Ärzte gegen Wucherpreise

Hier können Beiträge zu dem gesamten Themenkomplex von der Finanzierung des Gesundheitswesens bis zu speziellen Gesundheitsrisiken geschrieben werden.

Ärzte gegen Wucherpreise

Beitragvon icke » Mi 9. Sep 2015, 18:51

Seit 2013 hilft das Medikament Sovaldi Menschen, die an Hepatitis C leiden. Sovaldi erledigt in Verbindung mit altbewährten Medikamente die Hepatitis-C-Viren in 90 Prozent der Krankheitsfälle. Nur können die Therapien bis zu 125.000 Euro kosten, je nachdem sie schnell sie anschlagen. Andere Medikamente sind auch teuer, werden aber selten verschrieben. Hepatitis C kommt aber relativ häufig vor. In Deutschland haben nach Schätzung des Robert-Koch-Instituts bis zu 300.000 Menschen diese chronische Infektion.

Mit Sovaldi liegen die Behandlungskosten im besten Fall bei rund 44.000 Euro pro Person. Würden damit geschätzt 200.000 Personen behandelt, könnten knapp 10 Miliarden Euro Kosten entstehen. Zum Vergleich: Jedes Jahr zahlen die gestzlichen Krankenkassen rund 30 Milliarden € insgesamt für Arzneien. In einem öffentlichen Appell protestieren über 140 Ärzte gegen die Wucherpreise von neuen Hepatitis-C-Medikamenten. Initiiert wurde dieser Appell von den Berliner Ärzten Stephan D. und Gerd K. "Das Verhältnis von Preis und Leistung stimmt bei diesem Medikament nicht mehr. Da fängt eine Firma an, das Gesundheitssystem zu plündern." Die größte Sorge der Ärzte sind "französische Verhältnisse". Dort zahlen die Kassen erst, wenn die Leberentzündung weit fortgeschritten ist.

Vor dem Europäischen Patentamt (EPO) findet derzeit eine Klage von Ärzte der Welt gegen das Patent von GS statt, da die Erforschung keine Einzelleistung von GS war, da staatliche Einrichtungen wie die Uni Cardiff die Grundlagen des Medikaments erforscht haben.

http://www.presseportal.de/pm/36565/3044406
http://www.ippnw.de/soziale-verantwortu ... t-geg.html
http://www.aerztederwelt.org/fileadmin/ ... _namen.pdf
http://www.mezis.de/nachricht/items/oef ... mente.html
http://www.gesundheitsstadt-berlin.de/a ... ente-6662/
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Re: Ärzte gegen Wucherpreise

Beitragvon AlexRE » Mi 9. Sep 2015, 22:46

da die Erforschung keine Einzelleistung von GS war, da staatliche Einrichtungen wie die Uni Cardiff die Grundlagen des Medikaments erforscht haben.


Das ist sogar der Normalfall. Staatlich finanzierte Forschungsinstitute tragen bei fast jeder medizinischen Neuerung das Risiko, einen teuren Irrweg beschritten zu haben, während die Pharmaindustrie erst einsteigt, wenn feststeht, dass man einen wirtschaftlich lukrativen neuen Ansatz gefunden hat. Den führt die Industrie dann zwar auf ihre Kosten bis zur Produktreife, sahnt dann aber fett ab, ohne jemals Risiken getragen zu haben. Das ist mal wieder Feudalismus und hat mit freier Marktwirtschaft nicht die Bohne zu tun.
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Re: Ärzte gegen Wucherpreise

Beitragvon icke » Di 26. Jan 2016, 16:41

In den USA werden Wucherpreise und Preiserhöhungen zum Wahlkampfthema. Der Auslöser ist eine Preiserhöhung des Medikaments "Daraprim" um das 55-fache an einem Tag. Kostete eine Dosis Daraprim vor der Preiserhöhung 13,50 US-Dollar, so waren es einige Stunden später schon 750 US-Dollar. Hillary Clinton twitterte und kündigte Maßnahmen gegen ungerechtfertigte Preiserhöhungen bei Medikamenten an.

