Von Arschlöchern und blöden Säuen

Wie ist es um die Meinungsfreiheit in Deutschland bestellt? Gibt es eine bedenkliche Konzentration von Medienmacht?

Re: Von Arschlöchern und blöden Säuen

Beitragvon Uel » Fr 6. Feb 2015, 17:09

Aber darum geht es hier nicht. Wenn jede Aggression und jede Grausamkeit auf der Welt erst einmal als Erinnerung an das ewig Böse namens USA und Israel verwurstet wird, ...
Großes Statement Alex, Du allein weißt, worum es geht? ;)

Da behaupte ich auch mal nur so dreist und frei: Es geht nicht ums verwursten, ob einer ein Unrecht begangen hat.

Das gerade wieder Unrecht geschieht, wird schon mal vorausgesetzt!!! Das haben die in Kriegshandlungen Verstickten meist begangen!

Nein, es geht um die unerträgliche Heuchelei derer, die von sich behaupten, sie seien die Guten und frech darauf setzen, dass wir deren kürzliche Verbrechen längst vergessen oder verdrängt hätten. Auf breiter Front wird aber inzwischen wachsend mit großer Enttäuschung erkannt, dass die Guten auch nicht so gut sind (König ohne Kleidersyndrom), besonders im Gegensatz zum in unkritischer Selbstverliebtheit gezeichneten Bildes ihrer allerneusten Werteversprechungen und ihrem Eigenlob.

Wenn der selbsternannte Gute dauernd lügt, dann nutzt es ihm irgendwann nicht einmal mehr, dass er der Bessere ist, er ist trotzdem ein unglaubwürdiger, moraliner Lügner und Täuscher.

Und auch globale Firmen sind Botschafter ihres Heimatlandes. Wenn sie ganze Volkswirtschaften von Kleinstaaten ohne irgendwelche Reste an Respekt und Anstand niederwalzen, -nur des Geldes wegen-, dann kann sich die öffentliche Seite inclusive Militär noch so gut verhalten, dann schlägt das Image der zerstörerischen Firmen als landestypisch durch.

Die USA und Israel spüren das seit geraumer Zeit, Deutschland erfährt das jetzt in Griechenland und wir sollten zu Gott beten, dass die andern Europäer nicht auch Deutschlands wirtschaftliche Machtfülle als Zerstörungswelle gegen ihre eigenen Volkswirtschaften deuten.



Liebe Grüße
von Uel


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Re: Von Arschlöchern und blöden Säuen

Beitragvon Staber » Fr 6. Feb 2015, 19:45

demokratie_made_in_usa.jpg


@ Uel
wir sollten zu Gott beten, dass die anderen Europäer nicht auch Deutschlands wirtschaftliche Machtfülle als Zerstörungswelle gegen ihre eigenen Volkswirtschaften deuten.


Wenns geht, zwei mal am Tag! ;)
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Re: Von Arschlöchern und blöden Säuen

Beitragvon Uel » Fr 6. Feb 2015, 21:30

Für die unmittelbar Betroffenen war das schlimmer als der 2. Weltkrieg für solche Europäer, die Glück hatten und nicht persönlich von Bombenterror und Massenmorden betroffen waren.
Alex, was soll so ein Satz? Als unmittelbar Betroffene geht es dann also um die wenigen verletzt Überlebenden und mit dem Schreck Davongekommenen. Es ist ohnehin zweifelhaft, Horrorgeschehen zu vergleichen.

Aber wenns nun sein soll, so sind die NY-Überlebenden doch sicherlich gleich mit einem modernen, super ausgestatteten Krankenwagen auf noch vorhandenen Straßen in gut funktionierende Krankenhäuser mit bester medizinischer und psychologischer Betreuung gebracht worden.

Selbst ohne Bombenterror, nur durch einfachen Frontverlauf durch Wohnquartiere mit in der Nachbarschaft zusammenkrachenden und abfackelnden Gebäuden, mit schreienden Schwerverletzten und Verbrennenden, zu denen keine Krankenwagen mehr kamen, weil es die Straßen teilweise gar nicht mehr gab, die Krankenwagen primitiv oder nicht mehr vorhanden waren, die Krankenhäuser selbst demoliert oder inzwischen ohne ausreichend Material und Personal hatte der Kriegsbetroffen sehr viel zu erdulden. Selbst wer durch Glück nicht persönlich betroffen war, musste stundenlang zitternd im Keller, Bunker oder Straßengraben liegen, und dass oft über Stunden und er wusste erst an Schluss, dass er diesmal Glück gehabt hatte. Sie erfuhren Schrecken durch neben ihnen reinkrachende Panzer- und MG-Salven, sie todesschreiende Verletzte hören mussten, event. noch Sterbende versorgten, tagelang Leichen- und Brandgestank ertragen mussten ... ich glaube viele nicht unmittelbar betroffene Europäer hatten im Laufe von 6 langen Kriegsjahren mehr zu erdulden als die meisten NY-Betroffenen, die Sekunden des Einsturz erlebten und dann alsbald versorgt wurden. Aber wie gesagt, besser nicht vergleichen, insbesondere wenn jemand eingeklemmt wurde.

