Asozial-Staat Deutschland: Längst zunehmend Lebensrealität

Hier können aktuelle Themen getrennt voneinander auf gesonderten threads erörtert werden.

Jugendgewalt bereits schwerwiegender als angenommen

Beitragvon Excubitor » Di 14. Jan 2014, 13:44

Aus einem Bericht des Magazins Planetopia vom 13.01.2014 lässt sich entnehmen, dass die Jugendgewalt in Deutschland bereits viel tiefer in gesellschaftliche Strukturen "eingebrannt" ist, als man seitens der Verantwortlichen bisher öffentlich zugeben wollte. Wie eine Studie der Hochschule Fulda dahingehend belegt, haben bereits zwei Drittel der Jugendlichen Gewalt in eigenen Beziehungen erlebt, wobei hier mit Gewalt bereits körperliche Ausprägungen gemeint sind, nicht nur Beleidigungen... Der ausschlaggebende Grund für die Anwendung von Gewalt soll dabei das Beobachten und Mit- oder sogar selbst Erleben von Gewalt im Elternhaus oder partnerschaftlichen Beziehungen der Erziehungsberechtigten sein, was durchaus nachvollziehbar ist.

Siehe dazu
http://www.planetopia.de/nc/magazin/new ... ungen.html
Ich hoffe der Beitrag wird als Video ins Netz eingespeist, versuche aber noch nähere Angaben zu der Studie aus Fulda zu ermitteln.

Kommentar
Hier wird ein erschreckendes Ausmaß an Versagen in Sozial- und Familien-Politik deutlich. Gewalt ist in Deutschland schon viel zu tief in familiäre und gesellschaftliche Strukturen eingebettet. Das kann nur katastrophale soziale Folgen für die Zukunft nach sich ziehen, wenn nicht umgehend und vor allem konsequent von allen Verantwortlichen gehandelt wird, angefangen bei denjenigen, welche die bislang untauglichen Rahmenbedingungen vorgegeben haben, also den Polit-Versagern.
Wie der vorhergehende Beitrag aufzeigt müssen dabei auch therapeutische "Qualitäten" schonungslos hinterfragt werden.

Was allerdings noch wichtiger ist, ist, dass wir alle dabei nicht schweigend zusehen dürfen, sondern jeder seine gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen muss, um seinen persönlichen Teil zu Verbesserungen beizutragen, sei es durch Information der Öffentlichkeit und/oder praktisches, positives Einwirken im eigenen, persönlichen Lebensumfeld.
Zuletzt geändert von Excubitor am Di 14. Jan 2014, 19:30, insgesamt 2-mal geändert.
Wer kämpft (falls erforderlich) kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren. (Berthold Brecht)
Doch: Die höchste Kunst besteht darin zu siegen ohne zu kämpfen... (Sun Tsu)
Benutzeravatar
Excubitor
 
Beiträge: 7184
Registriert: So 24. Apr 2011, 17:39

Re: Asozialstaat Deutschland: Längst zunehmend Lebensrealität

Beitragvon AlexRE » Di 14. Jan 2014, 14:07

Die neueste asoziale Mode, Radmuttern an Rettungswagen lockern:

http://www.express.de/koeln/radmuttern- ... 65094.html
Der Stuttgarter OB Rommel:

Ich trete überall, wo das notwendig ist, der Meinung entgegen, der Umstand, dass die Diktatur zu allem fähig war, berechtige dazu, die Demokratie zu allem unfähig zu machen.
Benutzeravatar
AlexRE
Administrator
 
Beiträge: 21768
Registriert: Di 16. Dez 2008, 16:24

Re: Asozialstaat Deutschland: Längst zunehmend Lebensrealität

Beitragvon Livia » Di 14. Jan 2014, 16:28

AlexRE hat geschrieben:Die neueste asoziale Mode, Radmuttern an Rettungswagen lockern:

http://www.express.de/koeln/radmuttern- ... 65094.html


:shock: :shock: Das kann es doch nicht sein ! Wenn so etwas dann noch publik gemacht wird, gibt es überall Nachahmer die das kopieren. Schrecklich was da passieren kann. Sie gehören in erzieherische Anstalten, die ihnen auch mal das Fürchten beibringen. Immer mehr hört man von solchen Übergriffen, was beweist, dass weder die Politik etwas ändern will, noch die Erzieher ihrer Aufgabe gerecht werden.