Turing Pharmaceuticals besitzt die Rechte für Daraprim. Der Vorsitzende Martin Shkreli arbeitete zuvor als Hedgefondsmanager und er erklärte in Interviews, dass von den zusätzlichen Einnahmen vor allem die Anteilseigner von Turing Pharmaceuticals profitieren sollen. Das Medikament Daraprim besitzt derzeit ein Alleinstellungsmerkmal. Deshalb wurden seit der Preiserhöhung Vorwürfe laut, dass das UN seine Marktmacht ausnutzt.

http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichte ... ceuticals/
http://www.welt.de/vermischtes/article1 ... hoeht.html
http://www.reuters.com/article/us-usa-e ... P820151020
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Re: Ärzte gegen Wucherpreise

Beitragvon AlexRE » Di 26. Jan 2016, 20:21

icke hat geschrieben:http://www.reuters.com/article/us-usa-election-clinton-idUSKCN0SD1P820151020


So so, Hillary Clinton will etwas gegen wettbewerbsfeindliche Praktiken der Pharmaindustrie unternehmen:

Democratic presidential candidate Hillary Clinton on Monday urged U.S. regulators to determine how to bring lower-cost generic drugs to market more swiftly and combat anticompetitive practices in the pharmaceutical industry.


Letztendlich müsste man dazu den gesamten medizinischen Sektor verstaatlichen, der ist nämlich komplett "wettbewerbsfeindlich" und mit den Prinzipien der freien Marktwirtschaft in keiner Weise vereinbar. Wo die Kunden nicht "nein" sagen können, weil sie ein Produkt lebensnotwendig brauchen, kann von einer Preisbildung im Sinne irgendeines theoretischen marktwirtschaftlichen Models keine Rede sein, weil die sog. "Nachfrageelastizität" bei Null liegt.
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Re: Ärzte gegen Wucherpreise

Beitragvon icke » Mo 27. Mär 2017, 17:49

Laut einer Studie des Bundesverbandes Deutscher Krankenhausapotheken (ADKA) sind derzeit Arzneimittel mit 280 Wirkstoffen nicht lieferbar. 30 davon werden als "versorgungskritisch" eingeschätzt. Sie sind nicht durch andere Medikamente ersetzbar. Davon betroffen sind Antibiotika, Krebsmedikamente und Anästhetika. Laut dem ADKA-Chef Rudolf Bernard ist dadurch derzeit die Versorgung von rund 12000 Patienten gefährdet. Ein Medikament ist zum Beispiel das Krebsmedikament Melphalan. Bisher können die Hersteller Lieferengpässe freiwillig an die zuständige Arzneimittelbehörde Bfarm melden. Das wurde aber nur bei acht von 30 versorgungskritischen Medikamenten gemacht

Als ein Grund wird der Großhandel angesehen, der diese Medikamente aufkauft und zu höheren Preisen ins Ausland exportiert. Ein weiterer Grund: "Zudem besteht der Verdacht, dass die Hersteller ihre Produktion danach ausrichten, was am meisten Profit abwirft. Der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der Ärzteschaft, Wolf-Dieter Ludwig, sagte, er habe noch nie bei neuen und extrem teuren Krebsmedikamenten Lieferengpässe erlebt. Probleme gebe es immer nur bei bewährten, älteren und damit preiswerteren Präparaten."

Die Hersteller sollen künftig verpflichtet werden, Versorgungsengpässe zu melden. Kassen, Krankenhausapotheken und Ärzte verlangen noch weitere Schritte wie Straffen bei einem Verstoß gegen die Meldepflicht und einen überprüfbaren Mindestvorrat an Arzneimitteln.

https://www.deutsche-apotheker-zeitung. ... -apotheker
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... ransparenz
http://www.mz-web.de/wirtschaft/herstel ... e-26160946
http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/20 ... aindustrie
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Re: Ärzte gegen Wucherpreise

Beitragvon AlexRE » Mo 27. Mär 2017, 20:09

Die Hersteller sollen künftig verpflichtet werden, Versorgungsengpässe zu melden. Kassen, Krankenhausapotheken und Ärzte verlangen noch weitere Schritte wie Straffen bei einem Verstoß gegen die Meldepflicht und einen überprüfbaren Mindestvorrat an Arzneimitteln


Das ist alles nur Flickschusterei. Der gesamte Medizinbetrieb einschließlich Pharmaindustrie ist mit den Mechanismen der freien Marktwirtschaft absolut unvereinbar. Es gibt kaum echte Konkurrenz, u. a. weil das große Geld der Pharmaindustrie unter Patentschutz gemacht wird, nachdem die mit hohen wirtschaftlichen Risiken behaftete Grundlagenforschung von staatlichen Instituten und Hochschulen vorgeleistet wurde, es gibt keine Nachfrageelastizität seitens der Kunden / Patienten, weil die sich durch Kaufverweigerung in Lebensgefahr bringen würden, und es gibt wegen der Komplexität von Diagnosen und Therapien sehr wenig Markttransparenz. Das artet alles immer nur in schamloses Ausmisten der Allgemeinheit mit Tendenz zum Mord durch Unterlassen, wenn z. B. an seltenenen Krankheiten mangels wirtschaftlichem Interesse überhaupt nicht gearbeitet wird.

