Fürsorgepflicht an Schulen

Hier werden die mit Artikel 3 und Artikel 6 GG in Widerspruch stehenden Mängel des Bildungswesens erörtert.

Fürsorgepflicht an Schulen

Beitragvon AlexRE » Fr 12. Nov 2010, 17:25

Diesen thread hat heute ein Teilnehmer meines privaten Forums eröffnet, der hier nicht registriert ist:

GasGerd hat geschrieben:Seit einigen Jahren vernimmt man immer wieder Hiobsbotschaften über Mobbing und Gewalt an Schulen und nun muss man auch noch lesen, dass ein Sozialarbeiter gefeuert wird, weil er zum Missfallen der Schulleitung DEREN Pflichten wahrgenommen und die Eltern problematischer Schüler informiert hat:

http://www.bz-berlin.de/bezirk/schoeneberg/gefeuert-weil-er-die-wahrheit-sagte-article1030721.html

Textauszug:

---

„Unterricht war häufig nicht möglich. Es ging nur darum, Ruhe in den Klassenraum zu bekommen“, erzählt Knorr.

Fassungslos machte ihn der Umgangston. „Schüler beleidigten sich als Hurensohn, sagten f… dich zueinander, benutzten das Wort Jude als Schimpfwort.“

(...)

Auf dem Elternabend berichtete Knorr den Eltern davon. Er sprach auch über das Mädchen, das aufgelöst im Flur stand. „Es machte sich Sorgen um seine Freundin. Die traute sich nicht mehr in die Schule, weil sie Angst hatte vor den Türken.“

Kurz nach dem Vortrag, so Knorr, sei er von der Schulleitung zur Seite genommen worden. „Danach wehte mir ein eisiger Wind entgegen.“

Eine Woche nach dem Vorfall teilte ihm sein Arbeitgeber mit, dass die Zusammenarbeit beendet sei. „Ohne Angabe von Gründen, ich war ja noch in der Probezeit.“

---

Dies unkündbaren Staatsdiener nehmen sich doch glatt raus, durch aktives Tun zu verhindern, wozu sie selbst eine glasklare und jedem von ihnen bekannte RECHTSPFLICHT haben.

Das kommt davon, wenn man über Jahrzehnte hinweg immer wieder dieselben Nasen wählt und kein noch so unmögliches Verhalten von Amtsträgern und Politikern an der Wahlurne abstraft. Irgendwann hat man dann ein absurdes Kasperletheater anstelle eines demokratischen Rechtsstaats.



GasGerd hat geschrieben:Da heisst es immer, ausländische Eltern wären nicht kooperativ genug gegenüber Schulen und Jugendämtern und dass das eine wesentliche Ursache der aktuellen Probleme an Schulen in sozialen Brennpunkten sei, und dann nehmen sich diese feinen Herrschaften heraus, Fehlentwicklungen der Schüler vor den Eltern geheimzuhalten!!
Der Stuttgarter OB Rommel:

Ich trete überall, wo das notwendig ist, der Meinung entgegen, der Umstand, dass die Diktatur zu allem fähig war, berechtige dazu, die Demokratie zu allem unfähig zu machen.
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Re: Fürsorgepflicht an Schulen

Beitragvon AlexRE » Fr 12. Nov 2010, 17:26

GasGerd hat geschrieben:Da heisst es immer, ausländische Eltern wären nicht kooperativ genug gegenüber Schulen und Jugendämtern


Das wird unisono von allen Medien so kolportiert. Ich habe allerdings von einem Freund, der eine 12-jährige Tochter und einen 10-jährigen Sohn hat (hier auf dem Forum unser Teilnehmer PeterP) auch schon Gegenteiliges gehört. Auf den letzten Elternabenden waren die türkischen Eltern in der Mehrheit gegenüber den deutschen Eltern, obwohl die türkischen Kinder dort noch deutlich in der Minderheit sind. Die meisten deutschen Eltern waren nicht gekommen.
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Re: Fürsorgepflicht an Schulen

