Leerstand Arbeitsamt Meschede

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Leerstand Arbeitsamt Meschede

Beitragvon Staber » Sa 25. Okt 2014, 19:57

Das ehemalige Arbeitsamt in Meschede steht immer noch leer – seit nunmehr 13 langen Jahren. Im November 2000 waren die Mitarbeiter in ein neues Gebäude umgezogen, das alte Haus sollte verkauft werden. Doch Käufer fanden sich nicht.

http://www.steuerzahler-nrw.de/Leerstan ... index.html

Werte Politiker, wenn Ihr schon „flüchtende Fachkräfte“ Unterbringen wollt, dann nutzt doch die Gebäude die ihr habt und die sowieso leer herumstehen und den Steuerzahlern viel Geld kosten.
Da gäbe es doch zum Beispiel:
Das alte Arbeitsamt Meschede… 50 Zimmer, Küche, Bad….seit 2000 leer
Das neue Arbeitsamt Meschede, 1000qm leer, seit 2005
Gartendom Oberhaus, leer seit 2001
Friedhof Heidenstückersiedlung, BaWü seit 2002 leer
JVA in Naumburg Nordrhein-Westfalen, leer, dafür aber neu saniert
Dienstvilla des hess. Ministerpresidenten, seit 1999 leer.

Da habt ihr ja schon Platz um einige Hundert unter zu bringen, und die Gebäude werden wieder genutzt, der Flughafen BER würde auch viel Raum bieten, der Bundestag auch, oder wollt ihr keine „Fachkräfte“ in eurem eigenen Dunstkreis haben, außer wenn die Medien über euch und die „Fachkräfte“ berichten?
Selbst mit 11.50 Euro
Mindestlohn gibt's am Ende,nur
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Re: Leerstand Arbeitsamt Meschede

Beitragvon AlexRE » Sa 25. Okt 2014, 21:13

Staber hat geschrieben:Das ehemalige Arbeitsamt in Meschede steht immer noch leer – seit nunmehr 13 langen Jahren. Im November 2000 waren die Mitarbeiter in ein neues Gebäude umgezogen, das alte Haus sollte verkauft werden. Doch Käufer fanden sich nicht.

http://www.steuerzahler-nrw.de/Leerstan ... index.html


Der Weg über solche Ausnahmeregelungen ist allerdings beschwerlich für unkündbare Staatsdiener:

(...)

Und nicht zuletzt können Ausnahmen von dieser Regelung zugelassen werden. Dass dennoch an der „Grundregel“ festgehalten wird, ist bürokratischer Wahnsinn, zeugt von mangelnder Handlungsbereitschaft und kostet die Steuerzahler erneut viel Geld. Denn wenn das Haus weiter verfällt, sinkt zum einen sein Wert kontinuierlich. Zum anderen bleibt irgendwann nur der Abriss, den es auch nicht umsonst gibt.

(...)


In dem Fall würden sich ganz sicher alle möglichen Medien und Internetschreiber darin gefallen, den Verantwortlichen korrupte Machenschaften anzudichten. Da ist es das kleinere Übel, sich bürokratischen Wahnsinn nachsagen zu lassen. Das passiert sowieso dauernd, egal was sie machen.

Übrigens würde diese Interessenkonstellation für alle Staatsdiener noch massiv verstärkt, wenn sie persönlich für die Verschwendung öffentlicher Mittel haften würden oder gar auf Wunsch des Bundes der Steuerzahler der Straftatbestand der Amtsuntreue eingeführt würde.

Hier noch ein Beispiel dafür, dass man sogar mit einem Rathaus, das kurz nach der Fertigstellung wegen einer unerwarteten Eingemeindung überflüssig wurde, mit etwas Organisationstalent noch etwas Vernünftiges anfangen kann:

(...)

Um die Stadt attraktiv zu gestalten, haben Reichow und die Kommunalpolitiker beim Bau der Sennestadt darauf geachtet, „Kunst am Bau“ mit einzubeziehen.[31] Das ursprünglich als Rathaus geplante Sennestadthaus wurde 1971-1975 als neunstöckiges Hochhaus auf einer Halbinsel im aufgestauten Sennstadtteich errichtet und sollte nach den Plänen Reichows, zusammen mit dem davorliegenden zentralen Platz (heute Reichowplatz) und den ringsum angeordnedten Versorgungsbauten, die repräsentative »Stadtkrone« darstellen. Die Eingemeindung Sennestadts nach Bielefeld 1973 führte dazu, dass es niemals Rathaus wurde, sondern nur Sitz eines Bezirksamts sowie kulturelles Zentrum mit Veranstaltungs- und Konzertsaal.[32]

(...)


http://de.wikipedia.org/wiki/Sennestadt
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Re: Leerstand Arbeitsamt Meschede

Beitragvon AlexRE » Di 21. Jun 2016, 22:16

Die Geldverschwendung geht bundesweit völlig ungebremst weiter:

Jägerkaserne Schneeberg: 2,7 Millionen Euro Miete

(...)

Zitat: “Es ist die umstrittenste Immobilie im Erzgebirgskreis! 2009 wurde die ehemalige Jägerkaserne an Gustav Struck verkauft. Der geschätzte Preis: zwei Millionen Euro. Saniert worden war sie für rund 60 Millionen Euro. Die Hoffnung auf die Ansiedlung florierenden Gewerbes erfüllte sich nur teilweise. Struck kassiert inzwischen monatlich Miete vom Freistaat für die neue Polizeischule und die Erstaufnahme-Einrichtung.
Wie viel, bleibt ein Geheimnis! Auf Nachfrage des WochenSpiegel Erzgebirge im Finanzministerium gab es nur die lapidare Auskunft: „Zu vertraglichen Vereinbarungen und Einzelheiten zwischen dem Freistaat Sachsen und seinen Vertragspartnern werden grundsätzlich keine Auskünfte erteilt, da diese üblicherweise auch einer Verschwiegenheitsklausel unterliegen.“

(...)

2,7 Millionen Euro sind demnach in den letzten vier Jahren an den Unternehmer Gustav Struck geflossen. Eine Summe, die Hütter so kommentiert: ”

(...)


http://www.wochenendspiegel.de/jaegerka ... uro-miete/


Wir erinnern uns:

Beck und die Nürburgring-Affäre: "Und das nette Mädchen schneidet die Haare"

(...)

Die zu 90 Prozent landeseigene Nürburgring GmbH war Ende Juli pleitegegangen, nachdem die Beck-Regierung mindestens 330 Millionen Euro in einen abschreibungsreifen Freizeit- und Vergnügungspark am Ring gepumpt und sich dabei heillos im Gestrüpp der europäischen Beihilfe-Vorschriften verheddert hatte.

(...)


http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 51319.html

Das kommt dabei heraus, wenn Leute, die in ihrem Leben nie etwas anderes waren als Schüler, Student und Berufspolitiker, sich mit echten Geschäften befassen. BER ist also absolut kein unglücklicher Zufall ...
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