Auch wir bekamen als jugendliche Haue wenn wir nicht parierten, das hat uns aber nicht geschadet, sondern wir lernten dabei Respekt gegenüber andern Menschen und deren Gut. Es wäre höchste Zeit, dass man wieder mit Erziehung beginnt und die antiautoritäre Weise ganz weglässt, die nichts gebracht hat. :evil:
Viele Leute würden bereitwillig zugeben, dass sie sich langweilen; aber kaum einer würde zugeben, dass er langweilig ist.

Erich Fromm
Benutzeravatar
Livia
 
Beiträge: 11073
Registriert: Fr 5. Aug 2011, 12:30
Wohnort: Schweiz

Re: Asozialstaat Deutschland: Längst zunehmend Lebensrealität

Beitragvon AlexRE » Di 14. Jan 2014, 17:16

Livia hat geschrieben:Auch wir bekamen als jugendliche Haue wenn wir nicht parierten, das hat uns aber nicht geschadet, sondern wir lernten dabei Respekt gegenüber andern Menschen und deren Gut.


Da bin ich skeptisch. Normalerweise bringen die gesellschaftlichen Gruppen, in denen Gewalt als Erziehungsmittel akzeptiert ist, relativ zu ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung besonders viel gewaltkriminellen Nachwuchs hervor.

Vielleicht hast Du den Respekt ja in Wirklichkeit ganz woanders gelernt und ordnest das nur falsch zu.
Der Stuttgarter OB Rommel:

Ich trete überall, wo das notwendig ist, der Meinung entgegen, der Umstand, dass die Diktatur zu allem fähig war, berechtige dazu, die Demokratie zu allem unfähig zu machen.
Benutzeravatar
AlexRE
Administrator
 
Beiträge: 21768
Registriert: Di 16. Dez 2008, 16:24

Re: Jugendgewalt bereits schwerwiegender als angenommen

Beitragvon Excubitor » Di 14. Jan 2014, 19:50

Excubitor hat geschrieben:Aus einem Bericht des Magazins Planetopia vom 13.01.2014 lässt sich entnehmen, dass die Jugendgewalt in Deutschland bereits viel tiefer in gesellschaftliche Strukturen "eingebrannt" ist, als man seitens der Verantwortlichen bisher öffentlich zugeben wollte. Wie eine Studie der Hochschule Fulda dahingehend belegt, haben bereits zwei Drittel der Jugendlichen Gewalt in eigenen Beziehungen erlebt, wobei hier mit Gewalt bereits körperliche Ausprägungen gemeint sind, nicht nur Beleidigungen... Der ausschlaggebende Grund für die Anwendung von Gewalt soll dabei das Beobachten und Mit- oder sogar selbst Erleben von Gewalt im Elternhaus oder partnerschaftlichen Beziehungen der Erziehungsberechtigten sein, was durchaus nachvollziehbar ist.

Siehe dazu
http://www.planetopia.de/nc/magazin/new ... ungen.html
Ich hoffe der Beitrag wird als Video ins Netz eingespeist, versuche aber noch nähere Angaben zu der Studie aus Fulda zu ermitteln.

Kommentar
Hier wird ein erschreckendes Ausmaß an Versagen in Sozial- und Familien-Politik deutlich. Gewalt ist in Deutschland schon viel zu tief in familiäre und gesellschaftliche Strukturen eingebettet. Das kann nur katastrophale soziale Folgen für die Zukunft nach sich ziehen, wenn nicht umgehend und vor allem konsequent von allen Verantwortlichen gehandelt wird, angefangen bei denjenigen, welche die bislang untauglichen Rahmenbedingungen vorgegeben haben, also den Polit-Versagern.
Wie der vorhergehende Beitrag aufzeigt müssen dabei auch therapeutische "Qualitäten" schonungslos hinterfragt werden.

Was allerdings noch wichtiger ist, ist, dass wir alle dabei nicht schweigend zusehen dürfen, sondern jeder seine gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen muss, um seinen persönlichen Teil zu Verbesserungen beizutragen, sei es durch Information der Öffentlichkeit und/oder praktisches, positives Einwirken im eigenen, persönlichen Lebensumfeld.