Da hilft nur vollständige Verstaatlichung, alles andere ist Murks.
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Re: Ärzte gegen Wucherpreise

Beitragvon icke » Fr 11. Aug 2017, 08:42

Dank Marketing und Lobbyismus werden immer häufiger die stärksten Schmerzmittel (Opioden) unter Freinamen wie wie Tramadol, Tapentadol oder Fentanyl verschrieben. Dabei waren die Opioden (zu denen auch Morphium gehört) ursprünglich nur für die Krebstherapie vorgesehen. Nun werden sie zunehmend auch Patienten mit Knie-, Rücken- oder sonstigen Schmerzen verordnet. Mit zum Teil verherrenden Langzeitwirkungen. In den USA, wo Opiode besonders häufig verschrieben werden, sterben jährlich rund 16.000 Menschen. Die starken Schmerzmittel sind nur für kurzfristige Anwendungen gedacht, nicht zur Dauerbehandlung. Längerfristig genutzt, können sie starke Nebenwirkungen entfalten. In den USA haben die Politiker bei der zuständigen Behörde CDC interverniert, so dass die Behörde wesentlich stärker kontrolliert.

In Deutschland wurden von 2006 bis 2015 rund 30 Prozent mehr verschrieben. Obwohl in den vergangen Jahren neue Opiode auf dem Markt kamen, gingen die Verschreibungen der alten Präparate nicht zurück. Opiode erzielen jährlich rund 33 Milliarden Dollar Umsatz mit steigender Tendenz. Auch weil die Firmen immer neue Medikamente rausbringen wie Pregabalin (Handelsname Lyrica) das eigentlich gegen epileptische Anfälle gedacht war; oder Suboxone, ursprünglich ein Ersatzprodukt für Drogenabhängige. Obwohl Pregabalin laut Arzneiverordnungsreport nur bei einem kleinen Teil der Patienten einen wesentlichen Nutzen besitzt. 2009 sollte das Patent für Suboxone auslaufen. Marketing und Lobbyismus von RB Pharmaceuticals sorgten für die Einstufung als Schmerzmittel statt als Drogenersatz. Auch einige Kosten für Seminarausgaben wurden übernommen.
http://www.zeit.de/2017/20/medikamente- ... z-therapie
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Re: Ärzte gegen Wucherpreise

Beitragvon icke » Fr 23. Feb 2018, 19:05

Ist zwar etwas älter, aber durchaus interessant. Und Probleme müssen sich ja erst anhäufen und Druck verursachen ehe sie ins politische Bewusstsein rücke. In den USA kam 2006 eine Arbeitsgruppe hochrangiger Ärzte, darunter der damalige Herausgeber des New England Journal of Medicine und der Vorsitzende des des Verbandes aller medizinischen Universitäten zum Ergebnis, dass das Marketing von Pharma-Unternehmen eine ernsthafte Bedrohung für die Medizin und das Vertrauen in Ärzten ist. Veröffentlicht in der Zeitschrift der amerikanischen Ärztevereinigung Jama (25. Januar 2006) und in einer Pressemitteilung des New Yorkers Institute on Medicine as a Profession (24. Januar 2006). Als Gegenmaßnahmen schlugen sie vor

- alle Geschenke an Ärzte mit einem Limit von Null Euro sollten verboten werden,
- zur Unterbindung dieser Praktikern sollten Unis strenge Regeln und sogar Verbote erlassen,
- die direkte VErgabe von Medikamentenmustern an Ärzten sollten verboten werden,
- Ärzte mit finanziellen Verbindungen zur Pharmaindustrie sollten aus Gremien verbannt werden,in denen Empfehlungen für Medikamente ausgesprochen werden
- Zahlungen und Unterstützungen der Pharmaindustrie für spezifische ärztliche Fortbildungskurse sollten verboten werden.
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Re: Ärzte gegen Wucherpreise

Beitragvon icke » Mi 15. Aug 2018, 17:41

Die internationale Pharma-Beratungsfirma Eularis kam in einer veröffentlichten Studie 2008 zu folgenden Ergebnis: Jeder in einen Pharmavertreter investierter US-Dollar bringt einen Umsatz von 10,30 Dollar.
https://social.eyeforpharma.com/commerc ... ng-part-ii

Die wichtigsten Datenbanken der Marktforschungsfirma IMS:
- IMS DPM, IMS NPA, IMS Disease Analyzer, IMX Xponenent
- IMS Pharmascope (umfasst zu fast 100 Prozent die von den Apothekenrechenzentren getätigten Abrechnungen zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen
GPI Krankenhaus-Index (ca. 430 Krankenhäuser liefern monatlich DAten über den Verbrauch von Medikamenten)

