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Re: Gauck: Die Kanzlerin muss endlich Klartext reden

Beitragvon AlexRE » Mo 9. Jul 2012, 15:24

Staber hat geschrieben:"Unser deutscher Wunschpräsident" versteht es meisterlich , dank seiner pastoralen rhetorischen Gaben mit klugen Sprüchen, etwas Selbstkritik und mit Blick auf das Volk durch populäre Äußerungen zu punkten.


Das hier war alles andere als "meisterlich":

„Ich sehe nicht, dass die Bereitschaft der Regierung konterkariert werden wird vom Bundesverfassungsgericht.“ Damit beurteilte er die Klage vor dem Bundesverfassungsgericht als aussichtslos und sorgte auch für Irritationen bei den potentiellen Klägern.


http://www.deutsche-mittelstands-nachri ... /04/41916/

Das ist ein Ausmaß an (Dumm-) Dreistigkeit, das eher zu den ordinärsten bundesdeutschen Parteibuchkarrieristen passt als zu einem pastoral - rhetorisch begabten Repräsentanten des Volkssouveräns.
Der Stuttgarter OB Rommel:

Ich trete überall, wo das notwendig ist, der Meinung entgegen, der Umstand, dass die Diktatur zu allem fähig war, berechtige dazu, die Demokratie zu allem unfähig zu machen.
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Re: Gauck: Die Kanzlerin muss endlich Klartext reden

Beitragvon GasGerd » Mo 9. Jul 2012, 15:47

Soviel zu dummdreisten Parteibuchkarrieristen:

"Der FDP-Vorsitzende im Europaparlament, Alexander Graf Lambsdorff, bezweifelte sogar die Urteilsfähigkeit der höchsten deutschen Richter: "Manche Beobachter kritisieren zu Recht, dass die Richter des Bundesverfassungsgerichts nicht mit allen Vorgängen in Europa ausreichend vertraut sind. Deshalb kommt es gelegentlich zu Fehleinschätzungen aus Unkenntnis.""

Diese Pseudodemokraten werden wirklich immer dreister. In Karlsruhe geht es darum, ob und inwieweit tatsächliche oder vorgebliche ökonomische Sachzwänge eine Aufgabe von Souveränitätsrechten legitimieren kann und welche Anforderungen (Volksabstimmung wg. Art. 146 GG?) an so einen Prozess zu stellen sind.

Das kann mit Sicherheit niemand besser beurteilen als die Verfassungsrichter - jedenfalls ganz sicher nicht Herr Lambsdorff.

Ich habe auch große Zweifel, dass die derzeitigen politischen Akteure in ökonomischer Hinsicht die angeblichen Sachzwänge zutreffend beurteilen, aber das ist ein anderes Kapitel als die nun anstehende staatsrechtliche Klärung.


http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post ... sp=98#jump
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Re: Gauck: Die Kanzlerin muss endlich Klartext reden

Beitragvon Staber » Mo 9. Jul 2012, 17:38

Der Herr BP, der angekündigt hatte, für ALLE Deutschen...(Mit Verlaub Herr Gauck,Sie sind nicht mein Präsident ,denn ich konnte Sie nicht demokratisch als Teil des Volkes wählen/abwählen. Sie wurden gewählt von Statisten der Banken und Wirtschaft, von Lobbyisten und machtgeilen Menschen ).... da sein zu wollen, hat
sich schon im Beginn seiner Tätigkeit als BP demaskiert. Wie so oft im leben , kommt
man vom Regen in die Traufe. Immer mehr Bürger sind schon vor Ablauf der 100 Tage
Frist masslos enttäuscht von ihm. Nichts desto trotz brauchen wir in unserer moder-
nen Gesellschaft keinen Grüssaugust und Unterschriftsautomaten mehr. Hoffentlich
war das der Letzte. :x



gruß staber
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Re: Lob und Tadel für Gauck

Beitragvon Uel » Di 10. Jul 2012, 10:07

Hallo Staber, ...

... mag ja sein, dass Du den BP nicht brauchst, aber bist Du sicher, dass viele Menschen ohne ihn weder aus- noch klarkommen. Was ist mit all denen, die Lady Di, die Queen und unsere Sylvie so gigantisch finden, was würden die anstellen, wenn sie nicht wenigstens den BP hätten.

