Wende in der Energiepolitik

Hier werden Meinungen zu erneuerbaren Energien, Fragen des Energiemarktes usw. ausgetauscht.

Re: Wende in der Energiepolitik

Beitragvon AlexRE » Do 20. Feb 2014, 15:28

Neuigkeiten von der Solarenergie:

Deutscher erzeugt mit Glaskugel Strom aus Mondlicht

Eine junge Firma baut Solarkollektoren in Kugelform. Die gläsernen Sphären sehen nicht nur spektakulär aus, sie könnten eine ganze Branche revolutionieren – und das Antlitz unserer Städte verändern.

Bild

(...)


http://www.welt.de/wirtschaft/article125019977/Deutscher-erzeugt-mit-Glaskugel-Strom-aus-Mondlicht.html
Der Stuttgarter OB Rommel:

Ich trete überall, wo das notwendig ist, der Meinung entgegen, der Umstand, dass die Diktatur zu allem fähig war, berechtige dazu, die Demokratie zu allem unfähig zu machen.
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Re: Wende in der Energiepolitik

Beitragvon Livia » Do 20. Feb 2014, 16:42

AlexRE hat geschrieben:Neuigkeiten von der Solarenergie:

Deutscher erzeugt mit Glaskugel Strom aus Mondlicht

Eine junge Firma baut Solarkollektoren in Kugelform. Die gläsernen Sphären sehen nicht nur spektakulär aus, sie könnten eine ganze Branche revolutionieren – und das Antlitz unserer Städte verändern.

Bild

(...)


http://www.welt.de/wirtschaft/article125019977/Deutscher-erzeugt-mit-Glaskugel-Strom-aus-Mondlicht.html


Wäre begrüssenswert wenn das Schule machen würde. Ich befürchte jedoch sehr, dass die Stromlobby das nicht zulässt, dass man ihnen die Sahne abgräbt. Bei uns werden Bauern massiv behindert, wenn sie ihre Dächer aufrüsten und selber Strom erzeugen wollen. Sie werden behindert, keine Baubewilligung, keine Erlaubnis usw. Oft jahrelange Zwiste, weil die andere Seite nicht nachgeben kann und die Anwälte klatschen sich in die Hände dabei. :x
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Re: Wende in der Energiepolitik

Beitragvon AlexRE » Do 20. Feb 2014, 17:15

Livia hat geschrieben:Wäre begrüssenswert wenn das Schule machen würde. Ich befürchte jedoch sehr, dass die Stromlobby das nicht zulässt, dass man ihnen die Sahne abgräbt. Bei uns werden Bauern massiv behindert, wenn sie ihre Dächer aufrüsten und selber Strom erzeugen wollen. Sie werden behindert, keine Baubewilligung, keine Erlaubnis usw. Oft jahrelange Zwiste, weil die andere Seite nicht nachgeben kann und die Anwälte klatschen sich in die Hände dabei. :x


Die etablierten Wirtschaftsmächtigen sabotieren alles, was ihrer Profitmaximierung auch nur theoretisch im Wege stehen könnte. Das muss man ganz realistisch sehen, das ist schließlich noch immer dieselbe Gattung Lebewesen wie im finsteren Mittelalter. ;)

Die Frage ist aber, wie weit sie damit kommen. Wenn man schon einen Rechtsstaat und eine hochentwickelte Demokratie wie in der Schweiz hat, sollte man die damit verbundenen Chancen auch nutzen, um quasi - feudalstaatliche Entartungen in der Gesellschaft zu deckeln.

Man könnte z. B. über eine Anti - Schikane - Volksinitiative nachdenken, die u. a. verkürzte Rechtswege und Missbrauchsgegrichtsgebühren vorsieht, falls jemand mit schikanösen rechtlichen Mitteln Innovationen bzw. deren Anwendung behindern will.
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Re: Wende in der Energiepolitik

Beitragvon Livia » Fr 21. Feb 2014, 00:00

Alex hat geschrieben
Man könnte z. B. über eine Anti - Schikane - Volksinitiative nachdenken, die u. a. verkürzte Rechtswege und Missbrauchsgegrichtsgebühren vorsieht, falls jemand mit schikanösen rechtlichen Mitteln Innovationen bzw. deren Anwendung behindern will.


