Großbritannien

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Re: Großbritannien

Beitragvon AlexRE » Sa 6. Aug 2016, 14:21

Klar doch, Fallschirmspringen ist sehr gefährlich ...

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Der Stuttgarter OB Rommel:

Ich trete überall, wo das notwendig ist, der Meinung entgegen, der Umstand, dass die Diktatur zu allem fähig war, berechtige dazu, die Demokratie zu allem unfähig zu machen.
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Re: Großbritannien

Beitragvon AlexRE » Mo 8. Aug 2016, 23:01

Auf Dr. Gauweilers Facebook - Profil gesehen und kommentiert:

Peter Gauweiler
Abonnieren · Gestern ·

"Ich habe gesagt, dass ich zwei Fässer Bier ausgeben werde,
wenn die Engländer für den Brexit stimmen. Ich habe deren Entscheidung als Weg ins Freie empfunden. Mithilfe des Brexit haben wir einen Anlass, darüber nachzudenken, wo wir in Europa
hinwollen." Mit diesen Worten beginnt das Streitgespräch zwischen Dr. Peter Gauweiler und Dr. Ralf Stegner, welches die Welt am Sonntag heute veröffentlicht hat. Hier das Gespräch in voller Länge:

http://www.peter-gauweiler.de/data/docu ... c918df.pdf


Normalerweise ist so ein Streitgespräch interessanter für die Zuhörer oder Leser, wenn sachkompetente Leute wie Dr. Gauweiler satifaktionsfähige Gesprächspartner haben.

Die europäischen Irrwege sind allerdings mittlerweile so offenkundig, dass kein anderer "weiter so" - Gebetsmühlendreher einen besseren Eindruck gemacht hätte als der notorische Worthülsen - Jongleur Stegner.

Da gibt es einfach nichts mehr zu beschönigen.
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Re: Großbritannien

Beitragvon Livia » Di 9. Aug 2016, 09:26

AlexRE hat geschrieben:Auf Dr. Gauweilers Facebook - Profil gesehen und kommentiert:

Peter Gauweiler
Abonnieren · Gestern ·

"Ich habe gesagt, dass ich zwei Fässer Bier ausgeben werde,
wenn die Engländer für den Brexit stimmen. Ich habe deren Entscheidung als Weg ins Freie empfunden. Mithilfe des Brexit haben wir einen Anlass, darüber nachzudenken, wo wir in Europa
hinwollen." Mit diesen Worten beginnt das Streitgespräch zwischen Dr. Peter Gauweiler und Dr. Ralf Stegner, welches die Welt am Sonntag heute veröffentlicht hat. Hier das Gespräch in voller Länge:

http://www.peter-gauweiler.de/data/docu ... c918df.pdf


Normalerweise ist so ein Streitgespräch interessanter für die Zuhörer oder Leser, wenn sachkompetente Leute wie Dr. Gauweiler satifaktionsfähige Gesprächspartner haben.

Die europäischen Irrwege sind allerdings mittlerweile so offenkundig, dass kein anderer "weiter so" - Gebetsmühlendreher einen besseren Eindruck gemacht hätte als der notorische Worthülsen - Jongleur Stegner.

Da gibt es einfach nichts mehr zu beschönigen.


:)
24.06.2016
Großbritanniens Austritt aus der EU
Don´t panic - der Brexit ist eine Chance für Europa

3. Teil: Fünf Konsequenzen aus dem Brexit

Fünf notwendige Konsequenzen aus dem Brexit

Wettbewerbsvorteile in und für Europa entstehen zum einen durch Standardisierung. Da ist Europa auf einem guten Weg, Wettbewerbsvorteile entstehen zum anderen aber auch durch Unterschiedlichkeit und Vielfalt innerhalb Europas: Was für die spanische Wirtschaft gut ist, passt nicht automatisch auch für Schweden. Unsere europäischen Führer sollten sich bewusst werden, dass sie bei Integration und Konvergenz wesentlich zu weit gegangen sind. Sie sollten Divergenz als Chance akzeptieren und einen wirklichen europäischen Föderalismus anstreben.

Konkret bedeutet dies:

Erstens sollten unsere Politiker die Entscheidung in Großbritannien nicht als einen "Fehler" der dortigen Bevölkerung brandmarken. Vor allem unsere selbsterklärte EU-Elite sollte den Brexit als Warnschuss anerkennen und ein Europa mit weniger EU-Zentralismus entwickeln. Ansonsten werden wir schnell weitere Abspaltungstendenzen erleben.

