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Re: Zu Tode gespart

BeitragVerfasst: Di 14. Feb 2017, 16:06
von Uel
innere Kündigung, schlechtes Berufsimage
, ... das ist die wahre Katastrophe im Zusammenhang mit der Pflege. Dabei sind es meist nicht die entlasteten Angehörigen, sondern vom Thema unbeleckte Spaßvögel, (in der asozialen Kategorie eines Böhmermanns) die weiter nachhaltig am schechten Ansehen der Pflegenden arbeiten. Und natürlich die, die Ansehen nur mit Geld und Karriere einpreisen können. Wenn da nicht bald ein Boom an sozialem Erfindergeist Raum greift, werden wir uns das Ganze nicht mehr leisten können. Sollten die Löhne der Polinnen steigen, steht Deutschland vor dem Pflege-GAU.

Re: Zu Tode gespart

BeitragVerfasst: Do 16. Nov 2017, 16:32
von AlexRE
Auf Facebook gesehen und kommentiert:

Missstände in Ludwigsburg

Seniorenheim soll geschlossen werden

Das Ludwigsburger Pflegeheim "Anna-Maria" ist immer wieder negativ in die Schlagzeilen geraten. Jetzt zieht das Landratsamt die Reißleine: Es will das Heim schließen.

(...)

Betreiber der Seniorenresidenz ist die Alloheim GmbH in Düsseldorf, die zu einem US-Investmentfonds gehört. Das Unternehmen besitzt nach eigenen Angaben in Deutschland rund 160 Pflegeheime mit über 15.000 Mitarbeitern. In Baden-Württemberg betreibt das Unternehmen zwei Heime, eines in Ludwigsburg und eines in Kornwestheim (Kreis Ludwigsburg).

(...)


https://www.swr.de/swraktuell/bw/stuttg ... index.html

Na, da hat der Staat doch mal ein starkes Zeichen in Sachen Schutz von Leben und Menschenwürde gesetzt.

Jetzt können sich alle Verantwortlichen zurücklehnen und weiter zugucken, wie immer mehr Pflegeheime in Gelddruckmaschinen für Heuschrecken umgewandelt werden.

Re: Zu Tode gespart

BeitragVerfasst: Do 22. Mär 2018, 09:15
von icke

Re: Zu Tode gespart

BeitragVerfasst: Do 22. Mär 2018, 18:25
von Staber
Die Mehrheit der Pflegekräfte in Deutschland ist unzufrieden mit ihrer beruflichen Situation.Das ist nichts Neues. Qualifizierte Pflegekräfte flüchten wegen mieser Arbeitsbedingungen und schlechter Bezahlung aus dem Beruf. Medizin- und Pflegeberufe wurden in den letzten Jahren generell politisch unzureichend honoriert. Viel Verantwortung, wenig Geld.
Was erwarten die Menschen eigentlich von dieser Lobbyistenregierung? Der Bürger ist zweitrangig, es geht um Profite. Investoren bauen Altenheime um Kohle zu machen, zulasten der Menschen. Die Regierung ist eine Unternehmerregierung.
Andere Idee! ;)
Wieso muss mit der Pflege alter Menschen Gewinn erzielt werden? Das ist absolut unnötig. Das gehört in staatliche Hand. Dann muss sich nämlich auch kein Heim einen "Wettbewerbsvorteil" auf Kosten sowohl der Angestellten, als auch der zu pflegenden verschaffen. Einzige Notwendigkeit ist dann nämlich nur noch kostendeckend zu arbeiten. Gern auch mit einem entsprechenden Personalschlüssel. Wenigstens wird dann nicht auf Kosten der Menschen, die Hilfe am nötigsten haben, der Gewinn irgendeines Anteilseigners erwirtschaftet.
Gruß Staber

Re: Zu Tode gespart

BeitragVerfasst: Fr 13. Apr 2018, 12:48
von icke
Ausländische Pflegekräfte haben geringes Interesse an Deutschland. Das Lohnniveau ist unter solchen Arbeitsbedingungen sicherlich nur einer von mehreren Bausteinen, die es zu verändern gilt.

https://m.aerzteblatt.de/news/92278.htm

Re: Zu Tode gespart

BeitragVerfasst: Fr 13. Apr 2018, 13:16
von maxikatze
Staber hat geschrieben:Die Mehrheit der Pflegekräfte in Deutschland ist unzufrieden mit ihrer beruflichen Situation.Das ist nichts Neues. Qualifizierte Pflegekräfte flüchten wegen mieser Arbeitsbedingungen und schlechter Bezahlung aus dem Beruf. Medizin- und Pflegeberufe wurden in den letzten Jahren generell politisch unzureichend honoriert. Viel Verantwortung, wenig Geld.
Was erwarten die Menschen eigentlich von dieser Lobbyistenregierung? Der Bürger ist zweitrangig, es geht um Profite. Investoren bauen Altenheime um Kohle zu machen, zulasten der Menschen. Die Regierung ist eine Unternehmerregierung.
Andere Idee! ;)
Wieso muss mit der Pflege alter Menschen Gewinn erzielt werden? Das ist absolut unnötig. Das gehört in staatliche Hand. Dann muss sich nämlich auch kein Heim einen "Wettbewerbsvorteil" auf Kosten sowohl der Angestellten, als auch der zu pflegenden verschaffen. Einzige Notwendigkeit ist dann nämlich nur noch kostendeckend zu arbeiten. Gern auch mit einem entsprechenden Personalschlüssel. Wenigstens wird dann nicht auf Kosten der Menschen, die Hilfe am nötigsten haben, der Gewinn irgendeines Anteilseigners erwirtschaftet.
Gruß Staber


