Studienfinanzierung

Hier werden die mit Artikel 3 und Artikel 6 GG in Widerspruch stehenden Mängel des Bildungswesens erörtert.

Studienfinanzierung

Beitragvon AlexRE » Fr 23. Jan 2009, 21:36

Hier einige interessante Beiträge aus einem anderen Forum, die sich mit dem aktuellen Problem der Studiengebühren befassen:
*********************************************
1. Beitrag:

"Studiengebühren gepaart mit harten Zeitvorgaben erschweren Nebenjobs und Eigenfinanzierungen. Ich finde Bildung, als unser größtes (und einziges) Kapital sollte der Staat schon ein wenig zu seiner Aufgabe machen."

2. Beitrag, Antwort darauf:

Zumindest die für die Volkswirtschaft insgesamt wichtigsten Studienfächer wie Ingenieurwesen und Natruwissenschaften müssten hinsichtlich der Studienfinanzierung so gestaltet werden, dass niemand mit der Wahl eines DIESER Fächer das Risiko eingeht, sich zu verschulden und dann wegen der späteren Arbeitsmarktlage kein überdurchschnittliches Einkommen erzielen zu können. Wer sich der Herausforderung einer der schwierigeren und volkswirtschaftlich sehr wichtigen Studiengänge stellt und sich damit im Vergleich zu einer einfachen Berufsausbildung insgesamt deutlich verschlechtern kann (Schulden, Zins, Tilgung bei gleichem Einkommen), wird sich dreimal überlegen, dafür auch noch die Zeit und die Arbeit für das Studium aufzuwenden.

Deshalb müsste man zumindest diesen Studenten Kredite für Studiengebühren und Bafög - Sonderregelungen anbieten, nach denen sie nur in solchen späteren Zeiten Zinsen und Tilgung zahlen müssen, in denen sie überdurchschnittlich verdienen. In anderen Zeiten müssten die Darlehen zinsfrei gestellt und die Tilgung ausgesetzt werden.

3. Beitrag, Antwort auf den 2.:

ZINSFREIE Kredite und Stipendien wären da der richtige Ansatz....und Erstattung eines Teiles, wenn innerhalb der Regelstudienzeit ein 2 er Abschhluss gemacht wird.....

4. Beitrag, Antwort auf den 3.:

Solche Regelungen gibt es hinsichtlich des Bafögs schon lange, Teilerlasse bei zügigem und sehr erfolgreichem Studium. Das enstpricht ja auch der klassischen Logik des Leistungsprinzips.

Heute ist allerdings die ganz grosse Gefahr, dass die Perspektive, sich mit Bafög und Darlehen für Studiengebühren zu verschulden und dann wegen der hohen Durchfallquoten in schwierigen Studiengängen möglicherweise zu scheitern und ohne höheren Bildungsabschluss verschuldet zu sein, ZU abschreckend wirkt, um die volkswirtschaftlich unbedingt notwendigen Zahlen von Studierenden der anspruchsvollen Fächer zu bekommen.

Die möglichen gesamtwirtschaftlichen Folgen sind in Euro und Cent überhaupt nicht zu beziffern, ich erinnere insofern an die gescheiterte Greencard - Initiative zu Schröders Zeiten. Für Hochqualifizierte aus aller Welt ist Deutschland nicht die attraktivste Adresse, das worst - case - scenario hier ist dementsprechend die Abwanderung von high - tech - Industrien dorthin, wo genügend qualifizierte Arbeitskräfte zur Verfügung stehen.

Die potentiellen Studienanfänger in den genannten Bereichen darf man also überhaupt nicht abschrecken, auch wenn man dafür die klassische Logik des Leistungsprinzips vernachlässigen und Studienversager von der Rückzahlungspflicht entbinden muss.

5. und letzter Beitrag, Antwort auf den 4.:

Ich habe shcon ein paar mal gesagt, das ich Studiengebühren zwar im Grundsatz für richtig halte.......

ABER:

Ich wäre für Regelstudienzeiten gewesen.....ohne Studiengebühren.....

Und was drüber ist, dann umso kräftigere Studiengebühren......

Wobei es beim Wechsel des Studienganges NICHT wieder bei Null anfängt......

Darüber hinaus würde ich bei bestimmten Studiengänge, die die Wirtschaft braucht, eine Förderung seitens der Wirtschaft über Stipendien steuerlich fördern...

Sowas geht aber nur, wenn sich Bund und Länder einig sind.
Der Stuttgarter OB Rommel:

Ich trete überall, wo das notwendig ist, der Meinung entgegen, der Umstand, dass die Diktatur zu allem fähig war, berechtige dazu, die Demokratie zu allem unfähig zu machen.
Benutzeravatar
AlexRE
Administrator
 
Beiträge: 27637
Registriert: Di 16. Dez 2008, 15:24

Re: Studienfinanzierung

Beitragvon Senator74 » So 6. Nov 2011, 21:36

Was nichts kostet, ist nichts wert...
Die Eltern löhnen für einen Kindergarten, die Kosten während des Schulbesuches (Skikurse, Exkursionen, Sporttage, etc) sind beträchtlich...und an den UNIs soll auf einal alles gratis sein??



Scherz am Rande:
In ganz Österreich ist der Unterricht GRATIS, nur im Burgenland voll UMSONST!!
Senator74
 
Beiträge: 11
Registriert: Sa 5. Feb 2011, 16:40


Zurück zu Bildungspolitik

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste