Die Anschläge in Paris und ihre Folgen

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Re: Die Anschläge in Paris und ihre Folgen

Beitragvon icke » Sa 31. Mär 2018, 22:14

Charlie Hebdo sieht sich mal wieder Morddrohungen ausgesetzt, nur weil das Magazin Tariq Ramadan auf dem Titelbild mit einer Erektion und der Sprechblase: "Ich bin die sechste Säule des Islam" abbildete. Dann schob es dem Chefredakteur des Magazins Mediapart, Edwy Plenel, in einer Karikatur diese Aussage unter: "Ramadan-Affäre: Wir wussten von nichts." Ramadan sitzt jetzt wegen Vergewaltigungsvorwuerfen im Knast.

Zur Person Tariq Ramadan: Sein Großvater gründete die Muslimbruderschaft und wurde von Ägypten erschossen, sein Vater flüchtete erst nach Deutschland, gründete hier das Islamische Zentrum München, eine Anlaufstelle für spätere Führungskräfte der MB und ging dann in die Schweiz. Er rechtfertigte die Todesstrafe bei Ehebruch, eine Vergewaltigung ist auch schon Ehebruch, sowie die Genitalbeschneidung bei Frauen. In den USA durfte er nicht einreisen, in Europa galt er aber als moderater Moslems und war bestens mit Politik und Medien verquickt und ein gerngesehener Gast bei politischen Veranstaltungen und Anhörungen. Er hatte eine Professur in Oxford, die von Katar finanziert wurde.

Gegen Tariq Ramadan wurden Vergewaltigungsvorwuerfe erhoben, dabei hat Ramadan laut eigener Aussage ein wasserdichtes Alibi. Er hat nichts getan, die französischen Juden wollen ihm nur was unterstellen. Redakteur Plenel unterstellt Hebdo die fiktive Krankheit Islamophobie und zusammen mit der europäischen Rechten einen Kampf gegen Moslems. Mit Tariq Ramadan zusammen arbeiten, die Propaganda von islamischen Faschisten übernehmen und dann über eine Zusammenarbeit mit Rechten klagen. Plenel besitzt Humor. Er sollte sich für ein Praktikum bei Charlie Hebdo bewerben. Es muss wohl an solchen Leuten liegen, weshalb Charlies Mitarbeiterin Zineb El Rhazoui Teile der französischen Linken als "Kollaborateure des islamischen Faschismus" bezeichnet. Hebdo wird in den nächsten Ausgaben weitere Karikaturen über den Enkel des Gründers der Muslimbruederschaft zeichnen und da Ramadans Anhänger nicht in der Lage sind eine Anzeige zu erstatten, müssen sie weitere Morddrohungen aussprechen.

Der saudische Staatssender zensiert die Hebdo-Karikatur
http://english.alarabiya.net/en/media/p ... madan.html

Für die französische Satirezeitung „Charlie Hebdo“ ist Schluss mit lustig. Sie wendet sich mit deutlichen Worten gegen diejenigen, die sie für Versteher des islamistischen Terrors hält.
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/d ... 94215.html

Diesen Satz werden wir nie verzeihen“: So verbittert, so unversöhnlich hat sich „Charlie Hebdo“ nicht einmal nach dem Attentat im Januar 2015 geäußert. Damals wurde das Erscheinen der Zeitschrift für ein paar Wochen eingestellt. Der Satz, den die Überlebenden von damals nicht verzeihen können, lautet: „Charlie Hebdo ist Teil einer Kampagne (...), besessen vom Krieg gegen die Muslime.“ Nach dem Attentat im Pariser Bataclan vor zwei Jahren höhnte Ramadan auf Facebook Ich bin weder Charlie noch Paris, ich darf verdächtigt werden.“

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Re: Die Anschläge in Paris und ihre Folgen

Beitragvon AlexRE » So 1. Apr 2018, 00:20

Er rechtfertigte die Todesstrafe bei Ehebruch, eine Vergewaltigung ist auch schon Ehebruch