Beitragvon GasGerd » Mo 21. Feb 2011, 15:47

Gerade auf gmx geschrieben:

Jetzt hat man ein paar Wochen lang nichts mehr von solchen Vorfällen gehört, aber das Problem scheint unverändert zu bestehen:

http://www.bild.de/BILD/news/2011/02/21/mobbing-an-der-schule/gemobbt-getreten-gefoltert-sind-unsere-kinder-sicher.html

Aus dem Artikel:

"Luckenwalde – Mühsam rappelt sich der kleine Florian (12) im Bett auf. Mit leiser Stimme sagt er: „Mein Kopf tut mir immer noch so weh. Und wenn es hell ist, hab ich ganz dolle Schmerzen in den Augen.

FLORIAN WIRD AN SEINER SCHULE GEFOLTERT! DREI JAHRE GEHT DAS SCHON SO!

....

Florian kam mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus.

Mama Ramona: „Ärzte stellten eine Gehirnerschütterung fest und fürchteten um Florians Augenlicht. Die Direktorin erkundigte sich nicht nach Florians Zustand, sondern ließ im Krankenhaus anrufen und nachfragen, ob Florian nicht etwa schwänzt. Unfassbar!“

Wer weiß, was da zwischenzeitlich alles passiert ist und was nur nicht durch die Presse ging. Man sollte wirklich mal nachforschen, ob es überhaupt noch Politiker gibt, die ihre Kinder an herkömmliche öffentliche Schulen schicken.
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Re: Fürsorgepflicht an Schulen

Beitragvon GasGerd » Di 1. Nov 2011, 16:37

Auf dem alten thread ist heute und gestern noch was geschrieben worden:

Dig55

Sowas können Elternproteste alleine nicht verhindern:

"Kurz nach dem Vortrag, so Knorr, sei er von der Schulleitung zur Seite genommen worden. „Danach wehte mir ein eisiger Wind entgegen.“

Eine Woche nach dem Vorfall teilte ihm sein Arbeitgeber mit, dass die Zusammenarbeit beendet sei. „Ohne Angabe von Gründen, ich war ja noch in der Probezeit.“"

Die Verantwortlichen müssten konsequent in allen Fällen dieser Art vor Gericht gezerrt und notfalls über mehrere Instanzen getrieben werden, damit sich da etwas ändert. Dazu reicht es nicht, wenn die Eltern einer einzelnen betroffenen Schule untereinander solidarisch sind, das muss auf breiterer Ebene stattfinden.

Vielleicht werden ja irgendwann Rechtshilfefonds für ein regelmäßiges Vorgehen gegen pflichtvergessene Beamte aufgelegt oder eine Organisation gegründet, ähnlich wie der Weiße Ring im Bereich Gewaltkriminalität.

Das Rechtsstaatsprinzip braucht eine breiter aufgestellte Lobby als bisher.


http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post ... p=133#jump
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Re: Fürsorgepflicht an Schulen

Beitragvon GasGerd » So 19. Feb 2012, 16:38

Noch was gefunden:

Diesen Artikel aus dem Jahre 2003 habe ich gerade erst im Netz gefunden:

"Während sich die Gerichtsverfahren gegen die Schüler allmählich dem Ende zuneigen, hat die Staatsanwaltschaft Bückeburg ihre Ermittlungen ausgedehnt – gegen Lehrer der Schule. Gegen vier von ihnen hat sie Verfahren eingeleitet wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt. Sie sollen von den Prügeleien gewusst, aber nicht eingegriffen haben. Schon längst machten in Stadthagen Spekulationen die Runde: Was haben die Lehrer gewusst? Konnten Gewaltorgien solchen Ausmaßes über einen so langen Zeitraum hinweg an der Schule wirklich unbemerkt bleiben? Der aus dem Amt scheidende niedersächsische Justizminister Christian Pfeiffer war der Erste, der die Frage öffentlich aufwarf – und gleich selbst beantwortete. „Die Schulgewalt ist dort am höchsten, wo die Lehrer wegschauen“, meinte er in einem Zeitungsinterview. Das wisse er aus seiner langjährigen Forschungstätigkeit. Pfeiffer leitete, bevor er Minister wurde, viele Jahre das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen. In Stadthagen kommt die Erkenntnis nicht gut an. Groß ist die Empörung über Pfeiffers Unterstellung. Eltern und Schüler nehmen die Lehrer öffentlich in Schutz, und Pfeiffer eilt nach Stadthagen, um sich dem Kollegium zu stellen."

