitragvon Excubitor » Fr 8. Jul 2011, 15:54

Excubitor hat geschrieben:Man scheint dabei zu sein, sich auf politischer Ebene wieder einmal bestens in eine Lage zu bringen, in welcher man sie als Bürger nicht mehr wirklich ernst nehmen kann. Wie aus RTL II-Nachrichten zu erfahren war soll am Dienstag in Düsseldorf ein Treffen hochrangiger Politiker, beispielsweise der Landesregierung NRW, mit Vertretern der Ordnungs- und Sicherheitsbehörden und Vertretern des Facebook-Netztwerks in Sachen der "Facebook-Party-Seuche" stattfinden.
Dabei soll man den Facebook-Verantwortlichen angeblich den Vorschlag machen wollen, einen "Party-Alarm" auf dem Netztwerk zu installieren, bei dem bei einem solchen Vorhaben die Polizei am jeweiligen "Veranstaltungsort" informiert wird.
Bei allem möglichen Nutzen, den so etwas eventuell haben könnte, geht die ganze Aktion damit doch erheblich in Richtung nicht wirklich ernst genommen werden zu können. Anstatt die Verantwortlichen von facebook, die ihre Plattform anscheinend zur Verfügung stellen, ohne nennenswert gegen dort stattfindende mutmaßlich kriminelle Handlungen vorzugehen (s.o. andere Beiträge), in die Pflicht zu nehmen und bei Zuwiderhandlung auch denen empfindliche Konsequenzen angedeihen zu lassen, beschränkt man sich anscheinend darauf den zumindest Mitverantwortlichen gegenüber eine Bittstellerhaltung einzunehmen. Wer soll solche politisch Verantwortlichen, sollte das tatsächlich so eintreffen, noch ernst nehmen?


Zu meinem vorgenannten Beitrag habe ich heute einmal die Pressemitteilungen der Landesregierung NRW seit dem 05.07.2011, also dem Datum des vereinbarten Treffens durchgesehen, und siehe da, die Situation wird, unterstellt ein solches Treffen hätte stattgefunden, anscheinend totgeschwiegen; bis jetzt absolut nichts zu dem Thema... Das ließe tief blicken, wie ich meine, wenn sich da nicht bald eine Stellungnahme anfinden sollte.
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Re: Die Akte "Social Networks"

Beitragvon Excubitor » Fr 8. Jul 2011, 16:01

Blaufusstoelpel hat geschrieben:Video: "Erschreckend: Immer mehr Pädophile bei Facebook"
http://www.rtl.de/cms/information/punkt ... orter.html
:evil:


Noch ein Grund harte Beschränkungen und Kontrollen für sogenannte (mutmaßlich teilweise a)soziale Netzwerke einzuführen, und das schnellstens...

Grundsätzlich wäre dieses Problem und viele andere sehr einfach zu lösen, indem man, unabhängig von Konsequenzen für Betreiber derartiger Netzwerke, nur noch identitätskontrollierte Anmeldungen auf solchen Netzwerken zulässt, bzw. dies gesetzlich vorschreibt und ansonsten das Netztwerk schließt. Ende des Problems, da jeder Kriminelle damit unproblematisch zu ermitteln wäre.
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Re: Die Akte "Social Networks"

Beitragvon Excubitor » Mi 13. Jul 2011, 14:20

Da das gut, oder eigentlich sogar besser in diesen Strang passt, habe ich das einmal aus dem Unterforum "Persönlichkeitsrecht und Medien" hierher kopiert und zitiert:

AlexRE hat geschrieben: #editiert#

Das Zitat auf dem anderen thread war ein Irrtum meinerseits.

Alex


Genau darum geht es auch in diesem Strang: Die Mitverantwortung der Plattformbetreiber an dem dortigen Geschehen aufzuzeigen und herauszustellen, sowie darüber hinaus die politisch Verantwortlichen, welche anscheinend derartiges entgegen ihren rechtsstaatlichen Verpflichtungen zulassen, tatsächlich konsequent in die Verantwortung zu nehmen, bzw. nehmen zu lassen...
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