Parteigründung

So nennt unser Teilnehmer YanikR seine neue sozial-liberale Initiative. "Sozial" und "liberal" nennen sich ja schon die bekannten etablierten Parteien - neu ist also, tatsächlich sozial und liberal zu sein. ;-)

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Parteigründung

Beitragvon YanikR » Mo 13. Feb 2017, 01:10

Da wir uns noch in der Gründungsphase befinden suchen wir noch Gründungsmitglieder. Wenn unsere Ansichten ,die sie unter diesem Link http://sozial-liberal.npage.de/standpunkte.html finden, Ihr Interesse wecken können Sie sich gerne mit mir in Verbindung setzen um mir Fragen zu stellen oder mit mir zu diskutieren. Ich freue mich auf Ihre Nachrichten.
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Re: Parteigründung

Beitragvon AlexRE » Mo 13. Feb 2017, 06:19

YanikR hat geschrieben:Da wir uns noch in der Gründungsphase befinden suchen wir noch Gründungsmitglieder. Wenn unsere Ansichten ,die sie unter diesem Link http://sozial-liberal.npage.de/standpunkte.html finden, Ihr Interesse wecken können Sie sich gerne mit mir in Verbindung setzen um mir Fragen zu stellen oder mit mir zu diskutieren. Ich freue mich auf Ihre Nachrichten.


Hast Du mittlerweile in Deiner Heimatregion eine Kernmannschaft um Dich versammelt?
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Ich trete überall, wo das notwendig ist, der Meinung entgegen, der Umstand, dass die Diktatur zu allem fähig war, berechtige dazu, die Demokratie zu allem unfähig zu machen.
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Re: Parteigründung

Beitragvon YanikR » Mo 13. Feb 2017, 21:10

Nein, das ist in Arbeit.
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Re: Parteigründung

Beitragvon AlexRE » Mo 13. Feb 2017, 21:20

YanikR hat geschrieben:Nein, das ist in Arbeit.


Oki :)

Vielleicht bringt es was, Deine Homepage und das Unterforum hier sowie Deine Facebook - Seite auf lokalen Seiten zu verlinken ...
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Re: Parteigründung

Beitragvon Uel » Di 14. Feb 2017, 11:36


Um eine Partei erfolgreich auf den Weg zu bringen, muss man sehr sattelfest sein. Daher mal meine Hilfe, die Sattelfestigkeit zu prüfen:

warum ist es so wichtig, die Managergehälter nicht zu "deckeln"?
warum ist es wichtig, die Schulpflicht abzuschaffen?
warum ist es nötig eine Partei neu zu gründen, anstatt eine kleine Partei mit ausreichend Gleichgesinnten "feindlich" zu übernehmen, denn so exotisch sind die Forderungen dieser Neugründung ja schließlich auch nicht?

... nur mal so gefragt ....
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Re: Parteigründung

Beitragvon AlexRE » Di 14. Feb 2017, 18:01

Uel hat geschrieben:warum ist es so wichtig, die Managergehälter nicht zu "deckeln"?
warum ist es wichtig, die Schulpflicht abzuschaffen?


Das sind zumindest gut vertretbare Forderungen. Die Deckelung von Managergehältern bedeutet letztendlich eine staatliche Zwangsumverteilung von Millionären (Managern) zu Milliardären (Großaktionären) und zusätzliche Umverteilungen von unten nach oben mit der Folge, dass Vermögen und Einkommen noch stärker auf wenige Tausend Personen verdichtet werden, ist volkswirtschaftlich absolut schädlich.

Die Schulpflicht bedeutet heutzutage auch, dass man seine Kinder zwangsweise Gefahren aussetzen muss. Schließlich ist die öffentliche Sicherheit nirgendwo mehr gewährleistet.