Warum schrieb ich alles? Weil in der TV-Betroffenheit für 9/11 so eine große Banalisierung von wirklichen Kriegsgeschehnissen liegt, die unerträglich ist. Aus welch einem abwegigen Grund müssen die Städte und Landschaften in der Ukraine zusammengeschossen und umgepflügt werden? Weil wir nach Syrien und IS immer noch nicht wieder begriffen haben, was Krieg wirklich bedeutet? Nur, um unsere Demokratie, Gesellschaftsstruktur und Waren im größeren Umfang plötzlich dorthin zu exportieren? Demokratie muss sich jedes Volk, oftmals unter großen Schmerzen, selbst erarbeiten. Die Abkürzungen über ausländische Mächte führen meist in die Verlängerung und Brutalisierung dieses Prozesses. Wie im normalen Leben auch, müssen Völker zunächst selbst mit ihren Nachbarn auskommen, da helfen keine guten Ratschläge vom lieben Onkel aus Übersee.
Liebe Grüße
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Re: Von Arschlöchern und blöden Säuen

Beitragvon AlexRE » Fr 6. Feb 2015, 21:47

Uel hat geschrieben:
Für die unmittelbar Betroffenen war das schlimmer als der 2. Weltkrieg für solche Europäer, die Glück hatten und nicht persönlich von Bombenterror und Massenmorden betroffen waren.
Alex, was soll so ein Satz? Als unmittelbar Betroffene geht es dann also um die wenigen verletzt Überlebenden und mit dem Schreck Davongekommenen. Es ist ohnehin zweifelhaft, Horrorgeschehen zu vergleichen.


Ich habe nicht angefangen mit der Negierung menschlichen Leids ("die Amis wissen nicht, was Krieg bedeutet"). Theoretisch könnte ich jetzt noch mit dem verheerenden und menschlich katastrophalen amerikanischen Bürgerkrieg kommen, aber praktisch wird mir das Ganze hier einfach zu irrational.
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Ich trete überall, wo das notwendig ist, der Meinung entgegen, der Umstand, dass die Diktatur zu allem fähig war, berechtige dazu, die Demokratie zu allem unfähig zu machen.
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Re: Von Arschlöchern und blöden Säuen

Beitragvon Staber » Sa 7. Feb 2015, 00:01

@ Alex
Ich habe nicht angefangen mit der Negierung menschlichen Leids ("die Amis wissen nicht, was Krieg bedeutet")


Als " Unruhestifter" bin ich mal eine Zeit weg! :oops:
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Re: Von Arschlöchern und blöden Säuen

Beitragvon AlexRE » Sa 7. Feb 2015, 15:46

Staber hat geschrieben:@ Alex
Ich habe nicht angefangen mit der Negierung menschlichen Leids ("die Amis wissen nicht, was Krieg bedeutet")


Als " Unruhestifter" bin ich mal eine Zeit weg! :oops:
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Die Unruhe ging nicht von Deiner These aus, sondern von der isolierenden Bewertung meiner Replik darauf. Rabulistik und ad personam - Beiträge können freie Foren überflüssig machen. So kann man sich von Parteienfunk und Medienkonzernen nicht sinnvoll abgrenzen.
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Re: Von Arschlöchern und blöden Säuen

Beitragvon AlexRE » Do 19. Feb 2015, 23:24

Auf Facebook gesehen und kommentiert:

Reichsjournalisten

Immer wieder teilen Journalisten in sozialen Medien Inhalte, die von fragwürdigen rechten Seiten stammen. Es ist an der Zeit, Verantwortung zu übernehmen.

Bild

(...)

Mein besonderer Freund Matthias Matussek etwa, hat auf seiner Facebook-Seite einen Artikel von Dewion24 mit zustimmendem Kommentar geteilt, der Politikerzitate wiedergibt und kommentiert. Dort wird Angela Merkel in bester Reichsbürger-Manier als „Geschäftsführer des Wirtschafts- und Verwaltungsgebietes der BRD (nicht von Deutschland)“ bezeichnet, die Anschläge von 9/11 wurden ursprünglich zum „Ritual“ erklärt, bei Cem Özdemir wird das „Deutsch“ bei „Deutsch-Türke“ in Anführungszeichen gesetzt – und damit infrage gestellt – und es wird von einer Zustimmung von 90 Prozent zu Thilo Sarrazins Thesen in der deutschen Bevölkerung gefaselt, natürlich ohne Beleg. Das ist schon absurd genug.

Viel problematischer ist aber, was sich sonst noch so auf der Seite findet, nämlich grässlicher Antisemitismus, bis hin zur offenen Leugnung des Holocaust:

(...)


http://www.theeuropean.de/christoph-giesa/9676-umgang-von-multiplikatoren-mit-internet-quellen


Von seriösen Berufsjournalisten könnte man eigentlich erwarten, dass sie genau hinsehen, bevor sie auf Facebook etwas teilen oder andernorts verlinken.

Speziell her Matussek hat allerdings schon früher auf vielfältige Weise seine Seriösität in ein schiefes Licht gerückt:

http://grundgesetzaktiv.de/phpBB3/viewtopic.php?f=21&t=1754
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Re: Von Arschlöchern und blöden Säuen

Beitragvon AlexRE » Do 19. Nov 2015, 20:27

Vom thread "Die Anschläge in Paris und ihre Folgen" hierher kopiert:

--------

icke hat geschrieben:Die Welt trennt sich mit sofortiger Wirkung von Autor Matussek

Nach der Eskalation einer Redaktionskonferenz trennt sich die Welt-Gruppe mit sofortiger Wirkung von Autor Matthias Matussek. Der Kolumnist hatte am Dienstag die Chefredakteure Jan-Eric Peters und Vize Ulf Poschardt als "Arschloch" bezeichnet. Grund des Eklats war ein umstrittenes Paris-Posting von Matussek bei Facebook, das Peters anschließend als "durchgeknallt" verurteilt hatte.

Von Marvin Schade

In der Dienstagkonferenz der Welt am Sonntag kam das Posting noch einmal zur Rede, woraufhin Matussek offenbar die Fassung verlor. So hat der 61-Jährige seinen Chefredakteur als „durchgeknalltes Arschloch“ bezeichnet. Poschardt, der die Konferenz leitete, bezeichnete er als „Arschloch“. Wie eine Sprecherin der Axel Springer SE nun gegenüber MEEDIA mitgeteilt hat, wird sich die Welt-Gruppe „mit sofortiger Wirkung“ von ihrem Autor trennen.

Matussek hatte am Freitag unmittelbar nach den Anschlägen in Paris ein Facebook-Posting abgesetzt, in dem es hieß: „Ich schätze mal, der Terror von Paris wird auch unsere Debatten über offene Grenzen und eine Viertelmillion unregistrierter junger islamischer Männer im Lande in eine ganz neue frische Richtung bewegen..“ Den Beitrag schloss er mit einem Smiley ab

http://meedia.de/2015/11/17/durchgeknal ... -matussek/


Der Tonfall von Matussek kann nicht der Grund für die Entlassung sein, der war schon immer als seine persönliche Note bekannt:

Grundgesetz Aktiv > Von Arschlöchern und blöden Säuen

Also ist er wegen mangelhafter inhaltlicher Linientreue rausgeflogen. Dass die großen Medienkonzerne nicht viel mehr Nutzen für die Meinungs- und Pressefreiheit erbringen als der Parteienfunk, hat insbesondere die Springer - Presse seit jeher immer wieder unter Beweis gestellt, aber das erinnert jetzt wirklich an autoritäre Systeme weitab des europäischen Demokratie- und Rechtsverständnisses.
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Re: Von Arschlöchern und blöden Säuen

Beitragvon AlexRE » Do 19. Nov 2015, 20:32

Uel hat geschrieben: ... wer täglich im Saustall arbeitet, sollte nicht nach Feinfühligkeit suchen ...

Ich habe in meinem ganzen beruflichen Leben noch niemals Kollegen als A... bezeichnet und bin auch niemals selbst als solches bezeichnet worden. Meine Chefs waren alles "Herren", die sich sehr korrekt benahmen und keiner in den Betrieben hätte sich herausgenommen auf solch ein Niveau zu sinken.

Ich finde es einfach toll, wenn sich solche Typen gegenseitig das Leben schwer machen und kann für solch einen Sumpf kein Mitgefühl aufbringen, und das tut mir nicht einmal leid :!:


keiner in den Betrieben hätte sich herausgenommen auf solch ein Niveau zu sinken.


Das liegt an den vielen Rabauken in der Baubranche. Da traut sich keiner, A ... zu sagen, weil man dann leicht was auf die Fresse kriegt. :)
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Re: Von Arschlöchern und blöden Säuen

Beitragvon Sonnenschein+8+ » Do 19. Nov 2015, 23:53

und den rest nicht rüber kopiert Bild
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Wohnort: irgendwo in Deutschland ;)

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