Zweitens sollten Martin Schulz und Jean-Claude Junker schnell David Cameron folgen und ebenfalls zurücktreten. Beide verkörpern bis hin zu ihren diversen "Ratschlägen" einen EU-Feudalismus, der auch für Nicht-Britten nur schwer tragbar ist. Vor allem haben sie versagt, weil sie es nicht geschafft haben "die Familie" zusammenzuhalten.

Drittens sollte die Anzahl der Personen reduziert werden, die in Brüssel und an diversen anderen Standorten permanent "Integration und Konvergenz" durchsetzen wollen. Zielgröße: Zwei Drittel weniger Abgeordnete und Beschäftigte in allen europäischen Institutionen. Das spart Geld und verhindert weitere Beschädigungen der europäischen Idee.


http://www.manager-magazin.de/politik/a ... 606-3.html

Worte die nicht gehört werden, aber der Wahrheit sehr Nahe sind. ;)
Viele Leute würden bereitwillig zugeben, dass sie sich langweilen; aber kaum einer würde zugeben, dass er langweilig ist.

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Re: Großbritannien

Beitragvon AlexRE » Di 24. Jan 2017, 19:34

Das oberste britische Gericht hat befunden, dass das Parlament, wo die EU - Befürworter in der Mehrheit sind, dem Brexit zustimmen muss:

Oberstes Gericht

Was das Brexit-Urteil bedeutet

Die britische Regierung darf den EU-Ausstieg nur mit Zustimmung des Parlaments beantragen. Können die Abgeordneten die Brexit-Pläne von Premierministerin May nun noch durchkreuzen?


(...)

Zwar halten die meisten Abgeordneten im Unterhaus den Brexit für falsch, gegen das Ergebnis bei der Volksabstimmung vom vergangenen Juni wollen sie sich aber nicht stellen. Vor allem für die Labour-Opposition, die für einen Verbleib in der EU gekämpft hatte, ist das ein Dilemma. Etwa zwei Drittel ihrer Fraktionsmitglieder vertreten Wahlkreise, in denen die Brexit-Befürworter vorne lagen.

(...)


http://www.spiegel.de/politik/ausland/b ... 31475.html

In Deutschland hätte das parlamentarische Dienstpersonal der Oberbonzen bestimmt kein Problem damit, das Ergebnis einer Volksabstimmung einzukassieren (deshalb gibt`s die auch gar nicht). In GB sind aber alle Abgeordneten direkt gewählte echte Parlamentarier, die werden sich wahrscheinlich eher gegen ihre eigene Überzeugung als gegen die Mehrheit des Volkes stellen ...
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Re: Großbritannien

Beitragvon AlexRE » Do 2. Feb 2017, 14:59

Das war klar. In einer echten Demokratie achten sogar die Parlamentarier, denen das Ergebnis einer Volksabstimmung nicht gefällt, den Mehrheitswillen des Volkes. In einer Demokratiesimulation wie der Bundesrepublik Deutschland würde das parlamentarische Dienstpersonal der Parteibosse ein so unerwünschtes Abstimmungsergebnis entweder selbst kassieren oder - noch lieber - die Justiz vorschicken, um die antidemokratische Drecksarbeit zu machen.

Brexit

Das Parlament spielt mit

Die britische Regierungschefin Theresa May kann den EU-Austritt bald einleiten. Auch die Labour-Partei stimmt im Parlament dafür – und zerbricht darüber fast.

(...)


http://www.zeit.de/politik/ausland/2017 ... heresa-may
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Re: Großbritannien

Beitragvon Livia » Do 2. Feb 2017, 17:24

AlexRE hat geschrieben:Das war klar. In einer echten Demokratie achten sogar die Parlamentarier, denen das Ergebnis einer Volksabstimmung nicht gefällt, den Mehrheitswillen des Volkes. In einer Demokratiesimulation wie der Bundesrepublik Deutschland würde das parlamentarische Dienstpersonal der Parteibosse ein so unerwünschtes Abstimmungsergebnis entweder selbst kassieren oder - noch lieber - die Justiz vorschicken, um die antidemokratische Drecksarbeit zu machen.

Brexit

Das Parlament spielt mit

Die britische Regierungschefin Theresa May kann den EU-Austritt bald einleiten. Auch die Labour-Partei stimmt im Parlament dafür – und zerbricht darüber fast.

