Obdachlosigkeit und ihre Folgen

Wie dem Einleitungstext unserer Seite zu entnehmen ist, sind die wesentlichen Aussagen des Artikel 3 GG für uns absolut unverhandelbar. Dieses Unterforum betrifft also unser Kernprogramm.

Re: Obdachlosigkeit und ihre Folgen

Beitragvon AlexRE » Di 30. Jan 2018, 15:49

Echt? Sind das die Software - Millionäre und - Milliardäre mit den sozial verantwortungsvollen Zukunftsvisionen?

Der Tag

Roboter vertreiben Obdachlose im Silicon Valley

(...)

Dafür fahren die Roboter einen bestimmten Bereich ab, halten neben Obdachlosen und erzeugen dann äußerst penetrante und unangenehme Geräusche. Google, Uber und Microsoft sollen zu den Kunden zählen.

(...)


https://www.n-tv.de/der_tag/Roboter-ver ... 57267.html
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Ich trete überall, wo das notwendig ist, der Meinung entgegen, der Umstand, dass die Diktatur zu allem fähig war, berechtige dazu, die Demokratie zu allem unfähig zu machen.
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Re: Obdachlosigkeit und ihre Folgen

Beitragvon Livia » Di 30. Jan 2018, 17:43

AlexRE hat geschrieben:Echt? Sind das die Software - Millionäre und - Milliardäre mit den sozial verantwortungsvollen Zukunftsvisionen?

Der Tag

Roboter vertreiben Obdachlose im Silicon Valley

(...)

Dafür fahren die Roboter einen bestimmten Bereich ab, halten neben Obdachlosen und erzeugen dann äußerst penetrante und unangenehme Geräusche. Google, Uber und Microsoft sollen zu den Kunden zählen.

(...)


https://www.n-tv.de/der_tag/Roboter-ver ... 57267.html


Das finde ich entsetzlich. :evil: :evil: Vor langer Zeit in der Schweiz gab es auch ab und zu Arbeitslose oder einfach Flanierer, die keine Lust hatten ein geregeltes Leben zu führen. Es herrschte ein Gesetz, das man heute wieder einführen sollte, dann wäre der Spuk bald kleiner oder gar fast vorbei. Es mussten die Verwandten, Geschwister, Tanten, Onkel und weitere Verwandte für Gestrauchelte aufkommen, sie mussten für sämtliche anfallende Kosten ihrer Verwandten bezahlen. Es entstand sehr viel Druck von Seiten der Verwandtschaft, so dass sich ganz viele Menschen wieder in kürzester Zeit eingegliedert hatten. Wäre ein guter Vorschlag zur Abhilfe. Bezahlen mussten jedoch nur welche nicht selbst am Hungertuch nagen mussten, und das wussten die Gemeinden sehr wohl, wer das war und wer nicht. Dann kamen die Linken und machten alles zur Farce, so wie wir es heute leider haben.
Viele Leute würden bereitwillig zugeben, dass sie sich langweilen; aber kaum einer würde zugeben, dass er langweilig ist.

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Re: Obdachlosigkeit und ihre Folgen

Beitragvon AlexRE » Di 30. Jan 2018, 21:00

Es mussten die Verwandten, Geschwister, Tanten, Onkel und weitere Verwandte für Gestrauchelte aufkommen, sie mussten für sämtliche anfallende Kosten ihrer Verwandten bezahlen.


Das finde ich im Hinblick auf den freien Leistungswettbewerb in den westlichen Gesellschaften sehr problematisch. Wer Unterstützung und Protektion durch wohlhabende Verwandte mit Beziehungen hat, genießt ohnehin schon wettbewerbsverzerrende Vorteile. Wenn man den Leistungsträgern mit nutzlosen Verwandten dann auch noch einen riesigen Klotz ans Bein bindet, nimmt man einige potentielle Aufsteiger völlig aus dem Ring und hält den besseren Kreisen Konkurrenz von unten vom Leib.
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Re: Obdachlosigkeit und ihre Folgen

Beitragvon Livia » Di 30. Jan 2018, 23:24

AlexRE hat geschrieben:
Es mussten die Verwandten, Geschwister, Tanten, Onkel und weitere Verwandte für Gestrauchelte aufkommen, sie mussten für sämtliche anfallende Kosten ihrer Verwandten bezahlen.


Das finde ich im Hinblick auf den freien Leistungswettbewerb in den westlichen Gesellschaften sehr problematisch. Wer Unterstützung und Protektion durch wohlhabende Verwandte mit Beziehungen hat, genießt ohnehin schon wettbewerbsverzerrende Vorteile. Wenn man den Leistungsträgern mit nutzlosen Verwandten dann auch noch einen riesigen Klotz ans Bein bindet, nimmt man einige potentielle Aufsteiger völlig aus dem Ring und hält den besseren Kreisen Konkurrenz von unten vom Leib.


