Das Flüchtlingsproblem, das keins hätte sein müssen

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Re: Das Flüchtlingsproblem, das keins hätte sein müssen

Beitragvon maxikatze » So 9. Sep 2018, 12:58

Schon wieder ein Toter. Zwei Afghanen wurden verhaftet.
Und wo bleibt das Gratiskonzert mit Saure Gurken Heringsfilet?
Ach nein, das gibt's ja nur im Kampf gegen rechts.

https://www.mz-web.de/koethen/update--n ... n-31238328
Frauen schulden keiner einzigen Religion Dank für auch nur einen Impuls der Freiheit.

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Kein Tötungsdelikt in Köthen

Beitragvon Excubitor » Mo 10. Sep 2018, 17:06

maxikatze hat geschrieben:Schon wieder ein Toter. Zwei Afghanen wurden verhaftet.
Und wo bleibt das Gratiskonzert mit Saure Gurken Heringsfilet?
Ach nein, das gibt's ja nur im Kampf gegen rechts.

https://www.mz-web.de/koethen/update--n ... n-31238328


Wie die Obduktion ergeben haben soll, starb der junge Deutsche der in Köthen in eine Auseinandersetzung mit mehreren Afghanen geraten war nicht an den erlittenen Verletzungen sondern an einem plötzlichen Herzstillstand bedingt durch eine medizinische Prädisposition in dieser Hinsicht, das heißt er soll mit einer nicht bekannten Herzerkrankung vorbelastet gewesen sein. Daraus folgt: Nach deutschem Recht liegt somit kein Tötungsdelikt vor.
Ergo kann das Unglück weder von rechten Idioten ausgeschlachtet werden, dass wieder einmal Flüchtlinge einen deutschen getötet hätten, noch kann es dazu dienen wieder einmal alle Flüchtlinge über einen Kamm zu scheren. Zur Erinnerung: Der Anteil schwer krimineller Flüchtlinge ist bezogen auf deren Gesamtanzahl marginal, was vorgekommene Taten natürlich nicht entschuldigen kann und soll.


Siehe dazu auch
viewtopic.php?f=66&t=2680&p=101336#p101336
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Re: Kein Tötungsdelikt in Köthen

Beitragvon AlexRE » Mo 10. Sep 2018, 19:00

Excubitor hat geschrieben:Wie die Obduktion ergeben haben soll, starb der junge Deutsche der in Köthen in eine Auseinandersetzung mit mehreren Afghanen geraten war nicht an den erlittenen Verletzungen sondern an einem plötzlichen Herzstillstand bedingt durch eine medizinische Prädisposition in dieser Hinsicht, das heißt er soll mit einer nicht bekannten Herzerkrankung vorbelastet gewesen sein. Daraus folgt: Nach deutschem Recht liegt somit kein Tötungsdelikt vor.


Wenn die Kausalität mehrerer massiver Tritte gegen den Kopf für den Herzstillstand wegen der Vorerkrankung nicht nachweisbar ist, liegt nach deutschem Recht ein VERSUCHTER Mord / Totschlag vor, soweit in dem konkreten Fall kein politischer - also übergesetzlicher - Verharmlosungsbedarf besteht.
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Re: Kein Tötungsdelikt in Köthen

Beitragvon Excubitor » Mo 10. Sep 2018, 19:06

AlexRE hat geschrieben:
Excubitor hat geschrieben:Wie die Obduktion ergeben haben soll, starb der junge Deutsche der in Köthen in eine Auseinandersetzung mit mehreren Afghanen geraten war nicht an den erlittenen Verletzungen sondern an einem plötzlichen Herzstillstand bedingt durch eine medizinische Prädisposition in dieser Hinsicht, das heißt er soll mit einer nicht bekannten Herzerkrankung vorbelastet gewesen sein. Daraus folgt: Nach deutschem Recht liegt somit kein Tötungsdelikt vor.


Wenn die Kausalität mehrerer massiver Tritte gegen den Kopf für den Herzstillstand wegen der Vorerkrankung nicht nachweisbar ist, liegt nach deutschem Recht ein VERSUCHTER Mord / Totschlag vor, soweit in dem konkreten Fall kein politischer - also übergesetzlicher - Verharmlosungsbedarf besteht.


