Tödliche Fehler von Jugendämtern

Meinungen und Erfahrungen zu unserer wichtigsten politischen Aussage.

Re: Tödliche Fehler von Jugendämtern

Beitragvon AlexRE » Mo 4. Feb 2013, 20:50

Wer sich über schwachsinnige Entscheidungen von Jugendämtern wie der Auswahl von Pflegeeltern, die weit entfernt von den Großeltern wohnen, beklagt, der dokumentiert "mangelnde Kooperationsbereitschaft":

WIR DURFTEN UNS NICHT MAL VERABSCHIEDEN

Das Jugendamt hat uns die Enkel weggenommen

(...)

Wegen des hohen Alters der Großeltern sollten die Kinder jetzt in Pflegefamilien untergebracht werden. Damit waren Eleni und Georgios zum Wohle der Kinder auch einverstanden.

Doch als die Behörde eine Pflegestelle auf einem 70 Kilometer entfernten Bauernhof aussuchte, widersprachen sie, denn: „Wie sollen wir auf diese Entfernung Kontakt halten?”

Diesen Widerspruch legte das Amt als Kooperationsmangel aus! In Amtsdeutsch heißt das so: „Um eine krisenhafte Abholsituation zu vermeiden, wurden die Kinder aus Schule und Kindergärten geholt.”

(...)


http://www.bild.de/news/inland/enkel/gr ... .bild.html
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Ich trete überall, wo das notwendig ist, der Meinung entgegen, der Umstand, dass die Diktatur zu allem fähig war, berechtige dazu, die Demokratie zu allem unfähig zu machen.
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Re: Tödliche Fehler von Jugendämtern

Beitragvon Livia » Di 5. Feb 2013, 11:20

Das ist unverschämte Willkür. Ob man den Kinder damit geholfen hat bezweifle ich sehr. Immer wieder werden solche unüberlegte Aktionen durchgeführt. Bei uns musste eine Mutter mit ihrem kleinen Sohn nach Spanien umziehen, weil der Papa seinen Sohn nicht in der Schweiz besuchen will.

http://www.blick.ch/news/schweiz/wir-we ... 54405.html
Viele Leute würden bereitwillig zugeben, dass sie sich langweilen; aber kaum einer würde zugeben, dass er langweilig ist.

Erich Fromm
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Re: Tödliche Fehler von Jugendämtern

Beitragvon AlexRE » Do 14. Feb 2013, 17:01

Das ist auch wieder so eine willkürliche Entscheidung:

FAMILIE
Krebskranke Mutter kämpft beim Jugendamt um ihre Kinder

Kamen. Daniela S. hat Krebs. Strahlentherapie und OPs haben sie geschwächt. Nur mit Mühe kann sie sich um ihre Kinder (5 und 9 Jahre) kümmern. Nicht gut genug, findet das Jugendamt — und nahm die Kinder in Obhut. Jetzt kämpft sie wie eine Löwin um die Herausgabe der Kleinen.

(...)

„Die Mitarbeiter haben im Interesse der Kinder entschieden und sind überzeugt, dass die Inobhutnahme eine notwendige Entscheidung war“, erklärt Hanno Peppmeier, Sprecher der Stadt.

(...)


http://www.derwesten.de/staedte/nachric ... 69823.html

Die behaupten einfach aus der hohlen Hand, dass ein möglicherweise traumatisierender Eingriff in die bereits durch eine lebensgefährliche Krankheit belastete Familie "im Interesse der Kinder" sei und riskieren dabei, dass noch verbliebene Heilungschancen der Mutter wegen der zusätzlichen psychischen Belastung zunichte gemacht werden. Die Kinder müssen dann den Rest ihres Lebens damit zurechtkommen, dass der Staat in Vertretung ihrer "Interessen" ihre Mutter umgebracht hat. :evil:
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Re: Tödliche Fehler von Jugendämtern

Beitragvon maxikatze » Do 14. Feb 2013, 19:46

Haben die Kinder keinen Vater oder Grosseltern, die sich kümmern, wenn es der Mutter schlecht geht?
Ehe das Jugendamt die Kinder wegnehmen darf, müssen doch erstmal alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um die Kinder zu versorgen. Man kann der Frau nur von Herzen wünschen, dass sie die Krankheit übersteht.
Frauen schulden keiner einzigen Religion Dank für auch nur einen Impuls der Freiheit.

Susan Brownell Anthony,
amerikanische Frauenrechtlerin 1820-1906
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Re: Tödliche Fehler von Jugendämtern

Beitragvon Staber » Do 14. Feb 2013, 23:44

maxikatze hat geschrieben:Haben die Kinder keinen Vater oder Grosseltern, die sich kümmern, wenn es der Mutter schlecht geht?
Ehe das Jugendamt die Kinder wegnehmen darf, müssen doch erstmal alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um die Kinder zu versorgen. Man kann der Frau nur von Herzen wünschen, dass sie die Krankheit übersteht.


Moin Maxi!
Die Frau hat den richtigen Anwalt, Erst wenn die Presse eingeschaltet wird, reagiert das Amt. Bundesweit müßte das über die Fernsehsender gehen, damit es allen mal bewußt wird: Familienmitglieder, die bestimmt helfen könnten, werden in vielen Ämtern bewußt ignoriert. Stattdessen werden für die Kinder Fremde eingesetzt, denn die sind dem Amt "untertan", verdienen damit Geld und der Mitarbeiter hat weniger Arbeitsaufwand. Vielleicht fragt die Presse den Anwalt, wer bereit war zu helfen, aber vom Amt abgelehnt wurde.Was mich in diesem Zusammenhang entsetzt ist die Tatsache, dass die Medien ganz lapidar und emotionslos über diese seelische Folterung berichten und an anderer Stelle einen Riesenwirbel um Frau Schavan machen.

gruß staber
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" Wir fahren raus, wenn andere reinkommen.