Ich habe eine Reaktion von dir erwartet. :) Das kann man sehen wie man will, aber es brachte damals Erfolge. Ich habe heute einen Brief von der Gemeinde erhalten, wobei sie uns dummen Bürgern aufzeigen, für was unsere Steuergelder ausgegeben werden. Dass das eine fiese Ermahnung für Steuererhöhungen ist, liest sich leicht heraus. Warum muss das Volk dafür bezahlen was Politiker anrichten? Warum werden die Invasoren nicht so verteilt, dass der Bürger nicht mit zahlen muss? Man könnte sie zum Beispiel in Deutschland an Merkel, Schulz, Gabriel, Özdemir, Nales und viele andere sowie an all jene die am Strassenrand standen und Willkommen riefen, verteilen. In der Schweiz an Berset, Sommaruga, Pardini, Leuthard, Widmer, Wermuth und viele andere. Dann wäre dieses Problem in Kürze erledigt. Obdachlose müssten nicht mehr bluten weil ihnen weniger Recht zusteht als den Invasoren, welche noch nie einen Cent oder wie man bei uns sagt einen Rappen einbezahlt haben, um ihre Zukunft auf Eigenversorgung zu trimmen. Die Steuern müssten in Europa gesenkt werden um den Menschen wieder mehr Leben zu gewähren. Das Stimmrecht müsste auf allen politischen Ebenen eingeführt und mehr Rechte an das Volk delegiert werden. So lange das nicht angewandt wird, wird sich auch nichts ändern, sondern es wird immer schlimmer werden.

Gut dass Kurz und Orban gegen Macron und Frau Merkel mit verfemter Kraft dagegen wirken und hoffentlich bald eine Lösung herbeigeführt wird. Immerhin habe ich wieder etwas mehr Hoffnung auf ein sicheres und ruhigeres Leben. ;)
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Re: Obdachlosigkeit und ihre Folgen

Beitragvon icke » Mi 21. Feb 2018, 20:20

Dortmund möchte Obdachlosen Knöllchen verpassen, sofern sie auf der Straße schlafen. Gleichzeitig sollen Obdachlose knapp 220 Euro monatlich für einen Gemeinschaftsplatz in einer Obdachlosenunterkunft, was mich überrascht. Ich hätte nicht gedacht, dass die Plätze so teuer sind. Meine erste Wohnung kostete knapp 150 Euro. Eine Einraumwohnung und die Küche konnte ich komplett übernehmen.

https://www.derwesten.de/staedte/dortmu ... 93363.html
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Re: Obdachlosigkeit und ihre Folgen

Beitragvon AlexRE » Mi 21. Feb 2018, 20:47

Dortmund möchte Obdachlosen Knöllchen verpassen, sofern sie auf der Straße schlafen.


Da haben sie ja mal wieder eine tolle Einnahmequelle aufgetan. Die Obdachlosen kaufen keinen Rotwein in Tetrapacks mehr, sondern sanieren mit dicken Bußgeldern die Stadtkasse. :roll:

Irgendwie erinnert mich fast alles, was unsere Bürokraten sich so einfallen lassen, zunehmend an den Berliner Flughafen ...
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Re: Obdachlosigkeit und ihre Folgen

Beitragvon Staber » Do 22. Feb 2018, 00:00

Es ist einfach nur noch erbärmlich wenn man sieht was aus diesem Land geworden ist, welche Gefühlskälte Stadtbedienstete an den Tag legen. Es kann jeden treffen. Scheidung, Arbeitslosigkeit ab einem gewissen Alter und man steht vor dem nichts und dann haben die Städte nichts besseres zu tun als noch Strafen zu verhängen.Warum nicht die leerstehenden Flüchtlingsunterkünfte nutzen?

Störung des öffentlichen Schlafes.
Falls es diesen Paragraphen noch nicht gibt, vielleicht liesse er sich schnellstens einführen? Für jeden Ordnungsamt-Mitarbeiter, der einen von der Not gebeutelten weckt (aus dem Schlaf reißt) zahlt die Stadt jedem, der belästigt wurde .. 70,- Euro. Damit würde die Stadt mal so richtig was für ihr Image tun. Was verbindet man sofort mit dem Namen "Stadt Dortmund"? Ja, genau: Milliardenschulden.
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Re: Obdachlosigkeit und ihre Folgen

Beitragvon Sonnenschein+8+ » Mo 26. Feb 2018, 12:54

Ein Kommentar zum Thema Obdachlose von Christian Pra


Was ist an diesen Menschen nicht zu verstehen? Sie haben in der Regel durch eine Lebenskrise ihr Obdach verloren. Manche waren zu stolz, Hilfe anzunehmen. Manche bekamen die falsche Hilfe und andere wiederum sind in dem Irrglauben gefangen, dass es keine neue Chance gibt.