Aber Alex, Du weißt doch, dass in Deutschland sogar bei Einwirkungen mit einem Messer gegen den Hals, so auch bei Tritten gegen den Kopf, oder ähnlichem zumeist kein Tötungsvorsatz angenommen wird. Das ist keine natürliche Realität aber deutsche Rechtsrealität. Im übrigen ist in keinem mir bekannten Bericht von Tritten gegen den Kopf die Rede, sondern nur, dass eben keine solchen tödlichen vorlagen.
Siehe dazu

Kölner Stadt-Anzeiger - Todesfall von Köthen: Keine Hinweise auf tödliche Schläge oder Tritte
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/p ... li=BBqg6Q9
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Re: Kein Tötungsdelikt in Köthen

Beitragvon AlexRE » Mo 10. Sep 2018, 20:19

Excubitor hat geschrieben:Im übrigen ist in keinem mir bekannten Bericht von Tritten gegen den Kopf die Rede, sondern nur, dass eben keine solchen tödlichen vorlagen.
Siehe dazu


Es gibt entsprechende Zeugenberichte im Netz, die Tatortfotos sprechen auch für Tritte gegen den Kopf (Blutlache im Kopfbereich der Kreidezeichnung der Polizei).

Das reicht durchaus für eine Anklage wegen eines versuchten Tötungsdelikts:

https://www.hrr-strafrecht.de/hrr/1/15/1-457-15.php

... wenn nicht gerade politische Gründe die Verharmlosung des Falles verlangen.
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Ich trete überall, wo das notwendig ist, der Meinung entgegen, der Umstand, dass die Diktatur zu allem fähig war, berechtige dazu, die Demokratie zu allem unfähig zu machen.
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Re: Kein Tötungsdelikt in Köthen

Beitragvon Sonnenschein+8+ » Di 11. Sep 2018, 09:17

AlexRE hat geschrieben:
Excubitor hat geschrieben:Im übrigen ist in keinem mir bekannten Bericht von Tritten gegen den Kopf die Rede, sondern nur, dass eben keine solchen tödlichen vorlagen.
Siehe dazu


Es gibt entsprechende Zeugenberichte im Netz, die Tatortfotos sprechen auch für Tritte gegen den Kopf (Blutlache im Kopfbereich der Kreidezeichnung der Polizei).

Das reicht durchaus für eine Anklage wegen eines versuchten Tötungsdelikts:

https://www.hrr-strafrecht.de/hrr/1/15/1-457-15.php

... wenn nicht gerade politische Gründe die Verharmlosung des Falles verlangen.


äm.. ja ist klar. ich frag mal die afd die weiss alles besser und lügt nie ( ironisch gemeint)
< »Wenn die Menschen euch hassen, dann vergesst nicht, dass man mich schon vor euch gehasst hat.< von Johannes 15,18
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Re: Kein Tötungsdelikt in Köthen

Beitragvon AlexRE » Di 11. Sep 2018, 11:14

Sonnenschein+8+ hat geschrieben:äm.. ja ist klar. ich frag mal die afd die weiss alles besser und lügt nie ( ironisch gemeint)


Ich brauche überhaupt keine Propagandisten, um mir eine eigene Meinung zu bilden. Mir reichen die offiziellen Informationen:

(...)

Offenbar kam es dann zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen den Afghanen und den Deutschen. In deren Folge ist einer der Deutschen gestorben. Als Todesursache wurde zunächst eine Hirnblutung festgestellt.

Später gab die Polizei bekannt, der 22-Jährige sei an akuten Herzversagen gestorben. Das Herzversagen stehe nicht „im direkten kausalen Zusammenhang mit den erlittenen Verletzungen“, teilte die Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost am Sonntagabend mit Blick auf das vorläufige Obduktionsergebnis mit.

(...)


https://www.welt.de/politik/deutschland ... tirbt.html

Das bisschen Hirnbluten hat natürlich gaaar nix mit dem Herzinfarkt zu tun, belegt aber die Heftigkeit der Tritte gegen den Kopf - und das reicht für eine Anklage wegen versuchten Mordes oder Totschlags, wenn nicht gerade Verharmlosungsbedarf besteht.
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Re: Kein Tötungsdelikt in Köthen

Beitragvon Excubitor » Di 11. Sep 2018, 16:52

AlexRE hat geschrieben:
Excubitor hat geschrieben:Im übrigen ist in keinem mir bekannten Bericht von Tritten gegen den Kopf die Rede, sondern nur, dass eben keine solchen tödlichen vorlagen.
Siehe dazu


Es gibt entsprechende Zeugenberichte im Netz, die Tatortfotos sprechen auch für Tritte gegen den Kopf (Blutlache im Kopfbereich der Kreidezeichnung der Polizei).