http://www.zeit.de/2003/10/Schlossp_schule/seite-4

Die Gefahr ist also schon sehr lange bekannt. Der Grund dafür, dass über so lange Zeit nichts geschieht und Generationen von Schulkindern Willkür und Terror ausgesetzt werden, geht aus dem zitierten Ausschnitt des Artikels hervor: "Eltern und Schüler nehmen die (pflichtvergessenen) Lehrer öffentlich in Schutz" ...

Da helfen wohl keine hehren Bekenntnisse der Autoren und Autorinnen des Grundgesetzes, die Menschenwürde würdeloser Menschen kann man nicht schützen.


http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/10448572?sp=140#jump
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Re: Fürsorgepflicht an Schulen

Beitragvon GasGerd » Sa 25. Feb 2012, 08:59

Zu unserem neuen Thema:

viewtopic.php?f=8&t=813

habe ich etwas auf gmx gepostet:

Es geschehen noch Zeichen und Wunder:

Linz – Der Fall machte Deutschland fassungslos: Lehrer Frank C. (32) verführte eine Schülerin (damals 14) zum Sex – und kam straffrei davon. Dreist: Statt sich mit dem Freispruch zu begnügen, verklagte er nun sogar den Vater des Opfers!

(...)

Er wollte dem Vater verbieten lassen, ihn einen Straftäter zu nennen, da ihn das Oberlandesgericht Koblenz freigesprochen habe.

Das Urteil hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Denn obwohl der Lehrer mehrmals Sex mit einer damals 14 Jahre alten Schülerin gehabt hatte, hob das Oberlandesgericht zwei Verurteilungen wegen sexuellen Missbrauchs auf und sprach Frank C. frei. In der Urteilsbegründung hieß es, C. sei lediglich Vertretungslehrer an der Schule des Mädchens gewesen. Deshalb habe zwischen ihm und der Schülerin kein dauerhaftes Obhutsverhältnis bestanden.

Doch ganz so harmlos ist der Fall nicht, befand nun das Amtsgericht Linz, vor dem der Lehrer seine Persönlichkeitsrechte durchsetzen wollte. Es wies die Klage von Frank C. komplett ab und entschied, der Hauptschullehrer dürfe gegenüber Dritten durchaus als Straftäter bezeichnet werden.


http://www.bild.de/news/inland/lehrer/s ... .bild.html

Ein Obergericht verkündet, dass Aushilfslehrer keine Obhutspflicht gegenüber den Kindern hätten (sollten die Eltern vielleicht wissen) und ein Amtsrichter traut sich trotzdem, den unbotmäßigen Vater freizusprechen, obwohl der so unverschämt war, eine andere Meinung als unsere allerhöchsten Gerichtsautoritäten zu haben. Normalerweise werden Unbotmäßige im Gegensatz zu Verbrechern von der deutschen Justiz ja richtig fertiggemacht.

------------------------------

An die Schwester der 14-jährigen hatte der Lehrer sich auch rangemacht, vielleicht hatte das Gericht deswegen Nachsicht mit dem Vater:

http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,15 ... 12,00.html

Da war die Obhutspflicht allerdings eindeutig gegeben, weil der Herr da Klassenlehrer war.


http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post ... p=140#jump
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Re: Fürsorgepflicht an Schulen

Beitragvon GasGerd » Fr 9. Nov 2012, 14:28

Heute gab es noch etwas nachzutragen:

Dieser thread ist jetzt ziemlich genau zwei Jahre alt.