(...)


http://www.zeit.de/politik/ausland/2017 ... heresa-may


Alle Achtung und viel Erfolg. :)
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Re: Großbritannien

Beitragvon Staber » Do 2. Feb 2017, 19:50

@ Livia
Alle Achtung und viel Erfolg. :)

Es sei daran erinnert, dass die Briten, als es ihnen schlecht ging, dreimal jammernd u. hilfesuchend bei der damaligen EWG angeklopft haben, um als bettelarme Nachbarn endlich und gegen die Warnungen Frankreichs erbarmungshalber aufgenommen zu werden. Kaum waren sie drin, haben sie herum genöhlt, sich aufgespielt und den Kontinent blockiert, wo sie nur konnten. Von Anfang an haben sie in Europa falsch gespielt. Sie wollten nur aus destruktiven Gründen Mitglied sein.
Die europäische Einigung wäre zum Vorteil aller Mitglieder weiter, hätte man damals auf Frankreich gehört und die Briten auf der Insel sich selbst überlassen.

Der Weg Britanniens aus der EU muss deshalb zum Vorteil der Mitglieder werden. Wo die Briten danach landen, braucht das übrige Europa überhaupt nicht mehr zu interessieren. Wenn es ihnen dann wieder einmal schlecht gehen sollte, können sie ja dann bei ihren künftigen "Partnern" hausieren gehen. Die Türkei, Russland, die Seychellen oder what so ever, werden ihnen dann sicher großzügig helfen.
MfG
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Re: Großbritannien

Beitragvon Livia » Do 2. Feb 2017, 23:28

Staber hat geschrieben:@ Livia
Alle Achtung und viel Erfolg. :)

Es sei daran erinnert, dass die Briten, als es ihnen schlecht ging, dreimal jammernd u. hilfesuchend bei der damaligen EWG angeklopft haben, um als bettelarme Nachbarn endlich und gegen die Warnungen Frankreichs erbarmungshalber aufgenommen zu werden. Kaum waren sie drin, haben sie herum genöhlt, sich aufgespielt und den Kontinent blockiert, wo sie nur konnten. Von Anfang an haben sie in Europa falsch gespielt. Sie wollten nur aus destruktiven Gründen Mitglied sein.
Die europäische Einigung wäre zum Vorteil aller Mitglieder weiter, hätte man damals auf Frankreich gehört und die Briten auf der Insel sich selbst überlassen.

Der Weg Britanniens aus der EU muss deshalb zum Vorteil der Mitglieder werden. Wo die Briten danach landen, braucht das übrige Europa überhaupt nicht mehr zu interessieren. Wenn es ihnen dann wieder einmal schlecht gehen sollte, können sie ja dann bei ihren künftigen "Partnern" hausieren gehen. Die Türkei, Russland, die Seychellen oder what so ever, werden ihnen dann sicher großzügig helfen.
MfG


Glaube nicht dass es so weit kommen wird. Die Briten haben inzwischen auch gelernt wie man die EU übers Ohr hauen kann, nicht nur umgekehrt. Der Schweiz geht es einigermassen gut auch ohne diese ölige EU. ;)
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Re: Großbritannien

Beitragvon Livia » So 30. Apr 2017, 14:53

30.04.2017 - 12:12, sda
May will nicht zweistufige Verhandlungen

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A wie Artikel 50: Im EU-Vertrag ist festgelegt, wie die Verhandlungen über den Austritt eines Landes aus der Union ablaufen sollen. Der interessanteste Punkt: Die Parteien können sich zwei Jahre für die Scheidung Zeit lassen - und eine Fristverlängerung ist möglich. Die britische Premierministerin Theresa May hat angekündigt, bis Ende März den Artikel 50 auslösen zu wollen.
Bild: Getty Images

Die britische Premierministerin Theresa May hält an ihrer Forderung fest, den EU-Austritt ihres Landes und ein künftiges Handelsabkommen gleichzeitig zu verhandeln. "Nichts ist vereinbart, bevor alles vereinbart ist", sagte May am Sonntag in einem BBC-Interview.

May sagte, die Verhandlungen könnten teilweise zäh werden. Sie ziehe weiterhin kein Abkommen einem schlechten Abkommen mit der EU vor.


https://www.bluewin.ch/de/news/ausland/ ... und-h.html

Dranbleiben, hart bleiben, Bravo. :)
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Re: Großbritannien

Beitragvon AlexRE » So 30. Apr 2017, 20:31

Wieso "hart bleiben"? Ich sehe keine Härte darin, den Verhandlungen auszuweichen. So bleiben die Briten nämlich trotz des Abstimmungsergebnisses vorläufig in der EU - und zwar mit allen Rechten und Pflichten.
Der Stuttgarter OB Rommel:

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