Afrika

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maxikatze
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Re: Afrikas Probleme

Beitrag von maxikatze »

Fünf Jahrzehnte nach dem Ende der Kolonisation sollte der Kontinent in der Lage sein, Eigenverantwortung zu übernehmen und sich nicht nicht auf die Spenden der westlichen Industrieländer verlassen. Wenn Diktatoren das Land regieren, gehören staatliche Gelder für Entwicklungshilfe erst recht abgeschafft. Sonst pampern wir in 200 Jahren den Kontinent immer noch. Also Schluss damit! Auch haben die zahlreichen Hilsorganisationen in diesem Zeitraum so gut wie nichts erreicht.

Es würde mich ganz allgemein interessieren, wie hoch das Budget der Entwicklungshilfe ist und wie zielgerichtet sie in den Ländern eingesetzt werden oder ob sich korrupte Regierungschefs daran bereichern.

>>"Es wird uns nichts anderes übrig bleiben, als Afrika zu sagen: Werdet erwachsen – und übernehmt Verantwortung für euch selbst. Asien gelingt es, Amerika gelingt es, Russland gelingt es und uns auch – ihr bekommt das auch hin."<<
https://dushanwegner.com/seenotrettung- ... GiLviznHWE
Wir wissen, sie lügen.
Sie wissen, dass sie lügen.
Sie wissen, dass wir wissen, dass sie lügen.
Wir wissen, dass sie wissen, dass wir wissen, dass sie lügen.
Und trotzdem lügen sie weiter.

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AlexRE
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Re: Afrika

Beitrag von AlexRE »

Jetzt macht ausgerechnet das demokratische und christliche Uganda in Sachen Homosexuellenverfolgung islamistischen Diktaturen Konkurrenz, und zwar bis hin zur Todesstrafe:

https://web.de/magazine/politik/hass-ho ... a-38002152

Wo religiöse Fanatiker Oberwasser bekommen, sind sie überall gleich mörderisch. Da gibt es kaum einen Unterschied zwischen Christen und Islamisten. :evil:
Der Stuttgarter OB Rommel:

Ich trete überall, wo das notwendig ist, der Meinung entgegen, der Umstand, dass die Diktatur zu allem fähig war, berechtige dazu, die Demokratie zu allem unfähig zu machen.
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Staber
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Re: Afrika

Beitrag von Staber »

Moin!
Analysten sehen darin ein politisches Instrument der Präsidentenfamilie, von den wirklichen Problemen des Landes gezielt abzulenken.
Das sind wieder Folgen erschütternder (Erz)konservativer Politikstil wie man ihn in vergleichbarer Ausprägung überall findet; Identitäre Themen (Sexismus, Rassismus, Schauvinismus Religionskonflikte, Stadt - Landkonflikte, Man- Fraukonflikte, Generationskonflikte, usw. usw.), auf die Agenda setzen, damit die ganz realen Probleme wie soziale Ungleichheit, Umwelt- und Klimakatastrophe in den Schatten gestellt werden - das wird bei den Republikanern in USA ,wie bei Putin in Russland, wie bei Tories in England, damals mit Bolsonaro in Brasilien, Erdogan in der Türkei und - Hand aufs Herz - auch bei CDU mit Leuten wie Merz, Seehofer und Co, praktiziert.
Eine Träne zu trocknen ist ehrenvoller als Ströme von Blut zu vergießen.
Lord George Gordon Noel Byron
Gesund bleiben !
Gruß Staber
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AlexRE
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Re: Afrika

Beitrag von AlexRE »

Nach dem Putsch im Niger werden die strategischen Spielräume Putins in der Sahelzone immer größer:

https://www.welt.de/politik/ausland/vid ... rufen.html
Der Stuttgarter OB Rommel:

Ich trete überall, wo das notwendig ist, der Meinung entgegen, der Umstand, dass die Diktatur zu allem fähig war, berechtige dazu, die Demokratie zu allem unfähig zu machen.
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Sonnenschein+8+
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Re: Afrika

Beitrag von Sonnenschein+8+ »

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=seBPQcaybKg[/youtube]
Bin ich zu bunt für euch, seid ihr zu braun.
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maxikatze
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Re: Afrika

Beitrag von maxikatze »