Ergänzende Information zur Forschungsarbeit der Hochschule Fulda zum Thema Jugendgewalt

"Gewalt in Beziehungen kommt nicht nur bei Erwachsenen vor
Die Fuldaer Professorin Beate Blättner verweist etwa auf eine Studie aus dem Jahr 2009, in der 1353 britische Schüler im Alter von 13 bis 16 Jahren befragt wurden. Von körperlicher Gewalt in einer Beziehung berichteten 25 Prozent der Mädchen und 18 Prozent der Jungen. 80 Prozent der Mädchen erklärten, sie seien von emotionaler Gewalt betroffen. Von den Jungen waren es 51 Prozent. „Wir erwarten, dass die Zahlen in Deutschland sich ganz grob in diesen Dimensionen bewegen werden“, sagt Beate Blättner. „Aber wir sind auf Überraschungen gefasst.“"


Eine der Überraschungen scheint laut Planetopia-Bericht das Ausmaß der körperlichen Gewalt hierzulande zu sein...

Quelle:
http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/ ... 35084.html

Aus den Kommentierungen zu dem hier neu verlinkten Bericht, Quelle siehe vorige Zeile:

"[...]

Wer häusliche Gewalt erfährt und Hilfe sucht, findet sie rund um die Uhr bei der Hotline der Berliner Interventionszentrale bei häuslicher Gewalt BIG e.V. unter 030 611 03 00.

Nein, der Verein BIG kümmert sich ausschliesslich um Frauen.
Männer sind ungefähr im gleichen Maße von häuslicher Gewalt als Opfer betroffenen sind wie Frauen. Dies Wir gerne übersehen.
Nach einer Studie des Bundesfamilienministeriums von 2004 haben 26% der Männer in einer hetreosexuellen Partnerschaft körperliche Gewalt erfahren.
Wer kämpft (falls erforderlich) kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren. (Berthold Brecht)
Doch: Die höchste Kunst besteht darin zu siegen ohne zu kämpfen... (Sun Tsu)
Benutzeravatar
Excubitor
 
Beiträge: 7184
Registriert: So 24. Apr 2011, 17:39

Re: Asozialstaat Deutschland: Längst zunehmend Lebensrealität

Beitragvon Livia » Di 14. Jan 2014, 23:36

AlexRE hat geschrieben:
Livia hat geschrieben:Auch wir bekamen als jugendliche Haue wenn wir nicht parierten, das hat uns aber nicht geschadet, sondern wir lernten dabei Respekt gegenüber andern Menschen und deren Gut.


Da bin ich skeptisch. Normalerweise bringen die gesellschaftlichen Gruppen, in denen Gewalt als Erziehungsmittel akzeptiert ist, relativ zu ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung besonders viel gewaltkriminellen Nachwuchs hervor.

Vielleicht hast Du den Respekt ja in Wirklichkeit ganz woanders gelernt und ordnest das nur falsch zu.


Ich habe nicht erwartet, dass mein Beitrag Zuspruch erhält. Einen Klapps auf den Hintern oder auch mal ein lautes Anschreien kann sehr nützlich sein. Das muss man aber bereits bei Kleinkinder machen, nicht erst wenn sie in einem Alter sind wo die Eltern nichts mehr zu sagen haben. Bei uns ist es soweit gekommen, dass Kinder ihre Eltern verklagen können, wenn sie eine Ohrfeige erhalten. Das ist meines Erachtens eine abscheuliche Situation. Warum soll ich noch Kinder auf die Welt stellen, wenn sie dann später die Eltern verklagen oder sie sogar schlagen oder schwer verletzen, weil sie kein Geld rausrücken wollen ? Genau diese Denkweise hat sich zu stark in den Köpfen verankert und hat uns diese Verweichlichung in der Gesellschaft beschert. Meine Eltern waren sehr lieb aber auch streng und wenn wir was verbrochen hatten, gabs halt Schelte oder auch mal Haue. Das waren trotzdem schönere Zeiten als heute. ;)
Viele Leute würden bereitwillig zugeben, dass sie sich langweilen; aber kaum einer würde zugeben, dass er langweilig ist.

Erich Fromm
Benutzeravatar
Livia
 
Beiträge: 11073
Registriert: Fr 5. Aug 2011, 12:30
Wohnort: Schweiz

Re: Asozialstaat Deutschland: Längst zunehmend Lebensrealität

Beitragvon Livia » Di 14. Jan 2014, 23:47

Quelle:
http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/ ... 35084.html

Aus den Kommentierungen zu dem hier neu verlinkten Bericht, Quelle siehe vorige Zeile:
"[...]

Wer häusliche Gewalt erfährt und Hilfe sucht, findet sie rund um die Uhr bei der Hotline der Berliner Interventionszentrale bei häuslicher Gewalt BIG e.V. unter 030 611 03 00.