Gute Idee, dazu braucht es aber auch mutige Bauern und Mithelfer, die so eine Initiative unterstützen und finanzieren. Das ist leider nicht so leicht. ;)
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Re: Wende in der Energiepolitik

Beitragvon AlexRE » Fr 21. Feb 2014, 02:03

Livia hat geschrieben:mutige Bauern und Mithelfer


Kann man denn mit einer Volksinitiative viel Geld verlieren?

Mithelfer müssten sie eigentlich finden, es gibt ja Unternehmen und politische Organisationen, die an einer positiven Entwicklung der erneuerbaren Energien interessiert sind.
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Re: Wende in der Energiepolitik

Beitragvon Livia » Fr 21. Feb 2014, 11:14

AlexRE hat geschrieben:
Livia hat geschrieben:mutige Bauern und Mithelfer


Kann man denn mit einer Volksinitiative viel Geld verlieren?

Mithelfer müssten sie eigentlich finden, es gibt ja Unternehmen und politische Organisationen, die an einer positiven Entwicklung der erneuerbaren Energien interessiert sind.


Das stimmt schon Alex, die Initianten müssen aber auch über eine gute Vernetzung verfügen, zum Beispiel Anwälte, die die Initiative auf Tauglichkeit überprüfen. Das kostet viel Geld und wenn dann die Initiative vom Volk abgelehnt wird, ist das Geld natürlich auch futsch. Die Menschen trinken Milch, essen Käse und Fleisch, aber für die Bauern hat man leider nur wenig Verständnis, weil sie ja auch vom Bund subventioniert werden und das steigt bei vielen Menschen sauer auf. ;)

Vorprüfung: Vor Beginn der Unterschriftensammlung für eine eidgenössische Volksinitiative auf Teilrevision der Bundesverfassung ist der Bundeskanzlei zunächst der Initiativtext zur Vorprüfung zu unterbreiten. Diese überprüft, ob der Titel die gesetzlichen Anforderungen erfüllt (nicht irreführend, werbend oder verwechselbar), ist für die Übersetzung des Textes beziehungsweise den Abgleich der Sprachversionen zuständig und kontrolliert die Zusammensetzung des Initiativkomitees, welches aus 7–27 Stimmberechtigten bestehen muss. Zuletzt wird die Unterschriftenliste auf Vollständigkeit (unter anderem Titel und Wortlaut der Initiative, Hinweis auf strafrechtliche Bestimmungen, vorbehaltlose Rückzugsklausel, Datum der Veröffentlichung im Bundesblatt) verifiziert.
Unterschriftensammlung: Mit der Publikation im Bundesblatt beginnt die Sammelfrist von 18 Monaten zu laufen, in welcher 100'000 gültige Unterschriften gesammelt werden müssen. Während früher für diese Zwecke oft vor Urnenlokalen gesammelt wurde, ist diese Methode mit der Einführung der brieflichen Abstimmung in den Hintergrund getreten. Viele Komitees veranstalten heute deshalb regelmässige Sammelaktionen auf belebten Strassen und Plätzen oder verteilen die Unterschriftenliste per Postversand.
Stimmrechtsbescheinigung: Die Unterschriftenlisten sind innerhalb der Sammelfrist den entsprechenden Wohngemeinden zuzustellen, welche das Stimmrecht der Unterzeichnenden überprüfen und gegebenenfalls bescheinigen. Da beispielsweise Unterschriften von zwischenzeitlich Weggezogenen oder Verstorbenen nicht bescheinigt werden, werden die Stimmrechtsbescheinigungen zumeist fortlaufend eingeholt.
Einreichung und Zustandekommen: Die Unterschriftslisten müssen abschliessend rechtzeitig, gesamthaft und getrennt nach Kantonen bei der Bundeskanzlei im Bundeshaus eingereicht werden. Diese stellt sodann fest, ob die erforderliche Zahl von 100 000 gültigen Unterschriften erreicht und die Volksinitiative somit formell zustande gekommen ist.