Darauf kommt es aber letztendlich nicht an. Der Sinn dieser Unterforengruppe ist schließlich, experimentell anzutesten, ob die vielen kleinen demokratischen Grüppchen Gemeinsamkeiten entdecken und zusammen eine Alternative zu dem allgemeinen Drang in Richtung der politischen Ränder entwickeln können.
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Re: Parteigründung

Beitragvon Staber » Di 14. Feb 2017, 23:15

@ Alex
Die Deckelung von Managergehältern bedeutet letztendlich eine staatliche Zwangsumverteilung von Millionären



Ich schätze mal , so einfach ist das nicht, den Lohn eines Managers festzulegen und den auch noch am Durchschnittsgehalt im Unternehmen anzubinden. Die Führungskräfte sollten ordentlich verdienen. Aber sich mit Millionen die Taschen vollstopfen ist unverschämt. Ich habe sowieso den Eindruck, dass diese Herrschaften den Blick für die Realität verloren haben.
dieter-zetsche.jpg


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Jahresgehalt Zetsche 2016 13,8 Mille, kann man doch getrost als Giftprämie bezeichnen...oder?? Wer sich so konstruktiv an der Vergiftung von Menschen am Straßenrand beteiligt, der sollte schon eine solche Prämie wert sein!( Ironie aus )
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Re: Parteigründung

Beitragvon AlexRE » Mi 15. Feb 2017, 00:51

Staber hat geschrieben:@ Alex
Die Deckelung von Managergehältern bedeutet letztendlich eine staatliche Zwangsumverteilung von Millionären



Ich schätze mal , so einfach ist das nicht, den Lohn eines Managers festzulegen und den auch noch am Durchschnittsgehalt im Unternehmen anzubinden. Die Führungskräfte sollten ordentlich verdienen. Aber sich mit Millionen die Taschen vollstopfen ist unverschämt. Ich habe sowieso den Eindruck, dass diese Herrschaften den Blick für die Realität verloren haben.
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Ja und? Was der Typ nicht kassiert, sacken sich kuwaitische Feudalherren und europäische sowie amerikanische Millardäre ein. Wieso solle der Staat einem immerhin noch arbeitenden Millionär Geld wegnehmen und es auf die Riesenhaufen der stinkreichsten Erben der Welt schaufeln? Mit so einem Aktionismus macht man sich doch nur lächerlich. Und es lenkt davon ab, dass die meisten Staaten ihre wirklich wichtige Aufgabe, angesichts versagender Gewerkschaften der Verarmung der Masse der Bevölkerung entgegenzuwirken, überhaupt nicht wahrnehmen.
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Re: Parteigründung

Beitragvon YanikR » Do 16. Feb 2017, 01:46

Uel hat geschrieben:
Um eine Partei erfolgreich auf den Weg zu bringen, muss man sehr sattelfest sein. Daher mal meine Hilfe, die Sattelfestigkeit zu prüfen:

warum ist es so wichtig, die Managergehälter nicht zu "deckeln"?
warum ist es wichtig, die Schulpflicht abzuschaffen?
warum ist es nötig eine Partei neu zu gründen, anstatt eine kleine Partei mit ausreichend Gleichgesinnten "feindlich" zu übernehmen, denn so exotisch sind die Forderungen dieser Neugründung ja schließlich auch nicht?

... nur mal so gefragt ....


Hallo Uel

Zu deiner ersten Frage kann ich Dir sagen, dass eine Deckelung von Gehältern einen eklatanten Eingriff in die Freiheit von Unternehmern und Eigentümern darstellt, der nicht durch eine ausreichende Verbesserung der sozialen Gerechtigkeit gerechtfertigt wird. Versteh mich nicht falsch. Soziale Gerechtigkeit und Umverteilung sind für mich zentrale Themen. Allerdings möchte diese Ziele nicht mit der "politischen Brechstange" und Beschneidung von Unternehmerrechten erreichen. Vielmehr sind solche Ziele durch Maßnahmen wie die Erhöhung des Spitzensteuersatzes und/oder Senkung der Steuern für geringer Verdienende zu erreichen.