Das ist meines Wissens nicht ganz so, wenn eine Vergewaltigung vor einem Scharia - Gericht beweisbar sein sollte (etwa durch männliche Zeugen), ist das Opfer keine Ehebrecherin und der Täter wird zum Tode verurteilt. Das eigentliche Problem ist, dass im Scharia - Recht die Aussage eines Mannes den doppelten Beweiswert der Aussage einer Frau hat. Da es bei den meisten Vergewaltigungen keine Zeugen gibt und der Vergewaltiger nicht aufgehängt oder gesteinigt werden möchte, berufen sich die Täter regelmäßig auf Freiwilligkeit des Verkehrs. Was in anderen Rechtssystemen eine "Aussage gegen Aussage" Patt - Situation ist, gilt dann nach der Scharia als bewiesener Ehebruch. So kommt es zu den häufigen Verurteilungen von Vergewaltigungsopfern. Das sind auch nicht immer Todesurteile, in Afghanistan z. B. sind die Gefängnisse mit Vergewaltigungsopfern überfüllt, die alle ein paar Jahre Knast bekommen haben.
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Re: Die Anschläge in Paris und ihre Folgen

Beitragvon icke » Do 19. Jul 2018, 13:57

In Frankreich dauerte der Wechsel von Euphorie zu Alltagsproblemen nicht lange. Im Oktober, drei Jahre nach dem Anschlag auf das Bataclan, soll der französische Jihad-Rapper Médine dort auftreten. Médine bezeichnet sich selbst als Islamo-Hooligan, seine Alben heißen Jihad und 11. September, in seinen Texten rappt er über den Sturz des säkularen Frankreichs. Auch Bushido veröffentlichte ein Lied namens 11. September. Ein französischer Minister möchte den Auftritt verhindern, obwohl das ein guter Moment wäre, um hunderte Extremisten zu erfassen, denn solche Leute gehören nicht in Europa und wurden in den letzten Jahren zu hunderten in Irak und Syrien hingerichtet. Vielen Dank dafür an Syrien und Irak!

Trotzdem bedanke ich mich auch bei Bushido und Médine, denn die haben auf einige Opportunisten, Dummköpfe und Islamisten aufmerksam gemacht, die ich genauso verachte wie einen Terroristen aus Tunesien. Wer arbeitet schon freiwillig wie Moritz Bleibtreu, Pocher, Joko und Klaas mit Bushido zusammen? Nur nützliche Idioten und deshalb hat sich von denen DISTANZIERT und sie anschließend bedroht und verächtlich gemacht. Alle Fans und Arbeitskollegen dürfen gerne zum Vorteil der Hinterbliebenen enteignet werden.

Konzert des Rappers Médine im Pariser «Bataclan» soll verboten werden
Im Oktober soll der französische Rapper Médine im Pariser «Bataclan» auftreten. Doch das Innenministerium erwägt, den Auftritt zu verbieten.
https://www.nzz.ch/feuilleton/konzert-d ... ld.1394657
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Re: Die Anschläge in Paris und ihre Folgen

Beitragvon icke » Do 27. Jun 2019, 10:45

Bataclan-Anschlag in Paris - Terrorverdächtiger in Deutschland festgenommen

Die Staatsanwaltschaft in Dresden hat mitgeteilt, dass ein Mann festgenommen wurde, der vor vier Jahren am Anschlag in Paris beteiligt gewesen sein könnte. Gegen ihn liegt ein Europäischer Haftbefehl vor.
https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 74563.html
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Re: Die Anschläge in Paris und ihre Folgen

Beitragvon icke » Mi 6. Nov 2019, 16:19

Die Überlebenden der IS-Attentate 2015 in Paris, bei denen 131 Menschen ermordet wurden, haben sich nun an die Öffentlichkeit gewandt. Sie fordern, dass sich die internationale Staatengemeinschaft gegen den Krieg der Türkei die Kurden unterstützt. Schließlich verdanken sie ihren jetzigen Frieden den Einheiten in der Region, die gegen den IS kämpften. Dank der Angriffe der Türkei sind nun Hunderte der gefangenen IS-Terroristen und ihrer Familien wieder frei und die Überlebenden fragen: "wie lange wird es dauern, bis sie wieder angreifen?"

https://www.euronews.com/2019/11/01/par ... -the-kurds?
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Re: Die Anschläge in Paris und ihre Folgen

Beitragvon AlexRE » Fr 10. Jan 2020, 00:08

Charlie Hebdo ist echt schon 5 Jahre her ...