http://de.wikipedia.org/wiki/Volksinitiative_(Schweiz)

Es ist leider nicht möglich, den Link einzufügen. :oops:
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Re: Wende in der Energiepolitik

Beitragvon maxikatze » Di 8. Jul 2014, 13:04

maxikatze hat geschrieben: So 18. Jan 2009, 14:31
In Zukunft führt sowieso kein Weg daran vorbei aus der Kernenergie auszusteigen. Die Gefahren die von den anfallenden radioaktiv verseuchten Abfällen ausgehen, sind viel zu gross, um an dieser Art Energiegewinnung noch lange festzuhalten. Es ist nicht nur das Problem mit der angeblich sicheren Endlagerung, wenn man dabei überhaupt von Sicherheit sprechen kann, bei einem Stoff,dessen Halbwertzeit 24.000 Jahre beträgt. Sondern es könnten ja möglicherweise auch äussere Faktoren , die zur Katastrophe führen, eine Rolle spielen. Zum Beispiel ein Meteoriteneinschlag.... Schon mal an sowas gedacht ?
Darum ist es zukunftsträchtiger, Energie direkt beim Verbraucher zu erzeugen. Das sollte staatlich gefördert werden.



Vielleicht geht es so auch: Atommüll als Energiequelle.
Dass das unserer Füsikerin noch nicht eingefallen ist ...

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten ... s.facebook
Frauen schulden keiner einzigen Religion Dank für auch nur einen Impuls der Freiheit.

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Re: Wende in der Energiepolitik

Beitragvon AlexRE » Mo 1. Dez 2014, 17:42

;)

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Re: Wende in der Energiepolitik

Beitragvon maxikatze » So 2. Aug 2015, 09:12

TTIP, TISA und CETA sind noch nicht in Sack und Tüten, da wird Deutschland bereits verklagt, weil Vattenfall die Felle wegschwimmen sieht:
das Energieunternehmen Vattenfall verklagt Deutschland für den Ausstieg aus der Atomenergie und Wende hin zu erneuerbaren Energien. In einem Geheimgericht verlangt das Unternehmen unglaubliche 4,7 Milliarden Euro Entschädigung.


http://action.sumofus.org/de/a/vattenfa ... ub=fwd&t=2
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Re: Wende in der Energiepolitik

Beitragvon AlexRE » So 2. Aug 2015, 16:16

maxikatze hat geschrieben:
maxikatze hat geschrieben: So 18. Jan 2009, 14:31
In Zukunft führt sowieso kein Weg daran vorbei aus der Kernenergie auszusteigen. Die Gefahren die von den anfallenden radioaktiv verseuchten Abfällen ausgehen, sind viel zu gross, um an dieser Art Energiegewinnung noch lange festzuhalten. Es ist nicht nur das Problem mit der angeblich sicheren Endlagerung, wenn man dabei überhaupt von Sicherheit sprechen kann, bei einem Stoff,dessen Halbwertzeit 24.000 Jahre beträgt. Sondern es könnten ja möglicherweise auch äussere Faktoren , die zur Katastrophe führen, eine Rolle spielen. Zum Beispiel ein Meteoriteneinschlag.... Schon mal an sowas gedacht ?
Darum ist es zukunftsträchtiger, Energie direkt beim Verbraucher zu erzeugen. Das sollte staatlich gefördert werden.



Vielleicht geht es so auch: Atommüll als Energiequelle.
Dass das unserer Füsikerin noch nicht eingefallen ist ...

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Das erinnert mich doch glatt an den fragwürdigen Hype um den "schnellen Brüter":

http://www.contratom.de/2011/03/28/der- ... ullnummer/
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