Das Hauptproblem ist allerdings der Kreislauf, in dem sie sich befinden. Keine Wohnung ohne Arbeit, keine Arbeit ohne Wohnung.
Das zweite Problem sind oftmals Depressionen, die die Situation mit sich bringt. Diese Krankheit macht diese Menschen dann auch unzugänglich und auch kommt in diesen Phasen das Alkohol oder Drogen eine Rolle spielen.
Problem drei: Diese Menschen haben das Vertrauen verloren.

Lieber Joachim, Du siehst das aus einem vermutlich unbeteiligten Blickwinkel heraus, aber jedem Menschen kann es passieren, dass es eine Situation gibt, die ihn komplett aus der Bahn wirft und nur die wenigsten sind dann in der Lage, die Situation so zu erkennen, dass sie Hilfe brauchen. Da reicht der plötzliche Tod eines geliebten Menschen, ein Jobverlust, eine Scheidung.

Ich habe jahrelang bei der Berliner U-Bahn im Bereich Sicherheit gearbeitet (10 Jahre) und ich habe diese Menschen immer mit Respekt und Fairness behandelt. Oftmals habe ich mir auch die Zeit genommen, mit diesen Menschen mal zu sprechen und habe so etliche der Lebens- und Katastrophengeschichten kennengelernt. Einen gab es am Zoo, der war Oberst bei der NVA und kam nicht mehr damit klar, dass mit dem Ende der DDR auch sein Job weg war. Bei vielen war es eine Scheidung oder ein Verlust eines jahrelangen geliebten Arbeitsplatzes und immer war es die Depression die eine Rolle spielte und die damit verbundene mögliche Vernachlässigung und Abschottung nach Außen.

Bei obdachlosen Jugendlichen ist es of der Fall, dass sie einfach von zuhause, oftmals auch aus einem Heim, abgehauen sind. Auch das kannte ich eine junge Frau, die saß immer am Halleschen Tor und bettelte. Sie war etwas punkig, wohnte mit anderen in einem besetzten Abrisshaus und wir haben uns oft und lange unterhalten. Vor einigen Jahren sprach mich dann eine nette junge Frau mit einem Kind an der Tankstelle an, wo ich gerade meine Tankfüllung bezahlte und fragte, ob ich der Mensch gewesen wäre, der am Bahnhof immer mit ihr gequatscht hätte ... Ich hätte sie nicht wiedererkannt, wenn sie mich nicht darauf gebracht hätte. Sie hatte eine Ausbildung gemacht, geheiratet und eben ein Kind und sie bedankte sich an der Tankstelle bei mir für die vielen Gespräche, die ihr geholfen hätten, auszusteigen. Auch so kann es laufen. Leider dann doch die Ausnahme.
Ich hatte immer Kaffeegeld und (als Nichtraucher) Zigaretten am Mann. Das hat oftmals geholfen, Zugang zu diesen Leuten zu finden. Als Gegenleistung haben sie sich, wenn ich Dienst hatte, selbst organisiert und mir die Bahnhöfe sauber gehalten, Störenfriede selbst zur Räson gebracht, sofern sie unter ihresgleichen zu finden waren.

Meine Devise ist: Urteile nie über einen Menschen, dessen Gepäck und Schuhe du nicht getragen hast.


genau so sieht es aus.
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Re: Obdachlosigkeit und ihre Folgen

Beitragvon Sonnenschein+8+ » Fr 2. Mär 2018, 14:33

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Re: Obdachlosigkeit und ihre Folgen

Beitragvon maxikatze » Fr 2. Mär 2018, 23:53

Und warum werden für Obdachlose keine Wohnungen gebaut? Warum ist das nur für sogenannte Flüchtlinge vorgesehen? Dem Berliner Senat ist nichts zu teuer - auch nicht 22.- € Warmmiete pro qm.

http://www.faktum-magazin.de/news/fluec ... dratmeter/
Die Sonne bringt es an den Tag.

Frauen schulden keiner einzigen Religion Dank für auch nur einen Impuls der Freiheit.
Susan Brownell Anthony,
amerikanische Frauenrechtlerin 1820-1906
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