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Re: Die Anschläge in Paris und ihre Folgen

Beitragvon icke » Sa 25. Jan 2020, 18:01

Die Witwe des Zeichners Tignous hat ein Buch geschrieben über diese Zeit – über ihren Kampf mit den Behörden, ihre Trauer und ihre Wut.
https://magazin.spiegel.de/SP/2020/3/16 ... index.html

Das ZDF nannte den Anschlag in einem tweet Streit zwischen Christen und Moslems. Ebenso Rushdie und Ariane Grande. Nur sind das alles keine Christen. Charlie Hebdo karikierte auch Christen und die Kirche. Offenbar tobte danach gegen das unschuldige ZDF einmal mehr ein shitstorm "von rechts", so entschloß die Redaktion, eine neue Version ihrer Blödheit und Unverschämtheit zu veröffentlichen. Diesmal unter Verwendung des Begriffs "Zäsur".

Wenn einzelne oder wenige Personen von einer der seit 2015 notorischen "Männergruppen" überfallen und oft übel zugerichtet werden, redet die Presse auch regelmäßig von einem "Streit", der "eskaliert" sei. So wird den meist hilflosen Opfern eine Mitschuld an ihrem Schicksal zugebilligt, die wiederum vom Schuldkonto der Gewaltverbrecher abgebucht wird. Populär ist zur Zeit auch die Feststellung, die Opfer hätten sich "zur falschen Zeit am falschen Ort" befunden, ergo selbst einen Fehler gemacht. Wann nun die richtige Zeit und wo der richtige Ort gewesen wären, erfährt der Mediennutzer nicht. Aber auf jeden Fall sind Weihnachtsmärkte wie in Augsburg oder Berlin "falsche Orte".

Zum Gedenken an das Massaker bei Charlie Hebdo, das sich zum fünften Mal jährt, verfährt das ZDF nach dem gleichen probaten Rezept. Dies sei ein Streit zwischen Christentum und Islam gewesen, der, wie wir nun wohl folgern müssen, zufällig in der Redaktion von Charie Hebdo eskaliert sei. Für die Methode der Terroristen, satirische Zeichnungen mit Gewehrschüssen auf Unbewaffnete zu beantworten, eine zynische Sicht der Dinge seitens des Staatsfernsehens.

Tatsächlich handelt es sich um den Krieg der Barbarei gegen die Zivilisation, der seit nunmehr 1400 Jahren mit den gleichen Mitteln, Terror und ostentative Greuel gegen Unschuldige, geführt wird, und der die meisten der alten Hochkulturen im Mittelmeerraum schon vor langer Zeit verschlungen hat. Auch Teile von Europa hat die Barbarei beherrscht, die iberische Halbinsel, Ungarn und andere. Das ging regelmäßig mit unsagbaren Schauerlichkeiten einher. Wer sich über den Niedergang von Hochkulturen belesen möchte, kann das beispielsweise anhand des Untergangs von Konstantinopel tun, wo Mehmed II mit seiner Räuberbande wütende Massaker veranstaltete. Er ist seither unter dem Titel "Al Fatih" (Der Eroberer) in der religiösen Welt berühmt, knapp 100 Knierutscherkaschemmen im Bundesgebiet tragen seinen Namen.

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Re: Die Anschläge in Paris und ihre Folgen

Beitragvon maxikatze » Sa 25. Jan 2020, 20:30

icke hat geschrieben:Bild



"Streit" nennt man also den Terror, mit dem Europa so langsam überzogen wird.
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Re: Die Anschläge in Paris und ihre Folgen

Beitragvon AlexRE » Sa 25. Jan 2020, 20:34

Von Knierutschern könnte man eher bei Christen reden ...

Einseitige Aggressionen als Streit zu bezeichnen, halte ich allerdings auch für orwellschen Neusprech.
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Re: Die Anschläge in Paris und ihre Folgen

Beitragvon maxikatze » So 26. Jan 2020, 10:52

AlexRE hat geschrieben:Von Knierutschern könnte man eher bei Christen reden ...

Einseitige Aggressionen als Streit zu bezeichnen, halte ich allerdings auch für orwellschen Neusprech.


Aber das nur beim Papst und in seinem Umfeld. Von "normalen" Kirchgängern habe ich das noch nicht beobachten können. Gut - ich bin kein Kirchgänger, von daher ...


Wer Terror als Streit abtut, verharmlost, verschleiert Tatsachen und will eingeschränktes Denken oder sogar Denkverbote erreichen.
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