Das zweite Thema das Du angesprochen hast ist das Thema Schulpflicht.
Ich bin der Meinung das niemand einer fremden Familie vorzuschreiben hat, was die Kinder dieser Familie zu tun haben. Man geht schließlich auch nicht zum Nachbarn und sagt ihm dass er gefälligst sein Kind in den Sportverein schicken solle, da es zu dick sei. Ich halte es nicht für legitim, wenn die Gesellschaft für die eigene Rente, drastischer formuliert: für den eigenen Luxus, fremde, ihnen unbekannte Familien und Kinder zu einem Schulbesuch zwingt. Kinder können Zuhause individuell auf das Leben und den Beruf vorbereitet werden. In einigen Fällen kann ein privater Einzelunterricht oder die Förderung von Inselbegabten in ihrem Begabungsgebiet förderlicher sein als der Besuch einer öffentlichen Schule. Wenn ein Kind schon in frühen Jahren eine genaue Vorstellung davon hat was es später beruflich machen möchte (beispielsweise den Familienbetrieb fortzuführen) kann sich die Familie auf die Ausbildung der entsprechenden Fähigkeiten konzentrieren. Auch soziale Probleme von Kindern mit Psychosen oder Autismus können Grund sein, ein Kind nicht auf eine Schule zu schicken. Die Liste möglicher Gründe ist vielfältig. Allerdings müsste die Entscheidung, dass das Kind nicht auf eine Schule geht einstimmig erfolgen. Das heißt sämtliche Erziehungsberechtigte sowie das Kind selbst müssten damit einverstanden sein. Wenn auch nur einer (einer der Erziehungsberechtigten oder das Kind) für den Besuch einer Schule ist, dann gelten für diese Familie und insbesondere für die Eltern die selben gesetzlichen Pflichten wie es heute schon die Regel ist. Insgesamt halte ich einen Schulbesuch in den allermeisten Fällen für Kinder sinnvoll und ich erwarte auch, dass nur die allerwenigsten Familien von dem neuen Recht gebrauch machen werden. Dieses Maß an Selbstbestimmung muss in einem liberalen Staat möglich sein. Ich möchte in einem Staat niemanden zu etwas zwingen. Auch nicht zu seinem vermeintlichen Glück.

Drittens wolltest Du wissen warum ich überhaupt eine Partei gründen möchte und nicht in eine andere eintrete. Der Grund hierfür ist, dass ich noch keine Partei mit einem ausreichenden Konsens entdeckt habe. Es gibt eine Partei Namens "Neue Liberale" die mir in vielen Punkten zusagt. Allerdings befürwortet diese Partei die aktive Sterbehilfe, was ich nicht tue. Dieser Punkt ist für mich jedoch so gewichtig, dass ein Eintritt in dieser Partei für mich nicht in Frage kommt.

Wenn Du noch weitere Fragen hast dann stelle sie mir gerne. Ich bin gerne bereit mit dir zu diskutieren.
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Re: Parteigründung

Beitragvon AlexRE » Do 16. Feb 2017, 04:01

YanikR hat geschrieben:Allerdings befürwortet diese Partei die aktive Sterbehilfe, was ich nicht tue. Dieser Punkt ist für mich jedoch so gewichtig, dass ein Eintritt in dieser Partei für mich nicht in Frage kommt.


Das ist ein gutes Beispiel dafür, warum wir seinerzeit auf ein Bündnis von Kleinparteien mit verschiedenen Programmen, aber einem gemeinsamen Nenner in Kernfragen von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit gesetzt haben. Eine einzelne neue Demokratie- und Rechtsstaatspartei würde nämlich durch solche "Glaubensfragen" zersplittert, was man durch einen fraktalen Aufbau einer Organisation vielleicht verhindern kann.

In der speziellen Frage der Sterbehilfe bewegen mich z. B. genau gegenteilige Gesichtspunkte im Vergleich zu Deinen Bedenken. Wenn jemand - wie ich - fest entschlossen ist, in dem letzen Promille seiner maximal erreichbaren Lebenszeit nicht 90 % aller Leiden in der gesamten Lebensspanne zu erdulden und deshalb auf dieses Promille verzichtet, dann bedeutet die Verweigerung von Sterbehilfe, dass der Betreffende gezwungen ist, im Falle einer unheilbaren Erkrankung relativ frühzeitig den Freitod eigenhändig herbeizuführen. Niemand weiß genau, wann er die Fähigkeit dazu verliert. Das bedeutet aber, dass die Verweigerung der Sterbehilfe die Gruppe der Entschlossenen zwingt, auf ein Prozent statt auf ein Promille ihrer Lebensspanne zu verzichten.

Die Verweigerer der Sterbehilfe erheben mithin aus meiner Sicht moralische Ansprüche und verlangen von anderen Menschen, für diese Moral früher zu sterben. Auf dieser Basis würden wir niemals politisch zusammenkommen, egal wie lange wir über das Thema reden. Dennoch könnten wir zu dem wichtigsten aller politischen Themen, ob und wie neuzeitliche Verfassungsdemokratien auf Dauer funktionieren und gegen Erosionserscheinungen geschützt werden können, die gleiche Meinung haben. Deshalb halte ich es für geboten dieses Kernthema von allen anderen Themen organisatorisch zu trennen.
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