Gestern war der Tagespresse zu entnehmen, dass das Problem "nun auch die Polizei" beschäftige:

"Ein Neuköllner Junge wurde von Mitschülern an seinem Geburtstag dermaßen traktiert, dass er ambulant behandelt werden musste. Ein Kriminologe nennt Neid als Beweggrund für das Ritual, das nun auch die Polizei beschäftigt.

..."

http://www.tagesspiegel.de/berlin/gewalt-an-schule-in-neukoelln-junge-nach-geburtstagsschlaegen-krank-geschrieben/7365642.html


http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/10448572?sp=147#jump
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Re: Fürsorgepflicht an Schulen

Beitragvon GasGerd » Sa 1. Jun 2013, 16:54

Bei einem aktuellen Fall an einer Essener Grundschule scheint es wieder zu schweren Pflichtverletzungen seitens aufsichtspflichtiger Lehrer gekommen zu sein:

Das habe ich auf gmx dazu geschrieben:

Magma27 794 Beiträge

Gockelchen | 443 Beiträge

Welcher Religionsgemeinschaft ("kultureller Hintergrund") gehörten diese 15 Mitschüler an?

Soviele auf einen und erst recht eine gilt (galt?) im Abendland als absolut verwerflich, oberfeige. Neuerdings gibt es das "Kultur"gut der uneingeschränkten, vollumfänglichen "Solidarität".
-----------------

Im höchsten Maße feige, sind vor allem rechte Straftaten von Neonazis. Nicht von ungefähr sucht man sich Minderheiten als Opfer heraus.
---------------

Diese ekelhaft feige Art von willkürlicher Gewalt ist tatsächlich typisch für Rechtsradikale. Allerdings tritt genau diese Art von Gewaltkriminalität auch bei bestimmten Migrantengruppen überproportional häufig auf.

Eine logische Überlegung wäre daher die Annahme, dass möglicherweise unter den betreffenden Einwanderern Rechtsradikalismus orientalischer Provenienz verbreitet sein könnte.


http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post ... sp=84#jump
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Re: Fürsorgepflicht an Schulen

Beitragvon GasGerd » Sa 1. Jun 2013, 17:45

Gerade auf dem alten gmx - thread geschrieben (der neue ist schon wieder gesperrt):

"Welche Rolle spielen die Kulturbereicherer in dieser Angelegenheit?"

Vielleicht die Rolle eines unsere Kultur entlarvenden Belastungstests?

Wer seinen eigenen Kindern nicht einmal den bei kulturlosen Steinzeitmenschen oder auch Tieren selbstverständlichen Schutz vor Gewalt und Willkür Dritter angedeihen lässt, hat eher das Gegenteil einer Kultur geschaffen, eine Unkultur sozusagen.


http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/10448572?sp=147#jump
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Re: Fürsorgepflicht an Schulen

Beitragvon Sonnenschein+8+ » Sa 1. Jun 2013, 22:36

GasGerd hat geschrieben:Gerade auf dem alten gmx - thread geschrieben (der neue ist schon wieder gesperrt):

"Welche Rolle spielen die Kulturbereicherer in dieser Angelegenheit?"

Vielleicht die Rolle eines unsere Kultur entlarvenden Belastungstests?

Wer seinen eigenen Kindern nicht einmal den bei kulturlosen Steinzeitmenschen oder auch Tieren selbstverständlichen Schutz vor Gewalt und Willkür Dritter angedeihen lässt, hat eher das Gegenteil einer Kultur geschaffen, eine Unkultur sozusagen.


http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/10448572?sp=147#jump


Wenn das stimmt was in der Bildzeitung steht dann ist das die größte sauerei von den Jugendlichen und von der Schule
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