Zensur

Wie ist es um die Meinungsfreiheit in Deutschland bestellt? Gibt es eine bedenkliche Konzentration von Medienmacht?

Re: Zensur

Beitragvon Staber » Mo 6. Nov 2017, 15:41

Übrigens die ZENSUR BEI TWITTER NIMMT JETZT TOTAL ABSURDE FORMEN AN.
Siehe
https://dieunbestechlichen.com/2017/10/ ... formen-an/

Wer wird denn eigentlich gezwungen, bei Fratzebuckl oder Zwitter teilzunehmen? Wenn keiner mehr diese Schmierseiten aufruft und/oder alle absolute Werbeblocker einschalten. Hört der Spuk ganz schnell von alleine auf. Es gibt andere Plattformen. Würden die Internetforen, Facebook, Twitter u. Co von allen Teilnehmern so genutzt, wie es früher bei veröffentlichten Leserbriefen der Fall war, gäb es auch keine Probleme!!
Realität ist, das jeder/jede anonym andere aufs Vulgärste beleidigen, verhöhnen u. diskriminieren kann, ohne Ende gemobbt wird, Kriminelle u. terroristische Islamisten Informationsaustausch u. Werbung für sich betreiben, Nazis, Linke u. Moslems Staat u. Gesellschaft angreifen u. zu konzertierten Aktionen aufrufen können, Schüler, Frauen u. Minderheiten systematisch belästigt o. angepöbelt werden, jeder/jede jeden noch so absurden Schwachsinn u. Verschwörungstheorien aller Art unters Volk bringen kann.
Das wären jetzt mal die nicht zu verleugnenden Schattenseiten der Internetkommunikation: vieles ist informativ, anderes unterhaltsam, aber leider wimmelt es von Millionen Usern, die aus der Verborgenheit heraus das Internet bzw. Sozial-Media mißbrauchen o. zu kriminellen bzw. Staats-gefährdenden Zwecken nutzen.
Kann sich auf Dauer kein Staat u. keine Gesellschaft leisten, das ist das große Problem mit "free Speech"!
Zuviele Idioten, Arschlöcher u. subversive Machenschaften, die das freie Netz bedrohen - sie haben die Regulierungsbehörden selbst auf den Plan gerufen!
Zu aller erst würde ich die Millionen Porno-Websites, die vielen extremistisch-politischen u. hetz-islamischen Blogs aus dem Netz verbannen, auf deren "Meinungsfreiheit" kann die Gesellschaft getrost verzichten!
Wenn ich auf der Straße einen Fremden als A**chloch bezeichne, gibt es entweder was auf die Visage o. eine Anzeige mit satter Geldstrafe - genau um diesen Mindest-Respekt geht es, der in den Online-Medien nicht mehr vorhanden ist. Das Internet ist Segen u. Fluch zugleich, die Schlauen sind noch besser informiert, die Dummen u. Aggressiven verrohen nur noch mehr. Letztere sind leider in der absoluten Mehrzahl!
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Re: Zensur

Beitragvon AlexRE » Mo 6. Nov 2017, 16:10

Würden die Internetforen, Facebook, Twitter u. Co von allen Teilnehmern so genutzt, wie es früher bei veröffentlichten Leserbriefen der Fall war, gäb es auch keine Probleme!!


Dann würden aber (neben dem Staatsfunk) wieder weltweit 200 stinkreiche Medienunternehmer entscheiden, was veröffentlicht wird und was nicht. Ganz so wie früher bei den Leserbriefen ...
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Re: Zensur

Beitragvon AlexRE » Do 4. Jan 2018, 20:31

Jetzt löschen sie auf Facebook schon banale Rücktrittsforderungen an die Regierung wie diese von Dr. Wozniewski:

Merkel, Maiziere, Maas und Leyen, treten Sie zurück!
Sie haben schon genug deutsche Leben auf dem Gewissen!

Das hier hatten Sie geschworen:

"Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe."


https://www.facebook.com/photo.php?fbid ... =3&theater

Wahrscheinlich ist Dr. Wozniewski auf FB mittlerweile als Problembär gelistet. Anders ist so eine Löschung kaum nachzuvollziehen.
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Re: Zensur

Beitragvon Sonnenschein+8+ » Do 4. Jan 2018, 20:43

mir tun sie auch immer irgend was löschen.

die schreiben immer alle nur die gegen flüchtlinge werden gesperrt oder gelöscht. stimmt überhaupt nicht. jeder ist mal drarnn
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Re: Zensur

Beitragvon AlexRE » Sa 6. Jan 2018, 23:06

Unsere Politiker ändern eben ab und zu ihre Meinung ...

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Re: Zensur

Beitragvon AlexRE » Mo 8. Jan 2018, 14:40

Jetzt ist dem Erfinder des Zensurgesetzes doch glatt ein Tweet abhanden gekommen ... :lol:

http://www.t-online.de/nachrichten/deut ... erang.html

Maas.jpg
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Re: Zensur

Beitragvon maxikatze » Mo 8. Jan 2018, 15:16

AlexRE hat geschrieben:Jetzt ist dem Erfinder des Zensurgesetzes doch glatt ein Tweet abhanden gekommen ... :lol:

http://www.t-online.de/nachrichten/deut ... erang.html

Maas.jpg


Bestimmt deshalb, weil er den Namen falsch geschrieben hat. :lol:
Frauen schulden keiner einzigen Religion Dank für auch nur einen Impuls der Freiheit.
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Re: Zensur

Beitragvon icke » Mi 10. Jan 2018, 17:24

Beim Gang über dem Breitscheidplatz sah ich mich in meiner Meinung über Heikos Aussage "keine Terroristen unter den Flüchtlingen" voll und ganz bestätigt. Ob seine Politik mörderisch war oder nicht, darüber änderte sich meine Meinung nicht, sondern sie verfestigte sich sogar.
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Re: Zensur

Beitragvon AlexRE » Sa 13. Jan 2018, 05:28

Klar doch, was legal und was illegal ist, müssen Unternehmer entscheiden, wer sonst?