Das reicht durchaus für eine Anklage wegen eines versuchten Tötungsdelikts:

https://www.hrr-strafrecht.de/hrr/1/15/1-457-15.php

... wenn nicht gerade politische Gründe die Verharmlosung des Falles verlangen.


Eine Kopfverletzung blutet immer sehr stark, selbst eine von geringen Ausmaßen. Aus solchen Fotos ist definitiv nicht zu entnehmen, dass diese Verletzung durch einen Tritt verursacht worden ist. Die könnte genauso durch einen Schlag bei der Auseinandersetzung hervorgerufen worden sein. Auch die Obduktion gab nichts Definitives her, zumindest das was davon veröffentlicht worden ist. Die Zeugenaussagen, gerade bei der dort vorhandenen, mutmaßlich ausländerfeindlichen Klientel sind stark mit Vorsicht zu genießen und ohnehin immer das schlechteste aller Beweismittel. In solchen Fällen zu sachlichen Beurteilungen zu kommen ist schwierig, aber es geht. Vor allem darf man sich nicht von Emotionen leiten lassen.
Zuletzt geändert von Excubitor am Di 11. Sep 2018, 17:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kein Tötungsdelikt in Köthen

Beitragvon AlexRE » Di 11. Sep 2018, 17:09

Excubitor hat geschrieben:Die Zeugenaussagen, gerade bei der dort vorhandenen, mutmaßlich ausländerfeindlichen Klientel sind stark mit Vorsicht zu genießen und ohnehin immer das schlechteste aller Beweismittel. In solchen Fällen zu sachlichen Beurteilungen zu kommen ist schwierig, aber es geht. Vor allem darf man sich nicht von Emotionen leiten lassen.


Ich verwerfe ein Staatswesen, das ausreisepflichtige vorbestrafte Gewaltkriminelle frei herumlaufen lässt und dadurch den Tod (wg. des staatlichen Gewaltmonopols unbewaffneter / wehrloser) Bürger kaltschnäuzig in Kauf nimmt, auch dann, wenn ich alle Emotionen komplett ausschalte. Das hat überhaupt nichts mit Wut zu tun, sondern mit Rechts- und Staatsvernunft, die unseren Eliten über alle drei Staatsgewalten hinweg derzeit komplett abgeht.
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Re: Kein Tötungsdelikt in Köthen

Beitragvon Excubitor » Di 11. Sep 2018, 17:15

AlexRE hat geschrieben:
Excubitor hat geschrieben:Die Zeugenaussagen, gerade bei der dort vorhandenen, mutmaßlich ausländerfeindlichen Klientel sind stark mit Vorsicht zu genießen und ohnehin immer das schlechteste aller Beweismittel. In solchen Fällen zu sachlichen Beurteilungen zu kommen ist schwierig, aber es geht. Vor allem darf man sich nicht von Emotionen leiten lassen.


Ich verwerfe ein Staatswesen, das ausreisepflichtige vorbestrafte Gewaltkriminelle frei herumlaufen lässt und dadurch den Tod (wg. des staatlichen Gewaltmonopols unbewaffneter / wehrloser) Bürger kaltschnäuzig in Kauf nimmt, auch dann, wenn ich alle Emotionen komplett ausschalte. Das hat überhaupt nichts mit Wut zu tun, sondern mit Rechts- und Staatsvernunft, die unseren Eliten über alle drei Staatsgewalten hinweg derzeit komplett abgeht.


Da sind wir uns im Grundsatz völlig einig. Ich hatte auch nicht Dir einen persönlichen Vorwurf gemacht sondern schlicht versucht, die auch hier offen erkennbaren Emotionen ein wenig herauszunehmen. Ein paar Statements hier sind durchaus grenzwertig und erkennbar von Emotionen geleitet.
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