Begrifflichkeiten
Line extension: auf Deutsch Produktlinienerweiterung, ist eine Marketingstrategie, die im Fall der Pharma-Industrie darauf abzielt, kurz vor Ablauf der 20-jährigen Patentfrist eine neue Anwendungsform für das Medikament auf dem Markti zu bringen, damit die Patentfrist ausgeweitet werden kann und damit ungehindert von der Generika-Konkurrenz der hohe Preis beibehalten werden kann. Ein Beispiel für die Strategie war das Parkinson-Medikament Requip. 2008 beantragte die englische Herstellerfirma GSK die Zulassung für das neue Medikament Requp XL, das die Patienten nur noch einmal schlucken mussten statt wie den Vorgänger dreimal täglich. Der Hintergedanke: Patienten, die auf Requiq eingestellt waren, sollten vom Arzt auf das fast ebenso teure Requip XL umgestellt werden.

Me Too ist die gängigste Marketingstrategie in der Pharmabranche. Ist ein Unternehmen mit einem Medikament wirtschaftlich erfolgreich, bringt die Konkurrenz rasch eine chemisch leicht veränderte Variante auf dem Markt. So waren zum Beispiel 2005 von den 21 zugelassenen neuen Medikamenten nur zehn wirklich neue Medikamente, die restlichen elf waren me-too-Produkte. Das lange Zeit erfolgreichste Me-too-Medikament war Cholesterinsenker vom Typ der Statine namens Sortis. Der erste Cholesterinsenker der Statine wurde 1990 zugelassen. Sortis wurde von Pfizer auf dem Markt gebracht und alleine 2003 mit rund 712 Millionen US-Dollar beworben.
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Re: Ärzte gegen Wucherpreise

Beitragvon icke » Mi 22. Aug 2018, 08:18

1.) In der "Studie Blockbuster Pharmaceutical Launches" (Markteinführung von Verkaufsschlagern) aus dem Jahr 2006 wurde ein Medikament mit "potientiell schwerwiegenden Nebenwirkungen" beschrieben. Der entsprechende Pharmakonzern erhöhte das Marketingbudget auf 557 Millionen Dollar. Allein 75 Millionen davon wurden ausgegeben, um einflussreiche Ärzte zu beeinflussen.
http://www.pharmexec.com/launch-budget

2.) In einer weiteren Studie "European Pharmaceutical Marketing: Launching Successful Brands" (Pharmamarketing in Europa) konnte man nachlesen, wie es einem Pharmakonzern gelang, ein Medikament erfolgreich zu vermarkten, welches als unvorteilhaft eingestuft wurde. Die verantwortlichen Produktmanager gaben doppelt so viel Geld wie üblich für ärztliche Meinungsbildner aus und schafften es damit, während der Markteinführung positive Erwartungen in der Ärzteschaft zu wecken und "viele kritische Fragen zur Sicherheit des Medikaments zu vermeiden".

3. Auch für Pharmareferenten gibt es spezielle Zeitarbeitsfirmen wie pharmexx.

4. Zitat: "Derzeit ist es so, dass de die Medizin von Marketing durchzogen ist und die Grenzen zwischen Forschung, medizinischer Lehre und WErbung sehr viel poröser sind als bekannt." Aus einem Artikel der Fachzeitschrift Annals of Internal Medicine 15.08.2006 The Promotion of Gabapentin
http://annals.org/aim/article-abstract/727539

5. Jedem Arzt ist es erlaubt, ein Medikament außerhalb der genehmigten Indikation zu verschreiben - wenn er bereit ist, das juristische Risiko für mögliche Schäden zu übernehmen. Das wird auch als off-lable-use bezeichnet. Allerdings ist Marketing für diese Medikamente verboten.

6. Aus der Anklage gegen das Pharmaunternehmen des Medikamentes Lilly: Richard Blumenthal
Mithilfe eines illegal organisierten Netzwerks und Lügen gelang es Eli Lilly, ein milliardenschweres Medikamentengeschäft mit Zyprexa aufzuziehen - auf Kosten von Patientenleben und Steuerzahlern. Getrieben von Habgier, behann Eli Lilly, Ärzte, Apotheker und öffentliche Beamte zu korrumpieren - die alle mitspielten und sich bereicherten.
https://books.google.de/books?id=mMQTE7 ... ly&f=false

Englische Fachzeitschriften verlangen von allen Autoren, dass sie ihre finanziellen Beziehungen zu Pharmakonzernen offenlegen.
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