Ich denke unter diesem Aspekt ist unser BP eine wirtschaftliche und relativ wenig emotionale Lösung.
Liebe Grüße
von Uel


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Re: Lob und Tadel für Gauck

Beitragvon Staber » Di 10. Jul 2012, 10:46

Uel hat geschrieben:Hallo Staber, ... Was ist mit all denen, die Lady Di, die Queen und unsere Sylvie so gigantisch finden, was würden die anstellen, wenn sie nicht wenigstens den BP hätten.


Moin Uel!

Bestimmt keinen Massenselbstmord aus Verzweifelung!Kleiner Scherz! ;)



gruß nach NRW

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Re: Lob und Tadel für Gauck

Beitragvon Uel » Di 10. Jul 2012, 12:42

... aber vielleicht einen Kuscheltier-Aufstand .... ;)
Liebe Grüße
von Uel


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Re: Verfassungsgericht entscheidet über Eurorettung

Beitragvon AlexRE » Mi 11. Jul 2012, 20:42

Hier ist sehr anschaulich dargestellt, dass es mit dem "Durchwinken" von ESM und Fiskalpakt in Karlsruhe voraussichtlich nicht so einfach wird, wie sich das unsere schwarzgelbrotgrünen Parteiapparatschiks und deren Bundespräsident so vorstellen:

(...)

Prantl: Das Bundesverfassungsgericht hat ja wiederholt gesagt, die Grenzen des Grundgesetzes sind erreicht. Oder nehmen Sie ein anderes Bild, das mir ganz plastisch erscheint: Nehmen wir das Grundgesetz wie einen großen Brunnen, aus dem man schöpft, und es ist nun so lange aus diesem Brunnen geschöpft worden, um Souveränitätsrechte von dem Staat Bundesrepublik auf die Europäische Union zu übertragen, dass der Vorrat zum Schöpfen ausgeschöpft ist. Der Eimer kratzt sozusagen am Boden, es ist nichts mehr da zu schöpfen. Das ist etwas, dass das Verfassungsgericht in verschiedenen Urteilen immer wieder so oder so ähnlich, in juristische Sprache gekleidet, kundgetan hat, die Möglichkeiten zur Integration seien auf dem Boden des Grundgesetzes ausgereizt. Nun wird man sich fragen müssen, findet man noch irgendwo einen halben Eimer Wasser, oder findet man den nicht mehr. Wenn man den nicht findet, wird das Bundesverfassungsgericht Möglichkeiten finden müssen, eine Volksabstimmung anzuberaumen, oder eine solche anzuempfehlen, weil dann geht es nur mit einer Abstimmung des ganzen Volkes weiter.

Barenberg: Artikel 23 Grundgesetz beauftragt die Bundesrepublik Deutschland ja geradezu, zur Verwirklichung eines vereinten Europas beizutragen, und auch zur Entwicklung der Europäischen Union, daran mitzuwirken. Trägt dieser Artikel nicht auch in diesem Fall?

Prantl: Das Grundgesetz ist natürlich europafreundlich. Schon die Präambel sagt ja, dass das deutsche Volk vom Willen beseelt sei, gleichberechtigtes Glied im einem vereinten Europa zu sein. Das muss man tatsächlich als Verfassungsauftrag bezeichnen, am europäischen Haus zu bauen. Und im Artikel 23, im sogenannten Europaartikel, ist dann noch kundgetan, dass die Bundesrepublik bei der Entwicklung der Europäischen Union mitwirkt, aber dann kommt der entscheidende Satz: "Einer Union, die demokratischen, rechtstaatlichen, sozialen und föderativen Grundsätzen verpflichtet ist, und einen, dem Grundgesetz vergleichbaren Grundrechtsschutz gewährleistet". Das sind die Fragen, bei denen die Verfassungsjuristen ganz hellhörig werden. Es ist ja allgemein bekannt, dass es mit der Demokratie in Europa nicht sehr weit her ist. Wir geben zwar viele Souveränitätsrechte ab von den einzelnen Nationalstaaten in die Europäische Union, aber es gibt derzeit auf europäischer Ebene beispielsweise keine Gewaltenteilung, das Europäische Parlament hat noch lange nicht die Kontrollmöglichkeiten, die das nationale Parlament jedenfalls einmal gehabt hat. Das heißt, es wandern hier Kompetenzen weg von den Nationalstaaten, ohne dass die Kontrollmöglichkeiten, auch die legislativen Rechte durch das Parlament, in dem Fall durch das Europaparlament, auf gleiche Weise mitwandern. Da ist die Demokratie in Europa zu wenig entwickelt und die Frage in Karlsruhe wird auch sein: Wie kann ich die Demokratie in Deutschland in der gewohnten Weise erhalten, in einer Weise, die ja auch vom sogenannten Ewigkeitsgrundrecht, der Ewigkeitsklausel im Grundgesetz gesichert ist? Und wie bringe ich zugleich mehr Demokratie nach Europa?