Hier geht es um Gewalt an Erwachsenen nicht um Kinder. Gewalt habe ich erfahren als ich verheiratet war, in meiner Jugendzeit kannte ich das nicht. Den Erwachsenen die Gewalt erfahren seien es Frauen oder auch Männer wird geholfen wenn sie in Not sind. Den Eltern mit gewalttätigen Kinder, die nicht unbedingt Gewalt im Elternhaus erfahren mussten, gibt es keine Hilfe, die lässt man im Regen stehen. Anmerken möchte ich jedoch auch, dass viele Eltern ihre Verantwortung vernachlässigen, auch das, und die Gesellschaft sowieso, macht viele zu gewalttätigen. Nachahmung der Jugendlichen ist ein Volkssport geworden, siehe die vielen Prügeleien an unschuldigen Passanten oder anderen unschuldigen Menschen.
Viele Leute würden bereitwillig zugeben, dass sie sich langweilen; aber kaum einer würde zugeben, dass er langweilig ist.

Erich Fromm
Benutzeravatar
Livia
 
Beiträge: 11073
Registriert: Fr 5. Aug 2011, 12:30
Wohnort: Schweiz

Re: Asozialstaat Deutschland: Längst zunehmend Lebensrealität

Beitragvon Excubitor » Mi 15. Jan 2014, 13:25

Livia hat geschrieben:
Quelle:
http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/ ... 35084.html

Aus den Kommentierungen zu dem hier neu verlinkten Bericht, Quelle siehe vorige Zeile:
"[...]

Wer häusliche Gewalt erfährt und Hilfe sucht, findet sie rund um die Uhr bei der Hotline der Berliner Interventionszentrale bei häuslicher Gewalt BIG e.V. unter 030 611 03 00.


Hier geht es um Gewalt an Erwachsenen nicht um Kinder. Gewalt habe ich erfahren als ich verheiratet war, in meiner Jugendzeit kannte ich das nicht. Den Erwachsenen die Gewalt erfahren seien es Frauen oder auch Männer wird geholfen wenn sie in Not sind. Den Eltern mit gewalttätigen Kinder, die nicht unbedingt Gewalt im Elternhaus erfahren mussten, gibt es keine Hilfe, die lässt man im Regen stehen. Anmerken möchte ich jedoch auch, dass viele Eltern ihre Verantwortung vernachlässigen, auch das, und die Gesellschaft sowieso, macht viele zu gewalttätigen. Nachahmung der Jugendlichen ist ein Volkssport geworden, siehe die vielen Prügeleien an unschuldigen Passanten oder anderen unschuldigen Menschen.


Nach Angaben eines anscheinend Berliners geht es bei dem Verein auch nicht um Erwachsene generell, wie es erforderlich wäre, sondern ausschließlich um Frauen, obwohl das Thema Gewalt mittlerweile von Kindern, über Jugendliche bis zu Erwachsenen die gesamte gesellschaftliche Struktur in einem bereits indiskutablen, inakzeptablen und sogar intolerablen Ausmaß durchzieht.

Siehe dazu meine Beiträge unter

viewtopic.php?f=66&t=740&p=56780#p56780
Wer kämpft (falls erforderlich) kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren. (Berthold Brecht)
Doch: Die höchste Kunst besteht darin zu siegen ohne zu kämpfen... (Sun Tsu)
Benutzeravatar
Excubitor
 
Beiträge: 7184
Registriert: So 24. Apr 2011, 17:39

Re: Asozialstaat Deutschland: Längst zunehmend Lebensrealität

Beitragvon Livia » Mi 15. Jan 2014, 17:06

Excubitor hat geschrieben
Nach Angaben eines anscheinend Berliners geht es bei dem Verein auch nicht um Erwachsene generell, wie es erforderlich wäre, sondern ausschließlich um Frauen, obwohl das Thema Gewalt mittlerweile von Kindern, über Jugendliche bis zu Erwachsenen die gesamte gesellschaftliche Struktur in einem bereits indiskutablen, inakzeptablen und sogar intolerablen Ausmaß durchzieht.


