Moderner Feudalismus

Hier werden die Thesen von Dr. Harald Wozniewski erörtert.

Moderator: Dr Wo

Re: Moderner Feudalismus

Beitragvon AlexRE » Mo 6. Feb 2017, 21:10

PGW hat geschrieben:Das WÜRDELOSE Dasein der Arbeitnehmer, ich kapier bis heute nicht , warum sie ihre Lage einfach so hinnehmen und trotzdem arbeiten gehen, kein Widerstand, nichts ....und das seit mehr als 13 jahren .... nichts


Genau genommen ist die Mehrheit der deutschen Bevölkerung - der gesamte Faktor Arbeit - schon seit fast 30 Jahren von allen Früchten des Wirtschaftswachstums abgeschnitten, die wandern alle auf die ganz großen Haufen. Die Agenda 2010 ist nur die Spitzenleistung unserer politischen Hütchenspieler und deren Duldung durch die lethargischen deutschen Wähler gleichzeitig ein dritter Tiefpunkt der deutschen Demokratiegeschichte nach 1849 und 1933.
Der Stuttgarter OB Rommel:

Ich trete überall, wo das notwendig ist, der Meinung entgegen, der Umstand, dass die Diktatur zu allem fähig war, berechtige dazu, die Demokratie zu allem unfähig zu machen.
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Re: Moderner Feudalismus

Beitragvon AlexRE » Do 9. Feb 2017, 15:10

Auf Facebook werden jedem Teilnehmer regelmäßig ältere Beiträge zum erneuten Posten vorgeschlagen. Heute habe ich das wieder einmal ausnahmsweise (mache ich sonst nicht) angenommen. Dieser Beitrag hier ist wegen der jüngsten Medienberichte über arbeitende Obdachlose in München von besonderer Aktualität:

AlexRE hat geschrieben:Noch etwas von Facebook:

Zuwanderung

Gauck lockt Inder – "Wir haben Platz in Deutschland"

Bei seinem Indien-Besuch ruft Joachim Gauck junge Inder zu Studium oder Arbeit in Deutschland auf. Weil die deutsche Bevölkerung immer kleiner werde, gebe es genug Platz, sagt das Staatsoberhaupt.

(...)

"Wir haben Platz in Deutschland", sagte er am Samstag in Bangalore. Die deutsche Bevölkerung werde immer kleiner, weil viele Familien nur noch ein Kind oder gar keinen Nachwuchs hätten. "Deshalb warten wir auch auf Menschen aus anderen Teilen der Welt, die bei uns leben und arbeiten wollen. Darauf freuen wir uns schon."

(...)


http://www.welt.de/politik/ausland/article124661961/Gauck-lockt-Inder-Wir-haben-Platz-in-Deutschland.html


Vielleicht weiß er mehr als wir, z. B., dass Kinder auch für die kommenden Arbeitnehmergenerationen in Deutschland zu teuer sein werden, weil die deutschen Global Player noch schneller die nächste Null an ihre Spielgeldrücklagen für Übernahmeschlachten hängen sollen.

In dem Fall muss das Führungspersonal des neuen deutschen Feudalismus`die künftigen Knechte tatsächlich da abholen, wo Gauck das gerade versucht.

Wenn man die heimische Bevölkerungssubstanz als Ressource für den aktuellen Aufbau von Wirtschaftsmacht aufzehrt, kann man sie nur noch von außen ergänzen oder ersetzen.
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Re: Moderner Feudalismus

Beitragvon AlexRE » Mo 8. Mai 2017, 21:23

Auf Facebook gesehen und kommentiert:

Euro-Zonen-Exit

Millionäre gehen: Die Nerze verlassen das sinkende Schiff

(...)

2015 haben etwa 1000 Millionäre Deutschland verlassen, davor lag die Zahl im niedrigen dreistelligen Bereich. Im Jahr 2016 waren es schon 4000. Das entspricht in etwa einer Verzehnfachung innerhalb weniger Jahre.

In der 2016-Studie wird die Bedeutung gesellschaftlicher Spannungen betont, um so das sprunghafte Ansteigen der Zahlen in kurzer Zeit zu erklären. Wichtig sind aber auch Faktoren wie Vertrauen in die Justiz, die Qualität des Schulsystems und andere Standortfaktoren.

(...)


http://mobil.stern.de/wirtschaft/geld/m ... 54096.html

Vielleicht ist das gar nicht so schlecht für Europa. Wenn stinkreiche Erben sich verwieseln, können sie auch nicht mehr die echten Leistungsträger behindern, um sich Konkurrenz von unten vom Hals zu halten ( "gläserne Decken" ) und ihre bisherigen Pfründen tragen nicht mehr zur weiteren Vermögensverdichtung und Verlangsamung des inländischen Geldflusses bei.
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Re: Moderner Feudalismus

Beitragvon maxikatze » Mo 8. Mai 2017, 21:38

AlexRE hat geschrieben:Auf Facebook gesehen und kommentiert:

Euro-Zonen-Exit

Millionäre gehen: Die Nerze verlassen das sinkende Schiff

(...)