(...)


Quelle: dradio.de
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Re: Verfassungsgericht entscheidet über Eurorettung

Beitragvon Uel » Mi 11. Jul 2012, 21:04

... ich mag es garnicht glauben, dass da noch demokratische, rechtstaatliche Hoffnung sein soll ... hoffen wir also, aber versprechen wir uns nicht zuviel ... !
Liebe Grüße
von Uel


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Re: Verfassungsgericht entscheidet über Eurorettung

Beitragvon Staber » Mi 11. Jul 2012, 22:38

@Uel
....hoffen wir also, aber versprechen wir uns nicht zuviel ... !


Selbst hinter den Begriff - HOFFEN - setze ich ein großes Fragezeichen!
Nicht nur die Politker, die von den Medien ohnehin genug um die Ohren bekommen, sondern auch das BVerfG ist mit der inhaltlichen Problematik der EURO-Rettung heillos überfordert.Liest man die jüngsten Urteile des BVerfG zur Vorratsdatenspeicherung oder zum Wahlgesetz, so wird deutlich, dass die Juristen keine gute Qualität abliefern - vermutlich nicht abliefern können. Sie sind mit materiellen Fragen (Techniken der Vorratsdatenspeicherung, Mathematische Feinheiten des Wahlgesetzes) überfordert.
Sie handeln zudem nach kleinsten gemeinsamen Nennern, weil die Richter politisch bestimmt wurden. Das BVerfG hat - wie viele andere oberste Gerichte in D - mit der Zeit einen viel zu hohen Stellenwert bekommen und kann die ihm zugedachte Rolle dabei längst nicht einnehmen.
Die Mär von den Hütern der Demokratie ist ein Trugschluss, den nur viele Bürger noch nicht durchschaut haben.

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Re: Verfassungsgericht entscheidet über Eurorettung

Beitragvon Staber » Mi 11. Jul 2012, 22:57

@Alex
Wie kann ich die Demokratie in Deutschland in der gewohnten Weise erhalten, in einer Weise, die ja auch vom sogenannten Ewigkeitsgrundrecht, der Ewigkeitsklausel im Grundgesetz gesichert ist?



Warum machen wir alle diese Farce überhaupt mit?

Es sollte doch inzwischen jedem klar geworden sein, das Verträge, Grundgesetzte und Institutionen, die diese schützen sollen, doch nur noch das Feigenblatt für den Sieg des globalen Corporatismus. Die Verträge, die unterschrieben werden, sind nicht das Papier wert, auf dem sie verfasst werden, da von den Eliten final eh alles nach Ermessenspielraum ausgelegt wird. Wir sind selbst schuld, da wir dieses System alle 4 Jahre stärken: Bitte bleibt ruhig, nicht aufregen ! ;) Wir gehen brav wählen (Bürgerpflicht), signalisieren somit Zustimmung zum System und finanzieren die Blockparteienkrake direkt durch Wahlkampfkostenerstattung pro Stimme.Ja Bravo! Das einzige Mittel ,um nicht Prostwähler zu werden ist Nicht-wähler sein. Damit kein müder Euro mehr in das kaputte Politsystem fließt, die Wahlbeteiligung bei der nächsten Bundestagswahl unter 50% drücken. Man glaubt ja nicht, wie schnell Staatsdiener handeln, wenn das Schmiermittel ausgeht? Wer baut dieses neue Deutschland, dass wir in unseren Köpfen haben, wenn nicht wir selbst?
Handeln! :)

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