Da Unternehmerentscheidungen bekanntlich nicht zu hinterfragen sind (die tragen ja das Risiko, also redet ihnen keiner rein), entkompliziert Herr Mass die betroffenen Rechtsfragen ganz ungemein ... :evil:

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Re: Zensur

Beitragvon Sonnenschein+8+ » Mo 15. Jan 2018, 12:59

nicht bloß bei den armen AFDlern wird Zensur gemacht. bei Barbara auch

Hi Leute, ich bin wieder zurück im Netz, die kleine Auszeit hat gut getan.
Leider gibt es ein Aber:
In den letzten Wochen haben Facebook und Instagram zahlreiche Beiträge von mir gelöscht, weil sie angeblich gegen die Gemeinschaftsstandards verstoßen. Dabei wurde mir gedroht, dass mein Account gelöscht wird, wenn das nochmal passiert.
Es waren (aus meiner Sicht) völlig harmlose Beiträge, die sich gegen rechtsradikale Schmierereien und diskriminierende Schilderbotschaften gerichtet haben, ihr kennt meine Arbeit.
Leider kann ich die betreffenden Fotos hier nicht zeigen, sonst löschen die tatsächlich meinen Account.
(Es geht zum Beispiel um das Foto "Mein kleiner, grüner Kaktus", das Foto mit dem Aufruf einen Tanz-Flashmob vor einem beleidigenden Schild zu machen, den Brief von Bernd H. mit dem AfD-Kugelschreiber, ein Foto von einem Verkehrsschild, dem ich einen Bikini hinzugefügt habe. Und weitere Beiträge, die meines Erachtens gegen kein Gesetz der Welt verstoßen.)
Über das Löschen von Beiträgen entscheiden irgendwelche Angestellte von privaten Firmen im Auftrag von Facebook und Instagram, die im Schnellverfahren entscheiden und nicht einmal irgendwelche Gründe für das Löschen nennen.
Ich sehe die Freiheit im Internet dadurch mehr als nur bedroht, sie wird aus meiner Sicht dadurch ruiniert.
Wie soll Satire im Internet funktionieren, wenn die Satiriker dem Urteil von privaten Firmen ausgesetzt sind, die sich als Richter aufspielen.
Um das klar zu sagen: Ich bin auch der Meinung, dass etwas unternommen werden musste, um Hass und Gewaltandrohungen im Internet einzudämmen. Wenn zum Beispiel etwas strafrechtlich relevant ist, dann gibt es dafür das Strafrecht.
Aber Satire kann in den sozialen Netzwerken unter den gegebenen Umständen nur noch zensiert stattfinden.
Es beginnt schon mit der Zensur im Kopf. Ich muss mir jetzt gut überlegen, ob ich einen Beitrag poste oder nicht, denn die Gefahr, dass meine Seite komplett gelöscht wird, ist allgegenwärtig.
Das war auch vorher schon so, bezog sich aber meistens auf die Darstellung von Nacktheit, dem prüden amerikanischen Verständnis davon, dass ein weiblicher Nippel etwas Schreckliches ist, nichtmal eine stillende Mutter durfte gezeigt werden. Auch der weltberühmte David von Michelangelo durfte nicht gezeigt werden, weil man seinen Pipimann sehen konnte. (Stand sogar in den FB-Gemeinschaftsstandards)
Damit musste und konnte ich irgendwie leben, aber willkürliche Zensur meiner Arbeit durch Privatfirmen, die offensichtlich nicht die geringste Ahnung von Satire haben, empfinde ich als unwürdig und es erstickt meinen Schaffenswillen im Hinblick auf die sozialen Netzwerke.
Ich kann und werde auf der Straße weiterhin meine kleinen Zettelbotschaften kleben, aber ich werde mir genau überlegen, wie ich mit dem veröffentlichen von Fotos auf Facebook und Instagram umgehe. Beuge ich mich der Zensur und poste nur noch völlig unverfängliche Love-Messages, die keinen möglicherweise verfänglichen Interpretationsspielraum offen lassen und sende damit ein verfälschtes Gesamtbild meiner Arbeit in die Welt, oder lasse ich es ganz und konzentriere mich auf die Straße, wo ich wirklich frei bin?
Ich werde die Entwicklungen beobachten, bewerten und irgendwann eine Entscheidung dazu fällen.
Ich habe ständig versucht dem Hass im Internet mit meinen Botschaften etwas entgegenzusetzen, habe dafür super viel positives Feedback bekommen, nicht zuletzt sogar den Grimme online Award. Dass ich jetzt von den Plattformen Facebook und Instagram dafür abgestraft werde, fühlt sich schrecklich und unwürdig an. Ich liebe die Freiheit und kann auf Dauer nur dort agieren, wo ich sie leben kann.
Facebook war mal so ein Ort und ich werde genau hinschauen in welche Richtung sich das alles entwickelt.

In Liebe und der Hoffnung, dass sich die Sache zum Guten wendet,
Eure Barbara.
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