2015 haben etwa 1000 Millionäre Deutschland verlassen, davor lag die Zahl im niedrigen dreistelligen Bereich. Im Jahr 2016 waren es schon 4000. Das entspricht in etwa einer Verzehnfachung innerhalb weniger Jahre.

In der 2016-Studie wird die Bedeutung gesellschaftlicher Spannungen betont, um so das sprunghafte Ansteigen der Zahlen in kurzer Zeit zu erklären. Wichtig sind aber auch Faktoren wie Vertrauen in die Justiz, die Qualität des Schulsystems und andere Standortfaktoren.

(...)


http://mobil.stern.de/wirtschaft/geld/m ... 54096.html

Vielleicht ist das gar nicht so schlecht für Europa. Wenn stinkreiche Erben sich verwieseln, können sie auch nicht mehr die echten Leistungsträger behindern, um sich Konkurrenz von unten vom Hals zu halten ( "gläserne Decken" ) und ihre bisherigen Pfründen tragen nicht mehr zur weiteren Vermögensverdichtung und Verlangsamung des inländischen Geldflusses bei.


Fragt sich nur, ob die ausgebremsten Leistungsträger das Land aus oben genannten Gründen nicht auch verlassen möchten?
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"Frauen schulden keiner einzigen Religion Dank für auch nur einen Impuls der Freiheit."
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Re: Moderner Feudalismus

Beitragvon AlexRE » So 18. Jun 2017, 22:39

maxikatze hat geschrieben:Fragt sich nur, ob die ausgebremsten Leistungsträger das Land aus oben genannten Gründen nicht auch verlassen möchten?


In Steuerparadiesen gibt es keine Arbeitsplätze für Leistungsträger. Gearbeitet wird da, wo eine teure staatlich vorfinanzierte Infrastruktur die Räume dafür freigemacht hat. Wenn jeder, die diese Räume nützt und die Kaufkraft der Bürger dieser Länder abschöpft, auch vor Ort Steuern bezahlen müsste, gäbe es keine lohnenden Zielorte mehr für die Reichenwanderung.
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Re: Moderner Feudalismus

Beitragvon AlexRE » So 18. Jun 2017, 22:39

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Re: Moderner Feudalismus

Beitragvon AlexRE » Mi 5. Jul 2017, 20:52

So sieht`s aus ...

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Re: Moderner Feudalismus

Beitragvon maxikatze » Mi 5. Jul 2017, 21:30

AlexRE hat geschrieben:So sieht`s aus ...

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Hoffentlich kehrt er bald wieder zurück auf die Bühne.
http://www.volkerpispers.de/
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Re: Moderner Feudalismus

Beitragvon AlexRE » Sa 9. Sep 2017, 17:04

Auf Facebook gesehen und kommentiert:

Hartz-IV-Erhöhung: Sieben Euro mehr für Hartz-IV-Empfänger ab 2018

(...)

Der monatliche Regelsatz für Alleinstehende steigt um gerade mal sieben Euro von derzeit 409 Euro auf 416 Euro im Monat. Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) sagte, die Erhöhung des Arbeitslosengeldes II folge "einem klaren und transparenten Mechanismus".

(...)


http://rtlnext.rtl.de/cms/hartz-iv-erho ... 25677.html

>> Davon kann man noch nicht einmal ins Kino gehen. <<

Doch, als Putzkraft kann man / frau für 7 Euro / Std. ins Kino gehen.

Die legen einfach einen qm - Wert pro Stunde als Leistungsnorm fest, den man nur in 1 Std. 20 min. schaffen kann, bezahlen aber nur die Norm - Stunde, und schon ist der Mindestlohn umgangen.

Kriminell, aber allgemeine Praxis. In Deutschland werden nicht alle Gesetze effektiv umgesetzt, die zugunsten der ärmsten Schweine erlassenen schon gar nicht.
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Re: Moderner Feudalismus

Beitragvon maxikatze » Do 30. Nov 2017, 16:38

AlexRE hat geschrieben:Sa 9. Jul 2016, 18:15
Nachdem BER, Stuttgart 21, Elbphilharmonie, Nürburgring usw. usf. gleichzeitig eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben, dass der Staat nicht mit Geld umgehen kann, wird man den meisten Wählern sogar verkaufen können, dass es wirtschaftlich vernünftig sei, aus ehemaligen (risikotragenden) Unternehmen feudale Pfründen zu machen:



Der Bundesrechnungshof etwa hatte bis zu neun Milliarden Euro Kosten vorausgesagt.

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Stuttgar ... 58119.html

Stuttgart 21 teurer als geplant?
Auch hier, wie bei BER, werden die Kosten ausufern. Die Bauzeit, so viel ist jetzt schon klar, wird ebenfalls deutlich überschritten. Das kennen wir ja schon; in der Planungsphase wird grundsätzlich alles heruntergerechnet, um so einen kostenintensiven Bau zu rechtfertigen. Dem Steuerzahler wird dann die Rechnung aufgebrummt.
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