Gruß Staber
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Re: Tödliche Fehler von Jugendämtern

Beitragvon AlexRE » Mo 18. Mär 2013, 22:51

Auf Facebook sind einige scharfe Kritiker deutscher und europäischer Jugendämter unterwegs. Derzeit sorgt ein Konflikt zwischen den Niederlanden und der Türkei für Diskussionen:

NIEDERLANDE

Protest gegen lesbische Pflegeeltern für türkischen Jungen

Den Haag. Yunus ist erst neun Jahre alt, doch über seiner Zukunft streiten sich die Erwachsenen schon sein ganzes Leben. Nun ist der kleine Junge sogar Gegenstand eines diplomatischen Streits zwischen den Niederlanden und der Türkei geworden. Denn seine Eltern wollen nicht, dass sich ein lesbisches Paar um ihn kümmert.

(...)


http://www.derwesten.de/panorama/protest-gegen-lesbische-pflegeeltern-fuer-tuerkischen-jungen-id7738900.html

Ich habe den Fall auf Facebook kommentiert:

> Wie kam es zu diesen Verletzungen? < Steht doch in dem Artikel: "Die Eltern versicherten zwar, dass das Kind gefallen sei, doch die Behörde glaubte ihnen nicht." Wer sich der Kindesmisshandlung schuldig gemacht hat, ist ein verdammt schlechter Vertreter des Menschenrechts auf ethnische und religiöse Identität.


http://www.facebook.com/alexander.rafalski/posts/484129808318939

Noch eine unglaubliche Geschichte:

Jugendamt sagt zu 8 Jähriger: Deine Eltern sind tot!
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Re: Tödliche Fehler von Jugendämtern

Beitragvon AlexRE » So 7. Apr 2013, 20:25

Das Lieblingsthema der Jugendamts - Kritiker auf Facebook ist eine (angebliche) Kontinuität der deutschen Jugendamtsbürokratie von der NS - Zeit bis heute:

Bild

Mir erscheint das dort auf FB in dieser Form und Frequenz der Beiträge allerdings eher als weiteres sinnloses Ausleiern der Nazi - Keule ...
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Re: Tödliche Fehler von Jugendämtern

Beitragvon Sonnenschein+8+ » Sa 27. Jul 2013, 00:15

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/leipzig-strafbefehl-wegen-fahrlaessiger-toetung-fuer-sozialarbeiter-a-913187.html

Tod von Mutter und Kind in Leipzig: Strafbefehl für Sozialarbeiter

Der Zweijährige verdurstete qualvoll neben seiner toten Mutter: Gut ein Jahr nach dem Tod einer Drogensüchtigen und ihres Sohnes in Leipzig hat das Amtsgericht einen Strafbefehl gegen den ehemaligen Sozialarbeiter der Familie erlassen - wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen.


Dazu habe ich auf der arena was geschrieben

Menschenkind hat geschrieben:Wo war die Familie der verstorbenen Frau?


vielleicht dachten die dass sie sich nicht einmischen müssen wenn der sozialdienst sich kümmert?

Wo waren ihre Freunde?


die vielleicht auch?

Der Vater des Kindes?


der dachte vielleicht dass er Ärger kriegt wenn er sich einmischt wo der sozialdienst ist?

Und kann man dem Sozialarbeiter wirklich vorwerfen, dass er diesen Ausgang hätte vorausahnen müssen?


war das das erste kind von drogenabhängigen das so gestorben ist?

Wie kann man überhaupt noch erwarten, dass jemand den wenig angenehmen Job als Sozialarbeiter macht, wenn er sich eine solche Verantwortung aufladen muss?


hör auf das kann jeder sagen der in seinem job sch... baut. die verantwortung ist unzumutbar :roll:

http://politikarena.net/showthread.php?t=23672
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Re: Tödliche Fehler von Jugendämtern

Beitragvon AlexRE » Do 26. Sep 2013, 10:53

Fall Anna - Der Tod kam vom Jugendamt ZDF 25.09.2013:

Link
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Re: Tödliche Fehler von Jugendämtern

Beitragvon AlexRE » Do 12. Jun 2014, 10:41

In Hamburg hat wieder einmal ein Strafprozess um ein Verbrechen an einem Kleinkind begonnen, bei dem Fehlleistungen der Jugendämter eine Rolle spielen:

PROZESS UM TOTE YAGMUR († 3) IN HAMBURG

Totgeprügelt – und Eltern überschminkten Wunden

Als Yagmur († 3) am 18. Dezember 2013 tot in der Wohnung ihrer Eltern lag, war ihr Körper mit blauen Flecken und Quetschungen übersät. 83 Verletzungen wurden später in der Gerichtsmedizin gezählt – zum Teil mit Schminke abgedeckt ...

(...)

Derzeit deckt ein Parlamentarischer Untersuchungsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft Fehler der Behörden in dem Fall auf. Yagmur wurde seit ihrer Geburt von drei Jugendämtern betreut. Schon lange vor ihrem Tod gab es Hinweise auf Misshandlungen.


http://www.bild.de/regional/hamburg/yagmur/prozess-gegen-eltern-in-hamburg-begonnen-36342162.bild.html
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