Was wäre denn gemäss diesem Verein zur Abhilfe vorgeschlagen worden ? Dass diese Situation ein Ausmass erreicht hat das kaum noch zu bremsen ist, kennen wir doch schone viele Jahre. Zu meiner Jugendzeit hatten die Lehrer und die Pfaffen das Sagen, es gab aber keine solchen Ausschreitungen wie das heute der Fall ist. Heute sind es die Psychiater und Psychologen die Sagen wo es lang geht und seither ist das Ruder ausser Kontrolle geraten. :(

Ich möchte an die traurige Situation in München erinnern von den drei Prügler aus der Schweiz, die einen Geschäftsmann halb tot schlugen und andere Unbeteiligte ebenso massiv verprügelt haben. Die drei wurden von ihren Eltern, ganz besonders von den Väter auf Händen getragen wie man das bei gewissen ethnischen Völker noch heute feststellen kann. Sie hatten keine Prügel im Elternhaus erlebt, aber Unbeteiligte trotzdem fast tot geschlagen. :evil:
Viele Leute würden bereitwillig zugeben, dass sie sich langweilen; aber kaum einer würde zugeben, dass er langweilig ist.

Erich Fromm
Benutzeravatar
Livia
 
Beiträge: 11073
Registriert: Fr 5. Aug 2011, 12:30
Wohnort: Schweiz

Re: Asozialstaat Deutschland: Längst zunehmend Lebensrealität

Beitragvon Excubitor » Mi 15. Jan 2014, 18:33

Livia hat geschrieben:
Excubitor hat geschrieben
Nach Angaben eines anscheinend Berliners geht es bei dem Verein auch nicht um Erwachsene generell, wie es erforderlich wäre, sondern ausschließlich um Frauen, obwohl das Thema Gewalt mittlerweile von Kindern, über Jugendliche bis zu Erwachsenen die gesamte gesellschaftliche Struktur in einem bereits indiskutablen, inakzeptablen und sogar intolerablen Ausmaß durchzieht.


Was wäre denn gemäß diesem Verein zur Abhilfe vorgeschlagen worden ? Dass diese Situation ein Ausmass erreicht hat das kaum noch zu bremsen ist, kennen wir doch schone viele Jahre. Zu meiner Jugendzeit hatten die Lehrer und die Pfaffen das Sagen, es gab aber keine solchen Ausschreitungen wie das heute der Fall ist. Heute sind es die Psychiater und Psychologen die Sagen wo es lang geht und seither ist das Ruder ausser Kontrolle geraten. :(

Ich möchte an die traurige Situation in München erinnern von den drei Prüglern aus der Schweiz, die einen Geschäftsmann halb tot schlugen und andere Unbeteiligte ebenso massiv verprügelt haben. Die drei wurden von ihren Eltern, ganz besonders von den Väter auf Händen getragen wie man das bei gewissen ethnischen Völker noch heute feststellen kann. Sie hatten keine Prügel im Elternhaus erlebt, aber Unbeteiligte trotzdem fast tot geschlagen. :evil:


Mein Beitrag beinhaltet Kritik an diesem Verein, dem wir uns angesichts des Hauptproblems nicht zu ausführlich widmen sollten, da man sich dort nur eingeschränkt der eigentlich Geschlechts übergreifenden gesellschaftlichen Problemstruktur zuwendet, wie Du trefflich hervorgehoben hast, Livia. Ebenfalls zutreffend ist Deine Bemerkung, dass wir schon viele Jahre auf diese Zustände hingesteuert haben, wahrscheinlich schon seit den Anfängen der Verweichlichungstendenzen der sog. 68ger in Sozialpolitik und Juristerei. Man kann begründet annehmen, dass dies ein schleichender Prozess ist, der schon in und mit der antiautoritären Erziehung seinen fatalen Anfang nahm und dessen bittere Früchte wir nun alle ernten dürfen. Doch noch ist es nicht völlig zu spät zu Ordnung und Struktur im deutschen Sozialwesen zurückzukehren... In diesem Themen-Strang und an anderen Stellen dieses Forums gibt es einige brauchbare Ansätze und praktikable Lösungsvorschläge. Weiteres Problem in diesem Zusammenhang ist jedoch, dass die eigentlich für die Misere Verantwortlichen seit vielen Jahren sinnvollen Lösungen aus dem Weg gehen und diese sträflich missachten, was das Ausmaß ihrer Verantwortung noch weiter vergrößert....

P.S.: Vermutlich fällt noch heute Abend die 10000der Klick-Grenze für diesen block buster unter der Themen-Strängen dieses Forums. Jippieieeeh...
Wer kämpft (falls erforderlich) kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren. (Berthold Brecht)
Doch: Die höchste Kunst besteht darin zu siegen ohne zu kämpfen... (Sun Tsu)
Benutzeravatar
Excubitor
 
Beiträge: 7184
Registriert: So 24. Apr 2011, 17:39

VorherigeNächste

Zurück zu Weitere aktuelle Themen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste

cron