Screenshot 2025-02-09 at 09-13-42 Posterlounge Poster Jazzberry Blue Afrika-Karte Wohnzimmer Digitale Kunst Print.png
Nur noch Krisenherde auf der Erde. :|
https://www.zeit.de/politik/ausland/202 ... nahme-goma
Die Miliz M23 kontrolliert nach eigenen Angaben die größte Stadt im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Den Soldaten der Regierung stellte sie ein Ultimatum.
Es handelt sich dabei um die Millionenstadt Goma, die an der Grenze zu Ruanda liegt.
M23 ist ein Zusammenschluss mehrerer Gruppen, bestehend aus hauptsächlich den Tutsi aus Ruanda. Auch Hutu sind unter den Militanten.
Wir wissen, sie lügen.
Sie wissen, dass sie lügen.
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Staber
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Re: Afrika

Beitrag von Staber »

maxikatze hat geschrieben:
Screenshot 2025-02-09 at 09-13-42 Posterlounge Poster Jazzberry Blue Afrika-Karte Wohnzimmer Digitale Kunst Print.png
Nur noch Krisenherde auf der Erde. :|
https://www.zeit.de/politik/ausland/202 ... nahme-goma
Die Miliz M23 kontrolliert nach eigenen Angaben die größte Stadt im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Den Soldaten der Regierung stellte sie ein Ultimatum.
Es handelt sich dabei um die Millionenstadt Goma, die an der Grenze zu Ruanda liegt.
M23 ist ein Zusammenschluss mehrerer Gruppen, bestehend aus hauptsächlich den Tutsi aus Ruanda. Auch Hutu sind unter den Militanten.
Moin Maxi!
Die Konflikte in diesem Gebiet gibt es schon seit den 90ern und teilweise sogar davor. Wahrscheinlich starben dabei mehr Menschen als in allen anderen Kriegen seit dem Ende des Ost-West-Konflikts. Es ist umso erschütternder, wenn man bedenkt, dass die Mehrheit der Menschen im Ostkongo nie wirklich Frieden erlebt hat. Leider hat auch in diesem Fall die "Weltgemeinschaft" versagt.
Man sollte in Europa mal wieder darüber nachdenken, aktiv in eine Art Interventionspolitik einzutreten um in Afrika für stabile Verhältnisse zu sorgen. Die Afrikaner selbst sind dazu offensichtlich nicht in der Lage.,
Bevor hier jetzt einige aufschreien, sollte man sich die Alternativen überlegen. Intervention von Russland oder China und ob damit das Morden, Foltern und Vertreiben aufhören würde, ist fraglich. Unsichere Verhältnisse begünstigen auch Migration.
Eine Träne zu trocknen ist ehrenvoller als Ströme von Blut zu vergießen.
Lord George Gordon Noel Byron
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Gruß Staber
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AlexRE
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Re: Afrika

Beitrag von AlexRE »

Staber hat geschrieben:Man sollte in Europa mal wieder darüber nachdenken, aktiv in eine Art Interventionspolitik einzutreten um in Afrika für stabile Verhältnisse zu sorgen. Die Afrikaner selbst sind dazu offensichtlich nicht in der Lage.,
Bevor hier jetzt einige aufschreien, sollte man sich die Alternativen überlegen. Intervention von Russland oder China und ob damit das Morden, Foltern und Vertreiben aufhören würde, ist fraglich. Unsichere Verhältnisse begünstigen auch Migration.
Von Russland sind in der nächsten Zeit keine großartigen afrikanischen Abenteuer zu erwarten. Die russischen Kräfte sind in der Ukraine so stark gebunden, dass Putin nicht einmal seinen besten Freund Assad retten konnte. Das ist den afrikanischen Regierungen nicht entgangen. Dazu kommt auch noch, dass die Ukrainer überall dort auftreten, wo eine Regierung russische Unterstützung erhält, und deren Feinde mit Waffen und Militärberatern beglücken:

https://home.1und1.de/magazine/politik/ ... t-40639366

Afrikanische Despoten müssen sich also überlegen, ob sie sich mit den Chinesen einlassen oder erneut mit ihren "alten Freunden" aus Europa und den USA ins Geschäft kommen wollen.
Der Stuttgarter OB Rommel:

Ich trete überall, wo das notwendig ist, der Meinung entgegen, der Umstand, dass die Diktatur zu allem fähig war, berechtige dazu, die Demokratie zu allem unfähig zu machen.
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