Zeit der Besinnung und des Handelns

Hier ist Platz für wichtige Erklärungen, die nicht in die Programmdiskussion passen.

Zeit der Besinnung und des Handelns

Beitragvon Santo » So 18. Jan 2009, 16:31

Beitrag vom 01.12.2008 18:25 Uhr.

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Schon 2006 habe ich den folgenden, zeitlos aktuellen Text in seinen wesentlichen Teilen veröffentlicht und möchte ihn auch den Leserinnen und Lesern hier, aus gegebenem Anlass, in etwas überarbeiteter Form, als kleinen gedanklichen Ansporn, erneut zur Verfügung stellen:

Und wieder naht sie, die "Zeit der Besinnung", zumindest nach christlichem Verständnis. Als kleine Anregung, auf was es sich zu besinnen lohnt, möchte ich hier auf die folgende Auflistung Gandhis aufmerksam machen:

Mahatma (Mohandas Karamchand) Gandhi, der große indische Philosoph, Menschenrechtler, Pazifist und Staatsmann, zählte "sieben soziale Sünden der Menschheit" auf:

Politik ohne Prinzipien,

Reichtum ohne Arbeit,

Genuss ohne Gewissen,

Wissen ohne Charakter,

Geschäft ohne Moral,

Wissenschaft ohne Menschlichkeit und

Religion ohne Opfer.

Dieser Sündenkatalog des "Predigers der Gewaltlosigkeit" beleuchtet die "Krankheit unserer Zeit".


Gerade jetzt ist wieder die Zeit der Einkehr, in welcher wir uns dessen besonders deutlich bewusst werden können. (Oder sogar sollten?)

Die Floskel, "daran kann ich als Einzelperson sowieso nichts ändern" findet häufig als Ausrede Verwendung, um selbst nichts tun zu müssen oder anderen die Verantwortung des Handelns zu überlassen, ist oftmals aber auch nur Ausdruck von Furcht vor oder Resignation gegenüber den jeweiligen Lebensumständen.

Jede(r) Einzelne von uns ist in der Lage in seinem persönlichen Lebensbereich und oft sogar weit darüber hinaus mit einer positiven, menschlichen Lebenseinstellung den oben genannten Fehlentwicklungen unserer Zeit entgegenzuwirken. Manchmal erfordert das sogar weit weniger Einsatz als man glaubt.
Ein indisches Sprichwort sagt: "Jedes Lächeln, das du aussendest, kehrt zu Dir zurück"...

Sicher kann es unter Umständen sehr frustrierend sein, nach großem, persönlichem, möglicherweise sogar für die eigene Gesundheit und das eigene Leben nicht ganz ungefährlichem Einsatz feststellen zu müssen, dass wiedereinmal auch diejenigen davon profitieren, die sich genüsslich zurück lehnen, ohne etwas getan zu haben. Aber weder diese Menschen noch diejenigen, die meinen, alles und jeden kritisieren zu müssen ohne selbst etwas zu leisten, oder einfach nur ständig alles besser wissen wollen, sollten uns davon abhalten können, jede(r) nach ihren (seinen) persönlichen Möglich- und Fähigkeiten, uns für die positive Veränderung unserer Lebensumstände in der einen oder anderen Form einzusetzen.

Besinnen wir uns also auf unsere Verantwortung unserem Lebensraum, unseren Mitmenschen und Mitlebewesen (Mitlebensformen) gegenüber und handeln wir danach. Yogisch ausgedrückt, lasst uns positives karma schaffen.

Die bereits weit voran geschrittene, im wesentlichen durch den Menschen und im besonderen durch dessen weit verbreitete Dekadenz hervorgerufene Zerstörung des Lebensraums aller Lebewesen, nicht nur unseres eigenen, sollte jede(n) sehr, sehr nachdenklich machen. Doch im Interesse aller Lebensformen, nicht zu lange denken, sondern handeln bitte...

Wie Gandhi feststellte, kann das Ganze nur funktionieren, indem jeder bei sich selbst beginnt, die Dinge zum Positiven zu wandeln, bevor sich außen etwas ändern lässt oder kann...

"Wir müssen die Veränderung sein, die wir in der Welt sehen wollen."

Mahatma (Mohandas Karamchand) Gandhi (Indischer Philosoph, Pazifist, Menschenrechtler, Rechtsanwalt und Staatsmann.)

In der Hoffnung eine kleine Anregung zu eigenem Handeln gegeben zu haben, wünsche ich allen Leserinnen und Lesern eine schöne, friedliche und vor allem gesunde, vor weihnachtliche "Zeit der Besinnung".

Der Weltfrieden beginnt im Herzen jeder(s) Einzelnen

Om namah shivaya,
om shantih (yogischer Friedensgruß)

Santoshananda

Anmerkung: Da es im Sanskrit keine Groß- und Kleinschreibung gibt, schreibe ich, eng am Original bleibend, reine Sanskritbegriffe im fließenden Text klein.
Wir müssen die Veränderung sein, die wir in der Welt sehen wollen.

Mahatma (Mohandas Karamchand) Gandhi (Indischer Philosoph, Pazifist, Menschenrechtler, Rechtsanwalt und Staatsmann)
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