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Re: Zu Tode gespart

BeitragVerfasst: Do 21. Jun 2018, 17:05
von AlexRE
Auf Facebook gesehen und kommentiert:

https://www.hessenschau.de/politik/auch ... m-100.html

ICH BIN FASSUNGSLOS!
Der hessische Landtag hat nun wirklich und tatsächlich beschlossen (definitiv kein Fake, auch wenn es sich wie eine Meldung zum 1. April liest), dass man für die Ausbildung zum/zur Altenpflegehelfer/in, keinen Schulabschluss mehr benötigt.
Begründet wird das wie folgt:
Hessen öffnet die Altenpflegeausbildung für Menschen ohne Schulabschluss. Damit sollen unter anderem junge Flüchtlinge mit Bleibeperspektive eine Chance bekommen, den Beruf des Altenpflegehelfers zu ergreifen. Der Landtag in Wiesbaden verabschiedete mit breiter Mehrheit eine Reform des hessischen Altenpflegegesetzes. (Quelle: Radio FFH).

(...)


Fragt sich aber auch noch, ob sich viele Flüchtlinge ein Ausmaß von Ausbeutung gefallen lassen, das Einheimische von dieser Berufswahl abschreckt. Die meisten suchen ein besseres Leben und keine andere Art von Shithole mit mehr Reichen drumherum.

Re: Zu Tode gespart

BeitragVerfasst: Sa 23. Jun 2018, 20:03
von maxikatze
AlexRE hat geschrieben:Auf Facebook gesehen und kommentiert:

https://www.hessenschau.de/politik/auch ... m-100.html

ICH BIN FASSUNGSLOS!
Der hessische Landtag hat nun wirklich und tatsächlich beschlossen (definitiv kein Fake, auch wenn es sich wie eine Meldung zum 1. April liest), dass man für die Ausbildung zum/zur Altenpflegehelfer/in, keinen Schulabschluss mehr benötigt.
Begründet wird das wie folgt:
Hessen öffnet die Altenpflegeausbildung für Menschen ohne Schulabschluss. Damit sollen unter anderem junge Flüchtlinge mit Bleibeperspektive eine Chance bekommen, den Beruf des Altenpflegehelfers zu ergreifen. Der Landtag in Wiesbaden verabschiedete mit breiter Mehrheit eine Reform des hessischen Altenpflegegesetzes. (Quelle: Radio FFH).

(...)


Fragt sich aber auch noch, ob sich viele Flüchtlinge ein Ausmaß von Ausbeutung gefallen lassen, das Einheimische von dieser Berufswahl abschreckt. Die meisten suchen ein besseres Leben und keine andere Art von Shithole mit mehr Reichen drumherum.


Ich sage jetzt schon voraus, dass das gegen den Baum geht. Ich kenne so einige Pflegerinnen, die auch sehr viel medizinisches Wissen gelehrt bekommen haben. Es reicht nicht aus, wenn man weiß, wie ein schwerkranker Mensch von einer Seite auf die andere Seite gelegt wird. Krankenpfleger ist zudem ein anstrengender Beruf. Ich ziehe den Hut vor diesen Leuten.

Re: Zu Tode gespart

BeitragVerfasst: Mi 5. Dez 2018, 11:36
von icke
Mindestens 36.000 Fachkräfte fehlen der Pflegebranche. In der Krankenpflege werden mehr als 12.000 Pflegende gesucht, in der Altenpflege können etwa 15.000 Stellen für ausgebildete Altenpfleger nicht besetzt werden. Zudem fehlen etwa 8.500 Helfer. Experten haben berechnet, dass auf 100 offene Stellen lediglich 21 Bewerber kommen. Eine "Engpassanalyse" der Bundesagentur für Arbeit aus dem vergangenen Dezember verwendet in ihrer Darstellung für den Fachkräftemangel in der Altenpflege ausschließlich die Farbe rot: Es gibt auf der Deutschlandkarte schlicht keinen einzigen Flecken, für den nicht ein Fachkräftemangel konstatiert werden muss.

https://www.das-parlament.de/2018/46_47 ... e/-/578238

Re: Zu Tode gespart

BeitragVerfasst: Fr 4. Jan 2019, 19:06
von AlexRE
Auf Facebook gesehen und kommentiert:

30.000 Menschen formieren sich gegen Pflegekammer

(...)

Ihrem Ärger über das Vorgehen der Pflegekammer haben zahlreiche Menschen auch in Kommentaren auf NDR.de Luft gemacht. Ein User nennt die Bemessung des Beitrags "unverschämt, instinktlos und völlig realitätsfern". Er arbeite seit mehr als 20 Jahren als Pflegedienstleiter, doch 70.000 Euro Jahresgehalt habe er trotz Ruf- und Bereitschaftsdiensten nie erreicht.

(...)


https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... er128.html


>> Worin besteht denn die Gegenleistung dieser Kammer? <<

Das frage ich mich auch, zumal einfache Arbeitnehmer anderer Berufe auch nicht in Kammern organisiert sind. Die werden allenfalls von Gewerkschaften vertreten. Das hier sieht auch stark nach totaler Bürokraten - Stümperei aus:

Die Behörde verwies aber darauf, dass kaum jemand den angekündigten höchsten Mitgliedsbeitrag auch wirklich zahlen muss: Wenn die Fachkräfte ihr echtes Einkommen über ein Formular schriftlich mitteilen, dann wird ein neuer Bescheid verschickt - mit deutlich niedrigeren Mitgliedsbeiträgen.


https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... er118.html